Sabrina Bergmann Hashimoto und Co.

Hallo! Ich bin Sabrina und ich lebe mit Hashimoto-Thyreoiditis.

 

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, die zur chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Eine fehlgeleitete Immunreaktion meines Körpers zerstört fortlaufend gesundes Schilddrüsengewebe und es kommt zur Unterfunktion dieses Organs.

Durch diese Autoimmunerkrankung war ich praktisch mein ganzes Leben lang gezwungen, täglich Hormone einzunehmen. Meine Erkrankung wurde sehr früh erkannt und ich habe schnell die richtige Dosierung des Schilddrüsenhormons gefunden. Ich war also zeitlebens „gut eingestellt“, wie es im ärztlichen Fachjargon heißt. Viele Betroffene haben dieses Glück nicht und leiden zum Teil an dramatischen Veränderungen ihres Körpers. Das blieb mir erspart.

Alle meine behandelnden Ärzte haben stets klar gemacht, dass ich mein gesamtes Leben lang von der Einnahme der Schilddrüsenhormone abhängig sein werde. Sie schienen alle fachkompetent und ich habe ihre Meinung nicht hinterfragt. Es gab weder nähere Erklärungen zu meiner Autoimmunerkrankung noch gezielte Hinweise zur Ernährung oder zu einem bestimmten Lebensstil. Vor allem gab es eines nicht: die Information, dass man Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto mit gezielter Ernährung deutlich lindern kann. Stets hieß es:

Nehmen sie ihre Medikamente, dann können sie gut mit ihrer Krankheit leben!

 

Mittlerweile habe ich realisiert, dass die Ursachen von Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto noch nicht ausreichend verstanden sind. Niedergelassene Mediziner wissen viel zu wenig über die Hintergründe dieser Erkrankungen!

Auf gezielte Fragen erhält man darum als Betroffener von Ärzten in der Regel nur ausweichende oder gar keine Anworten. Leider sehen die meisten Mediziner aber scheinbar auch keine Veranlassung, sich fortzubilden oder selbst zu forschen. Die Pharmaindustrie hat einen Lösungsansatz für das Phänomen parat: lebenslange Medikamenteneinnahme. Damit ist die Sache klar, Problem gelöst. Ärzte können so den Anforderungen der Wirtschaftlichkeit einer Praxis eher entsprechen als den Bedürfnissen ihrer unaufgeklärten Patienten.

Mit den Jahren habe ich mich gefragt: »Kann man wirklich nichts gegen eine Autoimmunerkrankung tun?« Die zunehmenden Zweifel daran wurden nicht zuletzt auch durch meine positiven Erfahrungen mit unterschiedlichen Ernährungsformen ausgelöst.

Mein Ehemann René ist Personal Trainer mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Er hat Ernährungswissenschaften und Biologie studiert. Mit diesem Hintergrund waren ein gesunder und aktiver Lebensstil sowie qualitativ hochwertige Nahrung vom Anfang unserer Beziehung an Selbstverständlichkeiten.

Mit der Geburt unserer Tochter haben wir uns noch intensiver mit dem Einfluß der täglichen Nahrung auf unseren Körper beschäftigt. Gerade für den noch unbelasteten und schnell wachsenden Körper unseres Kindes wollten wir die bestmögliche Versorgung sicherstellen.

Bei unseren regelmäßigen Recherchen und durch die zunehmende Verbreitung gerade unter Sportlern wurden wir auf das Konzept der Paleo-Ernährung aufmerksam. Paleo entspricht ganz und gar nicht der Standardernährung in Deutschland.

Diese Ernährungsform folgt auch nicht den gängigen Empfehlungen zur gesunden Ernährung hierzulande. Dennoch entspricht das Paleo-Konzept in wesentlichen Zügen unseren persönlichen Idealen einer Ernährung, die den Körper optimal für eine hohe Leistungsfähigkeit und Fitness versorgt.

Gerade in den USA ist die Paleo-Ernährung längst zu einem Trend geworden. Man findet dort sehr viele Informationen und eine große Bandbreite von Autoren.

Unter ihnen befindet sich auch eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern und Autoimmunerkrankten gleichermaßen, die aus dem Paleo-Konzept eine Ernährung zur Behandlung von entzündungsbedingten Autoimmunerkrankungen ableiten.

Nur wenn man sich die Mühe macht, die Ursache von körperlichen Beschwerden zu finden, hat man eine reale Chance, diese auch dauerhaft zu lindern. Darum steht das wissenschaftlich erprobte Konzept einer Ausschlussdiät am Anfang dieser Ernährungsform. Man nennt es das Autoimmunprotokoll (AIP).

Die unglaublichen und weltweiten Berichte vieler Autoimmunerkrankter, die mit dem AIP deutliche Verbesserungen bis hin zu vollständigen Remission ihrer Erkrankungen erreicht haben, ließen meine Zweifel am ärztlichen Umgang mit meiner Krankheit weiter wachsen.

Ein Leben lang abhängig von Medikamenten? Nein, danke!

 

Durch die Neugier und daraus resultierenden Erfahrungen vieler Betroffener unterschiedlichster Autoimmunerkrankungen ist das Autoimmunprotokoll (AIP) entstanden.

Es beschreibt Richtlinien einer Ausschlussdiät, welche den Körper mit gesunder und nährstoffdichter Nahrung versorgen und gleichzeitig all jene Nahrungsmittel ausschließen soll, welche die eigene Gesundheit und insbesondere das Immunsystem potentiell gefährden.

Viele Betroffene auf der ganzen Welt konnten durch diese Nahrungsumstellung ihre Beschwerden stark mindern und sich zum Teil gänzlich von der Einnahme von Medikamenten befreien!

Im deutschsprachigen Raum ist das AIP bisher kaum bekannt. Auch meine behandelnden Ärzte wissen nichts darüber, sind aber durchaus interessiert an neuen Erkenntnissen. Also teste ich das Autoimmunprotokoll derzeit im Selbstversuch und dokumentiere hier live meine Erfahrungen.

Neben dem Wunsch, meine Symptome damit bis zur Remission zu reduzieren oder zumindest die Menge der notwendigen Medikamente stark herunterfahren zu können, hoffe ich, auch anderen Erkrankten wertvolle Anregungen und Hilfe geben zu können.

Der Einfluß der Nahrung auf den Körper ist vielen Menschen überhaupt nicht bewußt. Mit diesem Blog möchte ich etwas zur Aufklärung betragen und allen Mut machen, die ihre Krankheit nicht akzeptieren wollen. Auch du kannst deine Autoimmunerkrankung selbst aktiv managen! Konzepte und Hilfe dazu findest du hier in weiteren Artikeln.

Ich nehme das Management meiner  Autoimmunerkrankung jetzt selbst in die Hand!

 

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