Um dieses AIP-Online-Notizbuch gut zu verstehen, solltest du zuerst hier die Seite „AIP im Praxistest“ lesen. Die AIP Erfahrungsberichte der vorangegangenen Wochen findest du hier:

Woche 1Woche 2, Woche 3, Woche 4.

 

Fünf Wochen AIP liegen hinter mir. Mit den Oster-Feiertagen sah ich die ersten wirklichen Hindernisse in Gestalt von Schokoeiern auf mich zukommen. 🙂 Tatsächlich ist es aber ganz gut gelaufen und ich bin NICHT schwach geworden.

Keine Schokolade wäre es mir wert, zu ruinieren, was ich nun schon wochenlang mit dem Autoimmunprotokoll für meine Gesundheit aufgebaut habe!

Stattdessen habe ich während der freien Tage mehr Zeit in der Küche verbracht, um neue und gesunde Dinge auszuprobieren. So habe ich zum Beispiel mein erstes eigenes Sauerkraut angesetzt. Noch vor einigen Wochen hätte ich nicht im Traum daran gedacht, so etwas zu tun. In 30 Tagen werde ich wissen ob es etwas geworden ist. Ich werde hier darüber berichten.

Das Autoimmunprotokoll hat auf jeden Fall meine Einstellung zum Kochen grundlegend verändert. Früher habe ich auch gekocht. Aber es war gefühlt immer eher ein notwendiges Übel.

Grundsätzlich ist es meiner Familie und mir schon immer wichtig gewesen zu wissen, was in unserem Essen steckt. Darum haben wir vieles selbst zubereitet. Aber der reine Prozess des Kochens war immer eher nervig.

Die Versorgung mit Essen stand und steht für uns auch immer in Relation zum Zeitaufwand und Zeit ist immer knapp. So haben wir in der Vergangenheit auch regelmäßig außer Haus gegessen oder einfach etwas bestellt.

Das dabei auch eine Menge Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe oder unnötige Zucker in unsere Nahrung gelangten, haben wir dann zähneknirschend in Kauf genommen. Das akzeptieren wir heute nicht mehr.

Den zeitliche Mehraufwand, den wir natürlich jetzt häufig mit der Zubereitung des Essens haben, nehmen wir heute gelassener in Kauf. Die Vorteile für unsere Gesundheit und Fitness wiegen den Zeitverlust auf.

Das ist sicher eine sehr persönliche Sicht. René und ich sind beide voll berufstätig und wir arbeiten sehr mit der Uhr. Time Management ist in unserer Familie ein großes Thema.

Am Ende ist es aber eine Frage der persönlichen Prioritäten. Für uns ist Lebensqualität sehr stark mit körperlicher Fitness verbunden. Wir sind gerne aktiv, viel in der Natur und auf Reisen. Das wollen wir noch viele Jahrzehnte so machen. Die Ernährung entsprechend auszurichten kostet uns darum eigentlich keine große Anstrengung.

Das ich mit dem AIP überraschender Weise Spaß am Kochen gefunden habe freut mich wirklich sehr. Das ist schon ein enormer Wandel innerhalb nur weniger Wochen. Kochen entspannt mich jetzt irgendwie ungemein.

Was mich dabei glücklich macht ist das Wissen, dass meine Familie und ich nicht nur sehr wohlschmeckend essen, sondern auch gesunde und nährstoffdichte Lebensmittel zu uns nehmen. Somit sind wir alle bestens versorgt. Das macht stolz und zufrieden!

Mittlerweile habe ich vollständig realisiert wie groß der Einfluss der Nahrung auf unseren Körper ist. Die Erkenntnis, dass sogar Krankheiten mit der Nahrung ausgelöst oder aber auch gestoppt werden können, hat auch mein Bewusstsein für die Ernährung meines Kindes noch einmal deutlich geschärft.

Der Wunsch, meine Tochter mit den bestmöglichen Nahrungsmitteln zu versorgen und ihren Körper von Schädlichem fern zu halten ist ein weiterer starker Motivator für die Auseinandersetzung mit dem täglichen Essen.

ERNÄHRUNG

 

Die Osterwoche verlief natürlich nicht so routiniert wie die restlichen Wochen. Feiertage sind ja immer mit Familie und gemeinsamen Essen verbunden. Da warten auch Verlockungen und Fallgruben.

Darüber hinaus begegnet man überall Artikeln aus dem Schokoladensortiment. Das zu ignorieren war für mich nicht immer einfach. Ich habe es aber geschafft und bin den Vorgaben des Autoimmunprotokolls weiterhin gefolgt. 😀

Gerade durch den Verzicht auf raffinierten Zucker kommen mir stark zuckerhaltige Lebensmittel mittlerweile unnatürlich süß vor. Die Empfindlichkeit meiner Geschmacksnerven hat sich ganz offensichtlich schon stark erhöht. Zum Beispiel kommt mir mittlerweile eine reife Banane schon ein wenig wie ein Dessert vor. Klingt verrückt, ich weiß!

Am Ostersonntag hatten wir Familie und Freunde zu einem Osterbrunch eingeladen. Wir haben ganz bewusst die üblichen Dickmacher wie weißes Brot und Süßigkeiten weggelassen. Stattdessen gab es ein gesundes Osterbuffet. Es bestand aus viel Gemüse und Obst, verschiedenem Räucherfisch und AIP-freundlichen Fleischprodukten.

Die meisten Wurstwaren haben leider häufig Zusätze aus Geschmacksverstärkern, Zuckern und Gewürzen und sind damit nicht AIP konform. Die Auswahl an Produkten ohne Zusätze ist entsprechend gering und wir haben schon sehr viel Zeit vor den Regalen im Supermarkt verbracht um etwas Passendes für mich zu finden.

Am Ostersamstag haben wir dann für mich extra noch ein AIP Brot gebacken. Tatsächlich haben wir gleich zwei Brote gemacht damit ich für die kommende Woche etwas einfrieren konnte. Das spart natürlich wieder wertvolle Zeit.

Zur Abwechslung haben wir die Rezeptur von einem der Brote verändert und dabei auch mit frischen Zwiebeln verfeinert. So haben wir noch mehr den würzigen Charakter von herkömmlichem Brot erreicht.

Wir können jetzt stolz behaupten, unser AIP Zwiebelbrot muss sich geschmacklich absolut nicht hinter herkömmlichen Zwiebelbroten verstecken! 🙂

Wir waren nicht ganz sicher, wie unsere Familie das ungewohnte Brunch-Konzept zu Ostern annehmen würde. Wir haben im Vorfeld Familie und Freunde gebeten, AIP gerechte Speisen zuzubereiten und mitzubringen. Damit haben wir alle Gäste für unser Thema interessieren können und es gab keine Klagen.

So  konnten wir uns dank unserer fleißigen Helfer zum Beispiel über einen Rote Beete Aufstrich und einen Süßkartoffel Humus freuen. Beides war super lecker! Der Spargel-Erdbeer Salat wurde beispielsweise nur mit Olivenöl angemacht und jeder konnte selbst nach Belieben würzen. So hatten wir alle etwas davon.

Unser Osterbrunch-Buffet bot also auch für mich reichlich Auswahl an unterschiedlichen Speisen. Auch unsere Gäste waren glücklich damit. Das hat uns natürlich sehr gefreut. 🙂

Bei der kleinen Käseauswahl hätte ich allerdings schwach werden können. Schon immer war ich ein absoluter Käseliebhaber und Fan von allen Milchprodukten. Momentan muss ich darauf verzichten. Das fällt mir viel schwerer als bei anderen Nahrungsmitteln. Auch Eier würde ich wahnsinnig gerne mal wieder essen.

René konnte mich etwas trösten indem er meinte, dass mir der Käse wahrscheinlich viel zu salzig gewesen wäre. Da wir ja in vielen Aspekten der Ernährung gleichgeschaltet sind, nimmt auch er die Veränderungen in der Sensorik deutlich war.

Mit dem Salzgehalt verhält es sich da ähnlich wie mit dem Zucker. Verzichtet man einige Wochen auf verarbeitete Lebensmittel und probiert diese später, dann schmeckt man erst, wie groß die darin verarbeiteten Mengen an Salz und Zucker sind. Danach fällt der weitere Verzicht überhaupt nicht schwer. Probiere es einmal aus!

Meine tägliche Ernährung im AIP kannst du in Bildern auch auf Instagram mitverfolgen!

 

BEWEGUNG

 

In der kurzen Arbeitswoche bin ich weiterhin meine 7 Kilometer täglich gelaufen und habe auch meine Sporteinheiten durchgezogen. Mir hilft es oft ohne groß darüber nachzudenken einfach loszulegen.

So hat der innere Schweinehund keine Chance sich Gehör zu verschaffen. Im Anschluss an meine Sporteinheit fühle ich mich immer besser und bin stolz auf mich. Das ist mir sehr wichtig geworden.

Durch die Osterfeiertage und das schlechte Wetter habe ich mich ein bisschen weniger bewegt, aber hin und wieder tut das auch mal ganz gut. Der Körper kann sich vollständig regenerieren und ich kann mit Schwung und Elan in die neue Woche starten. 😀

FREIZEIT, FREUNDE & FAMILIE

 

Die Vorbereitungen für ein 10 Personen Buffet waren natürlich stressig. Als dann aber alle gemeinsam am Tisch saßen und viel geredet wurde war ich sehr glücklich. Unser Ostersonntag war daher total entspannt für mich und wir werden das sicherlich nächstes Jahr wiederholen.

Ansonsten habe ich die Zeit mit meiner kleinen Ohana genossen. Ohana bedeutet in Hawaii „Familie“. Nach vielen Reisen hat sich Hawaii zu unserer absoluten Traumdestination entwickelt. Viele traditionelle Worte von dort haben sich mittlerweile fest in unserem internen Sprachgebrauch verankert. Unsere Tochter spricht inzwischen nur noch von „ihrer kleinen Ohana“. 🙂

STRESSMANAGEMENT

 

Alle paar Wochen gönne ich mir einen Besuch bei meiner Kosmetikerin. Diese Woche war es wieder soweit. 🙂 Das sind 90 Minuten nur für mich, in denen ich mich super entspannen kann und jeglicher Stress von mir abfällt.

Entspannungsrituale jeglicher Art sind super wichtig. Unsere schnelllebige Gesellschaft hält so viel Stress für uns bereit.

SCHLAF & REGENERATION

 

Durch die Feiertage habe ich wieder ein wenig mehr geschlafen. An zwei der fünf freien Tage kam ich tatsächlich auf 9 Stunden Schlaf pro Nacht. Anscheinend brauchte mein Körper wieder ein wenig mehr Schlaf.

Unter der Woche ist es aber weiterhin so, dass ich mit 6,5 – 7,5  Stunden Schlaf gut auskomme. Ohne ein Gefühl von Ermüdung komme ich dann gut durch den Tag. Toll!

Grundsätzlich versuche ich meinem Schlafbedürfnis so gut wie möglich nachzukommen. Damit gebe ich meinem Körper auch mehr Kraft um mit meiner Hashimoto Erkrankung fertig zu werden. Das kann ich nur empfehlen! 😉

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