Hashimoto und Co. | Paleo Autoimmunprotokoll AIP https://hashimoto-co.de Info|Rezepte|Shop Thu, 12 Sep 2019 04:02:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 https://hashimoto-co.de/wp-content/uploads/2018/08/cropped-Logo-HashimotoCo-082018-websicher-32x32.png Hashimoto und Co. | Paleo Autoimmunprotokoll AIP https://hashimoto-co.de 32 32 Weidehaltung: Tierwohl, Klimaschutz und Verbrauchervertrauen https://hashimoto-co.de/weidehaltung-produkte https://hashimoto-co.de/weidehaltung-produkte#comments Thu, 12 Sep 2019 04:00:29 +0000 https://hashimoto-co.de/?p=6223 Weidehaltung: Wie steht es um das Tierwohl, den Klimaschutz und das Verbrauchervertrauen bei entsprechend gekennzeichneten Produkten? Weidehaltung ist für wiederkäuende Nutztiere wie Schaf, Ziege oder Rind der Goldstandard einer artgerechten Tierhaltung. Diese Tiere sind gesund und liefern uns echte Nahrungsmittel mit unvergleichlich hoher Nährstoffdichte. Produkte aus Weidehaltung sind ideale Nährstofflieferanten im AIP. Die Verwendung des […]

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Weidehaltung: Wie steht es um das Tierwohl, den Klimaschutz und das Verbrauchervertrauen bei entsprechend gekennzeichneten Produkten?

Weidehaltung ist für wiederkäuende Nutztiere wie Schaf, Ziege oder Rind der Goldstandard einer artgerechten Tierhaltung. Diese Tiere sind gesund und liefern uns echte Nahrungsmittel mit unvergleichlich hoher Nährstoffdichte. Produkte aus Weidehaltung sind ideale Nährstofflieferanten im AIP. Die Verwendung des Begriffs Weidehaltung in der Produktwerbung unterliegt in der EU aber bisher keinem gesetzlichen Rahmen. Entsprechende Zertifikate und Labels, an denen wir Verbraucher uns orientieren könnten, gibt es noch nicht. Da hilft nur Nachfragen, zum eigenen Wohl und dem der Tiere.

Weidehaltung ist eine tolle Sache!

Wenn es um die artgerechte Haltung von Wiederkäuern wie Ziegen, Schafen oder Rindern geht, dann ist die Weidehaltung der Goldstandard. Im Idealfall leben die Tiere ganzjährig im Freien und haben dabei einen nahezu unbegrenzten Auslauf. Sie suchen sich ihr Futter selbst, können ihrem arttypischen Verhalten nachgehen, ein natürliches Sozialverhalten ausleben und ihre Nachkommen selbst aufziehen. Sie fressen weder Getreide noch Soja, bekommen keine Nahrungsergänzungsmittel und auch keine Antibiotika.

Tiere aus Weidehaltung sind gesund, ihre Produkte sind es auch

Nutztiere, die unter solchen Bedingungen aufwachsen, sind gesund. Wenn sich ein Landwirt heute für die Weidehaltung entscheidet, dann tut es dies aus Überzeugung und Idealismus. Er wird für das Wohl seiner Tiere Rechnung tragen und von der Geburt bis zur Schlachtung auf höchste Standards achten. Auf diese Weise entstehen Produkte für unsere Ernährung, die den Titel Lebensmittel auch wirklich verdienen.

Fleisch und Innereien von gesunden Weidetieren sind ideale Nährstoffquellen im AIP

Im Autoimmunprotokoll suchen wir nach möglichst nährstoffreichen Nahrungsmitteln, um unseren Körper optimal zu versorgen. Damit schaffen wir die Basis für einen Genesungsprozess.

Fleisch und Innereien von gesunden Weidetieren gehören zu den Nahrungsmitteln mit der höchsten Nährstoffdichte und sind hervorragende Proteinlieferanten im AIP. Neben essentiellen Aminosäuren liefern sie wertvolles Hämeisen und Vitamin B12. Das kann kein pflanzliches Produkt. Im Gegensatz zu Produkten aus der Intensivtierhaltung haben Fleischprodukte aus Weidehaltung auch ein optimales Verhältnis der für Entzündungsprozesse so maßgeblichen Omega-Fettsäuren.

Das Weiderind als Klimaretter

Aktuelle Studien zeigen, dass die Haltung von Weiderindern nicht nur klimaneutral möglich ist, sondern sogar einen wichtigen Beitrag zur Kohlenstoffbindung leisten kann. Durch ein Management der Beweidungsintensität von Flächen lassen sich sowohl das Wachstum als auch die Artenzusammensetzung von Pflanzen optimieren und Böden vor Erosion schützen. So ist es möglich, die organische Bindung von Kohlenstoff in einer Größenordnung zu fördern, welche die natürliche Emission von Methan als klimaschädlichem Gas aus der Verdauung der wiederkäuenden Rinder sogar übersteigt. Die Kohlendioxidbilanz des Weiderindes ist damit negativ. Vom Klimakiller Kuh kann per se also keine Rede sein. Auf die richtige Haltung kommt es an. Als Konsumenten können wir hier mit unserer Kaufentscheidung gezielt Einfluss nehmen.

Für Produkte aus Weidehaltung gibt es in der EU weder gesetzliche Rahmenbedingungen noch qualitätssichernde Siegel oder Labels

Die Verwendung des Begriffs Weidehaltung in der Produktwerbung unterliegt in der EU bisher keinem gesetzlichen Rahmen. Entsprechende Zertifikate und Labels, an denen wir Verbraucher uns orientieren könnten, gibt es noch nicht. Wer auf hochqualitative und nährstoffreiche Fleischprodukte Wert legt und zugleich sowohl das Tierwohl als auch den Klimaschutz im Blick hat, ist sicher gerne bereit für Produkte aus Weidehaltung auch einen fairen Preis zu zahlen. Doch wie belastbar sind die Werbeaussagen von Anbietern?


Das Cover vom Autoimmunprotokoll Praxishandbuch Band 2: Die Eliminationsphase

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Jetzt erhältlich: Das Autoimmunprotokoll Praxishandbuch Band 2: Die Eliminationsphase. Dort findest du noch mehr Informationen zur artgerechten Ernährung mit dem Paleo-Autoimmunprotokoll (AIP), der Ernährung für Personen mit Autoimmunerkrankungen.

Gesünder.Besser.Leben.


Vertrauen ist gut, Nachfragen ist besser

Der denkbar beste Weg zu einem vertrauensvollem Verhältnis zwischen dir und deinem Fleischlieferanten ist ein persönliches Kennenlernen. Wir beziehen unser Fleisch zum Beispiel von einem regionalen Anbieter und haben uns zuvor vor Ort mit dem Züchter getroffen. Seit wir die Tiere und ihre Haltungsbedingungen gesehen, die verantwortlichen Menschen kennengelernt und die Produktionsräume besichtigt haben, sind wir von der Qualität unserer Fleischprodukte uneingeschränkt überzeugt. Unsere regelmäßigen Blutuntersuchungen bestätigen diesen Eindruck. Derart mit Informationen versorgt können wir unbesorgt genießen. Diesen Luxus hat natürlich nicht jeder.

Ganz gleich woher du deine Fleischprodukte beziehst, du hast immer die Möglichkeit zum Nachfragen. Bio-Händler haben in der Regel einen guten Kontakt zu ihren Lieferanten und kennen die Betriebe aus erster Hand. Was sie nicht sofort selbst beantworten können, werden sie gerne für dich beim Erzeuger in Erfahrung bringen. Wer sein Leben mit der artgerechten Aufzucht von Nutztieren verbringt, sollte sich über das Kundeninteresse an seinen Tieren freuen und wird sicher gerne Auskünfte erteilen. So kannst du sicher stellen, dass du artgerecht erzeugte, gesunde und klimafreundliche Fleischprodukte konsumierst.

Transparenz schafft Vertrauen

Auch wir fragen regelmäßig bei Anbietern die Herkunft von Rohstoffen oder bestimmte Inhaltsstoffe nach, um die Eignung für eine Ernährung mit dem Autoimmunprotokoll beurteilen zu können. Dabei sind wir freundlich aber hartnäckig.

Nach unseren bisherigen Erfahrungen reagieren Anbieter auf Fragen zu Qualitätsstandards und deren Überprüfung offen und transparent. Mehrfach sind uns zum Beispiel amtliche Analysen zur Verfügung gestellt worden. Man hat uns bereitwillig Auskunft über die Herkunft von Rohstoffen erteilt, uns über Haltungsbedingungen von Tieren informiert und uns auch direkt zu einem Besuch vor Ort eingeladen. Transparenz schafft Vertrauen.

Bei mangelnder Transparenz lieber Finger weg!

Leider gibt es aber auch Ausnahmen. So stehen wir beispielsweise schon sehr lange mit unterschiedlichen Anbietern von Kollagenprodukten in Verbindung, die mit einer Herkunft ihrer Rohstoffe von Rindern aus Weidehaltung werben. Kollagenes Eiweiß bildet eine wichtige Ergänzung der Ernährung im Autoimmunprotokoll. Wer nicht täglich Knochenbrühe zur Verfügung hat, kann Kollagen sehr einfach über hochwertige Präparate supplementieren.

Leider mussten wir feststellen, dass sowohl die Anbieter als auch deren Produzenten auf unsere Nachfragen zur Haltung ihrer Rinder wenig auskunftsfreudig und vollkommen intransparent reagieren. Bisher ist es uns nicht gelungen, einen Anbieter aus Deutschland oder der EU zu finden, der einen Nachweis über die Weidehaltung erbringen kann oder zumindest versucht, die Haltungsbedingungen transparent darzustellen. Für uns ist das ein klares Ausschlusskriterium beim Kauf. Nicht nur im AIP sollte gelten: Im Zweifel Finger weg!

Die Weidehaltung ist ein nachhaltiges und artgerechtes Konzept der Nutztierhaltung. So erzeugte Produkte verdienen den Namen Lebensmittel, sind ihren Preis wert und können einen wichtigen Beitrag zu deiner Gesundheit leisten. Als Verbraucher solltest du aber auf die Vertrauenswürdigkeit von Anbietern achten und gezielt nachfragen. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Nahrungsmittel, nicht nur im AIP.

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Fleisch vom Weiderind https://hashimoto-co.de/fleisch-vom-weiderind https://hashimoto-co.de/fleisch-vom-weiderind#comments Mon, 02 Sep 2019 08:49:22 +0000 https://hashimoto-co.de/?p=7004 Die Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen – Regionale Fleischprodukte vom Weiderind In unserer Serie »Produkte und Gesichter« dreht sich in diesem Artikel alles um ein Tier, welches uns ganz besonders am Herzen liegt: Das Weiderind. Geht es um den Verzehr von Fleisch, dann lautet unser persönliches Motto: Nur gesunde Nutztiere liefern auch gesundes Fleisch – für […]

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Die Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen – Regionale Fleischprodukte vom Weiderind

In unserer Serie »Produkte und Gesichter« dreht sich in diesem Artikel alles um ein Tier, welches uns ganz besonders am Herzen liegt: Das Weiderind. Geht es um den Verzehr von Fleisch, dann lautet unser persönliches Motto: Nur gesunde Nutztiere liefern auch gesundes Fleisch – für eine artgerechte und nährstoffdichte Ernährung. Darum freuen wir uns sehr, dir hier einerseits einen Ort vorstellen zu können, an dem mit viel Idealismus und Leidenschaft Rinder auf der Weide gehalten werden und andererseits ein dort ansässiges Unternehmen, welches in Handarbeit Fleischprodukte in ganz besonderer Qualität und Güte herstellt. Unser Schauplatz ist ein malerischer Ort im Naturpark Am Stettiner Haff. Dort besuchen wir die Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen und erleben hautnah die Vereinbarkeit von Naturschutz, regenerativer Landwirtschaft und artgerechter Weidehaltung. Die Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen ist seit 2018 unser Lieferant des Vertrauens für Fleisch aus Weidehaltung. In diesem Artikel erfährst du warum.

Ein Weiderind der Rasse Deutsch Angus auf dem Gut Klepelshagen
Weiderind der Rasse Deutsch Angus auf dem Gut Klepelshagen

Bezahlte Partnerschaft

Unsere Suche nach dem Weiderind

Sommer 2019. Wir verlassen die Hitze der Berliner Innenstadt und folgen der A11 in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Unser Blick fällt abwechselnd auf Mischwald, Ackerflächen oder die riesigen Rotoren diverser Windparks. Nach einer Stunde Fahrzeit verrät uns ein braunes Hinweisschild, Amtsdeutsch: Touristische Unterrichtungstafel, ganz in der Nähe befindet sich der Buchenwald Grumsin, ein UNESCO Weltnaturerbe. Halten können wir hier leider nicht, denn unser Ziel ist noch weitere 100 Kilometer entfernt.

Wir wechseln auf die A20 Richtung Stralsund. Wenig später überqueren wir die Grenze zum Bundesland mit der geringsten Bevölkerungsdichte – Mecklenburg-Vorpommern. Ein Hirsch grüßt uns bald von einer weiteren Autobahn-Unterrichtstafel mit dem Schriftzug »Bromer Berge«. Wir fahren durch eine Landschaft eher sanft geschwungener Hügel denn durch Berge. Sie entstanden in der letzten Eiszeit aus Gesteinsmassen, welche die skandinavischen Gletscher vor sich herschoben, bis sie schließlich abschmolzen.

Nur 150 Kilometer vom Berliner Stadtzentrum entfernt liegt ein Naturparadies für Wildtiere und Weiderinder

Zehn Fahrminuten vor Erreichen unseres Ziels verlassen wir die Autobahn und sind noch etwas skeptisch. Unser Ziel liegt im Randgebiet des Naturparks Am Stettiner Haff. Wir haben ein Stück unberührter Natur erwartet, sehen aber erst einmal überwiegend Agrarflächen. Doch ein Hinweisschild mit dem Schriftzug »Wildtierland Klepelshagen« versichert uns wir sind richtig. Und tatsächlich wechselt die Szenerie schon nach wenigen Minuten. Uns geht das Herz auf, als wir am nächsten Hinweisschild in ein Waldstück abbiegen.

Die Anfahrt zur Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen führt durch den Naturpark »Am Stettiner Haff«.
Die Anfahrt zur Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen führt durch den Naturpark »Am Stettiner Haff« mit auffällig vielen Buchen.

Wir verlassen den Wald und halten auf einer kleinen Anhöhe. Der Blick auf das beschauliche Örtchen Klepelshagen ist jetzt frei. Wir können die ersten Wirtschaftsgebäude, landwirtschaftliches Gerät und ganz hinten auch die Manufaktur ausmachen. Rundherum liegen Wiesen, Weiden und landwirtschaftliche Nutzflächen. Sie werden durchbrochen von Waldstücken, Bächen, Teichen und Sümpfen. Ein Weiderind sehen wir erst einmal nicht. Ein Blick aus der Vogelperspektive verrät warum: Die Rinder vom Gut Klepelshagen haben jede Menge Platz und gehen ihrer eigenen Wege.

Das Weiderind vom Gut Klepelshagen hat viel Platz zum Grasen.
Das Weiderind vom Gut Klepelshagen hat viel Platz zum Grasen.

Als wir in den Ort Klepelshagen einfahren, fällt sofort die Omnipräsenz der Deutschen Wildtierstiftung auf. Die gemeinnützige Organisation zum Schutz der heimischen Wildtiere und ihrer Lebensräume unterhält hier auf rund 2.500 Hektar Land ein Gut mit Forst- und Jagdwirtschaft sowie einer wildtierfreundlichen Landwirtschaft. Darüber hinaus betreibt die Stiftung das Informationszentrum »Botschaft der Wildtiere« und ganz in der Nähe auch das Naturerlebniszentrum »Haus Wildtierland«. Auf einem Wegweiser mit vielfältigen Attraktionen entdecken wir auch die Gourmet Manufaktur. Wir sind am Ziel.

Die Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen und die Deutsche Wildtierstiftung – Hand in Hand für den Naturschutz und eine artgerechte Weidehaltung.
Die Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen und die Deutsche Wildtierstiftung – Hand in Hand für den Naturschutz und eine artgerechte Weidehaltung.

Arbeiten in einer Umgebung wie andere gerne Urlaub machen

Die Gourmet Manufaktur, kurz GMGK, liegt am Ortsausgang. Uns fasziniert sofort der weiträumige Ausblick in die freie Natur und die herrliche Ruhe. Das Betriebsgebäude ist sehr liebevoll hergerichtet. Alles ist sauber und erfüllt ohne Zweifel jedes kindliche Klischee von der Idylle eines Ponyhofs. Ein stattliches Geweih an der Fassade erinnert uns an das Hinweisschild auf die Bromer Berge. Direkt hinter dem Gebäude grenzen die Weideflächen für die Rinder an.

Innerhalb weniger Minuten haben wir den Großteil der hier Arbeitenden kennengelernt. Es herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre. Begrüßt werden wir sehr herzlich und mit einem Glas Switchel. Damit haben wir nicht gerechnet. Hat da etwa jemand auf unserer Website die Rezepte durchstöbert? 😉

Hashimoto & Co. zu Besuch in der Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen – Ein Arbeitsplatz inmitten geschützter Natur und ländlicher Idylle.
Hashimoto & Co. zu Besuch in der Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen – Ein Arbeitsplatz inmitten geschützter Natur und ländlicher Idylle.

Wie das Wort Manufaktur schon sagt: In der GMGK gibt es keine großen Produktionsanlagen oder Maschinen. Alle Räume sind eher klein, aber sehr professionell mit modernen Geräten zur Herstellung von Lebensmitteln ausgestattet. Produziert wird nur in kleinen Tranchen. Pro Woche werden nicht mehr als ein bis zwei Rinder geschlachtet.

Traditionelle Fleischerei-Handwerkskunst mit Verantwortungsbewusstsein für Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit

Wir fragen Oliver Kohrs, Co-Geschäftsführer der Gourmet Manufaktur, was ihn am Sitz seines Unternehmens – tief im mecklenburgischen Hinterland, fernab von jeglichem urbanen Treiben – so fasziniert und an eine wirtschaftliche Tragfähigkeit glauben lässt. Was folgt ist ein Plädoyer für den Erhalt unserer Umwelt, für Artenschutz, für verantwortungsvolle Tierhaltung.

Oliver Kohrs spricht nicht von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen oder Profit. Stolz berichtet er stattdessen vom Erhalt der Kolonie Trauerseeschwalben, die es hier nur noch gibt, weil auf dem Hinterwiesenweiher in Klepelshagen eine künstliche Brutinsel errichtet wurde. Seine Augen leuchten als er vom »Tal der Hirsche« erzählt, einer etwa 100 Hektar großen geschützten Fläche, wo sich im September nur wenige Minuten von der Manufaktur entfernt Rothirsche spektakuläre Brunftkämpfe liefern.

Man spürt förmlich die Leidenschaft und die tiefe Verbundenheit mit der Natur, wenn Oliver Kohrs von verantwortungsbewusster und nachhaltiger Landwirtschaft spricht. Er nennt dazu Bespiele wie die späte Maht erst nach dem 20. Juni, wenn Jungvögel, Rehkitze und andere Tiere mobil genug sind, um nicht den Maschinen zum Opfer zu fallen. Zum Schutz der Amphibien, Reptilien und Insekten wird auf Gut Klepelshagen statt in 6 bis 8 Zentimeter Höhe in 12 bis 15 Zentimetern über dem Boden geschnitten. Wir sind beeindruckt von so viel Emotionalität. Gleichzeitig breitet sich in uns das gute Gefühl aus unter Gleichgesinnten zu sein.

Die Forderung zur Nachhaltigkeit hört in der Gourmet Manufaktur auch beim Versand nicht auf. So werden etwa vollkommen biologisch abbaubare Isolierverpackungen aus reinem Stroh benutzt. Wir haben bei unserer ersten Bestellung nicht schlecht gestaunt und waren hellauf begeistert. Mit DHL GoGreen wird der Versand klimaneutral gestaltet. In diesem Programm gleicht DHL die transportbedingten Treibhausemissionen durch Klimaschutzprojekte aus.

Mit Fleisch vom Weiderind und Wild aus Klepelshagen kannst du dich artgerecht und nachhaltig ernähren

Die Rinder leben in Klepelshagen artgerecht, unter freiem Himmel, in Herden, friedlich grasend, ohne Jagddruck durch Fressfeinde und ohne Notzeiten. Ist die Zeit gekommen, wird ein Tier direkt von der Weide zur Schlachtung in die Manufaktur geführt. Kein Transport, kein Stress, kein Todeskampf. Besser kann man eine Nutztierhaltung kaum umsetzen.

Natürlich ist die Gourmet Manufaktur ein Wirtschaftsunternehmen und muss sich am Markt behaupten. Das Konzept der Weidehaltung von Rindern und die Erzeugung hochqualitativer Fleischprodukte stehen hier aber im Einklang mit den Zielen der Deutschen Wildtierstiftung. Profit wird nicht auf Kosten der Umwelt erzeugt. Rinder haben die fantastische Eigenschaft, aus für den Menschen nicht nutzbarem Gras wertvolles Protein zu erzeugen. In artgerechter Weidehaltung erfolgt das übrigens ohne Klimaschäden und Emissionen. In der Gourmet Manufaktur werden daraus tolle Produkte erzeugt, ebenso aus dem auf dem Gut erlegten Wild. So finden sich auf der Produktseite der GMGK nicht nur Tafelspitz, Rib Eye oder Tomahawk vom Klepelshagener Bio-Weiderind, sondern auch Wildbratwurst, Wildschweinlachs oder Hirschsteak. Auf Anfrage gibt es sogar Wild aus Jagd mit bleifreier Munition.

Ein Ziel des Unternehmens liegt natürlich in der vollständigen Vermarktung der Rinder. Neben vielen wertvollen Fleischteilen sind da ja noch sehr nährstoffreiche Organe wie Leber oder Herz. Aus den Knochen lässt sich eine besonders gesunde Knochenbrühe kochen. Bei uns rennt Oliver Kohrs hiermit offene Türen ein. Wir sind seit langem Fans der Klepelshagener Rinder, ganz im Einklang mit dem Autoimmunprotokoll.

Schließlich sehen wir sie doch noch, die Weiderinder aus Klepelshagen

Lange nachdem sich die übrige Belegschaft längst in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet hat, ist Oliver Kohrs an diesem Tag noch mit uns unterwegs. Wir bekommen eine exklusive Tour durch das Gut und sehen die Orte mit eigenen Augen, von denen wir zuvor so leidenschaftlich erfahren haben. Doch allmählich wird es auch für uns Zeit zum Aufbrechen, schließlich fahren wir noch zwei Stunden zurück nach Hause. Buchstäblich in letzter Minute tauchen sie dann doch noch auf, unsere heimlichen Stars – die Weiderinder vom Gut Klepelshagen. Von der Wiese sehen sie neugierig und ohne jede Scheu zu uns hinüber. Ihr Fell glänzt und wir freuen uns darüber, wie gesund und kraftvoll diese schönen Tiere aussehen. Der perfekte Abschluss für einen Tag, dessen Eindrücke uns noch lange bewegen werden.

Weiderinder beim Grasen auf dem Gut Klepelshagen.
Die Weiderinder vom Gut Klepelshagen grasen auf großzügigen Flächen inmitten geschützter Natur und leben artgerecht in Herden.

Probiere die Produkte der Gourmet Manufaktur und spare 10 Prozent mit unserem exklusiven Rabattcode

Wir möchten gerne einen Beitrag zur regenerativen Landwirtschaft, zur Weidehaltung und dabei gleichzeitig zu deiner Gesundheit leisten. Dieser informative Artikel ist ein Anfang dazu. Als begeisterte Fans der Fleischprodukte aus der Gourmet Manufaktur möchten wir dich gerne einladen, selbst zum Unterstützer einer artgerechten Nutztierhaltung zu werden und gleichzeitig in den Genuss besonders hochwertiger Fleischprodukte zu kommen. Darum freuen wir uns, dir einen Rabatt von 10 Prozent auf deine erste Bestellung anbieten zu können. Und so funktioniert es:

  1. Besuche die Produktseite der Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen
  2. Lege die Produkte deiner Wahl in den Warenkorb
  3. Gehe nicht zur Kasse, sondern klicke auf »Warenkorb bearbeiten«
  4. Markiere das Feld »Ich habe einen Gutschein«
  5. Gib unseren exklusiven Gutscheincode »Hashimoto10« ein und bestätige auf dem Pfeil
  6. Wechsle nun auf das Feld »Zur Kasse« und folge den Anweisungen zur Eingabe deiner persönlichen Daten
  7. Freue dich auf tolle Fleischprodukte

Weidehaltung auf dem Gut Klepelshagen – Zahlen und Fakten

Bestand

  • Zwischen 300 und 400 Rinder der Rasse Deutsch Angus

Weide

  • Von Frühjahr bis Herbst auf den Flächen der Deutschen Wildtier Stiftung auf dem Gut Klepelshagen. Diese sind entweder:
  • Dauergrünflächen mit Wiesengräsern und -kräutern oder
  • Bioland-zertifizierte Ackerflächen mit einjährigem oder mehrjährigem Kleegras, teilweise auch mit Luzerne/Gras Gemenge. Es werden keine chemisch-synthetischen Mineraldüngemittel und keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
  • Im Winter leben die Herden im Offenstall und werden bei trockenem Wetter auf die Weide geführt.

Winterfutter

  • Konserviertes Futter der genannten Weideflächen (Silage)
  • Biozertifizierte Mineralstoffmischungen der Firmen Bergophor und Vilomix in Form von Leckschalen
  • 1–2 Kilogramm Schrot pro Tag und Tier, bestehend aus Erbsen und Getreide aus eigenem Bioland-Anbau auf Gut Klepelshagen

Einsatz von Medikamenten

  • Kein Einsatz von Hormonen
  • Impfungen nur nach amtstierärztlicher Anweisung, wenn es solche gibt.
  • Krankheiten oder Störungen der Tiergesundheit werden mit homöopathischen Mitteln behandelt. Sollte ein Rind dermaßen erkranken, dass eine Antibiotika-Medikation nötig ist, so wird diese unter strenger tierärztlicher Aufsicht verabreicht. Für alle angewandten Medikamente gibt es eine vorgeschriebene Wartezeit bis zur Schlachtungsfreigabe. Bei Bio-Rindern ist eine Verdopplung der Wartezeit vorgeschrieben. Eventuelle Behandlungen werden in einem eigenen Herdenprogramm dokumentiert und durch die Bio-Kontrollstelle kontrolliert.

Schlachtung

  • Im Alter von 2 Jahren mit einem Gewicht von etwa 600 kg

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AIP Fleischbällchen Alfredo https://hashimoto-co.de/fleischbaellchen-alfredo https://hashimoto-co.de/fleischbaellchen-alfredo#comments Sat, 31 Aug 2019 21:59:50 +0000 https://hashimoto-co.de/?p=7076 Rezept für Fleischbällchen Alfredo (AIP∗Paleo∗Laktosefrei∗Glutenfrei) Eine unserer Leidenschaften besteht darin, wohlschmeckende Gerichte zu kreieren, die gleichzeitig auch im Einklang mit dem Paleo Autoimmunprotokoll stehen. Dieses Rezept für Fleischbällchen Alfredo ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Essen wohlschmeckend und zugleich nährstoffreich und gesund sein kann. Win win! Blumenkohl – Ein heimlicher Superstar Traditionelle Alfredo Saucen bestehen […]

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Rezept für Fleischbällchen Alfredo (AIPPaleoLaktosefreiGlutenfrei)

Eine unserer Leidenschaften besteht darin, wohlschmeckende Gerichte zu kreieren, die gleichzeitig auch im Einklang mit dem Paleo Autoimmunprotokoll stehen. Dieses Rezept für Fleischbällchen Alfredo ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Essen wohlschmeckend und zugleich nährstoffreich und gesund sein kann. Win win!

Blumenkohl – Ein heimlicher Superstar

Traditionelle Alfredo Saucen bestehen aus Sahne, Parmesan und Butter. Unsere AIP-konforme Version kommt ganz ohne diese Zutaten aus, ist aber dennoch wunderbar cremig und lecker. Wieder einmal steckt einer der heimlichen Superstars unter den Gemüsen hinter dem Geheimnis: Der Blumenkohl. Er ist unglaublich vielseitig und hat uns schon in so tollen Rezepten wie der AIP Pizza oder Blumenkohlreis gute Dienste geleistet.

Unsere AIP Alfredo Sauce ist im Nu zubereitet. Ihre angenehm würzige Note bekommt sie durch die Verwendung von Hefeflocken und Fischsauce.

Fleischbällchen – bei uns nur aus artgerecht erzeugtem Bio-Rindfleisch

Gerade für uns Autoimmunerkrankte sind hochwertige Proteine besonders wichtig. Wir verwenden für unsere leckeren Fleischbällchen nur Rinderhackfleisch aus artgerechter Weidehaltung, frei von Antibiotika und Pestizidrückständen.


Unser Einkaufs-Tipp: Weidefleisch von der Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen. Mehr Informationen dazu erhältst du in diesem Artikel.


Unsere Fleischbällchen bekommen durch die hinzugefügten Kräuter ihre italienische Note und werden ganz einfach im Backofen gebacken. Kochen kann so einfach sein. 🙂

Guten Appetit!

Fleischbällchen Alfredo (AIP∗Paleo∗Laktosefrei∗Glutenfrei)*

Vorbereitungszeit: 20 Minuten

Kochzeit: 30 Minuten

Gesamtzeit: 50 Minuten

Kategorie: Autoimmunprotokoll (AIP)

Cuisine: Italienisch

Portionen: 2 Portionen

Pfanne mit Fleischbällchen Alfredo und Zoodles

Unsere AIP-konforme Version des italienischen Originals Pasta Alfredo: Zucchini-Nudeln mit einer Sauce auf Basis von Blumenkohl und Hefeflocken.

Zutaten

    Zutaten Fleischbällchen
  • 250 g Rinderhackfleisch
  • 2 EL Petersilie, tiefgefroren oder frisch, fein gehackt (+extra zum garnieren)
  • 2 EL Basilikum, tiefgefroren oder frisch, fein gehackt
  • 1 EL Zwiebeln, tiefgefroren oder frisch, fein gehackt
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 TL Ur-Salz
    Zutaten Alfredo Sauce
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 kleine Schalotte, geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen, geschnitten
  • 350 g Blumenkohl, mundgerechte Stücke
  • 200 ml Knochenbrühe oder Wasser
  • 1 TL Ur-Salz
  • 1 TL Fischsauce (glutenfrei, ohne Zusatzstoffe)
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 3 EL Hefeflocken (glutenfrei)
    Zutaten Zucchininudeln
  • 1 große Zucchini (400 g)
  • 2 EL Olivenöl
    TIPP: Weitere AIP-freundliche Nahrungsmittel und vieles mehr findest Du in unserem AIP-Shop.

Anleitung

    Fleischbällchen
  1. Heize den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor.
  2. Vermische das Hackfleisch mit der Petersilie, Basilikum, Zwiebeln, Knoblauchpulver und dem Salz mit einer Küchenmaschine.
  3. Forme mit angefeuchteten Händen sechs gleich große Fleischbällchen. Nutze zum portionieren einen Esslöffel.
  4. Verteile die Fleischbällchen auf dem Backblech und lasse sie für 20 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen backen oder bis sie gar sind.
  5. Schalte die Grillfunktion deines Backofens ein und grille die Fleischbällchen für 1 – 2 Minuten.
    Alfredo Sauce
  1. Brate Schalotte und Knoblauch in einem Kochtopf bei mittlerer Hitze in dem Olivenöl für 2 – 3 Minuten an.
  2. Gib die Knochenbrühe oder das Wasser hinzu sowie den Blumenkohl und lasse alles für ca. 10 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln.
  3. Lasse alles für ein paar Minuten abkühlen und püriere in deinem Standmixer durch bis eine cremige Konsistenz entsteht.
  4. Füge Salz, Fischsauce Zitronensaft und Hefeflocken hinzu und mixe noch mal alles gut durch.
    Zucchininudeln
  1. Schneide die Zucchini mit einem Spiralschneider in Nudeln (das funktioniert auch mit einem Sparschäler, dann werden die Nudeln aber breiter).
  2. Brate die Zucchininudeln in 2 EL Olivenöl in der Pfanne für 2- 3 Minuten an.
  3. Teile die Zucchininudeln auf zwei Teller auf, gib die Alfredo Sauce und Fleischbällchen hinzu und garniere mit Petersilie.

Anmerkungen

*Dieses Rezept enthält Amazon-Partner-Links. Wenn du über einen Partnerlink einkaufst, zahlt Amazon uns eine kleine Provision. Du bezahlst in diesem Fall selbstverständlich NICHT mehr – du unterstützt uns dadurch aber bei unserer Arbeit an diesem Blog. Lieben Dank für deine Wertschätzung!

https://hashimoto-co.de/fleischbaellchen-alfredo

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Starte hier, herzlich willkommen! https://hashimoto-co.de/herzlich-willkommen https://hashimoto-co.de/herzlich-willkommen#comments Fri, 23 Aug 2019 03:10:02 +0000 http://hashimoto-co.de/?p=21 Hallo! Ich bin Sabrina und ich lebe mit Hashimoto-Thyreoiditis. Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, die zur chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Eine fehlgeleitete Immunreaktion meines Körpers zerstört fortlaufend gesundes Schilddrüsengewebe und es kommt zur Unterfunktion dieses Organs. Durch diese Autoimmunerkrankung war ich praktisch mein ganzes Leben lang gezwungen, täglich Hormone einzunehmen. Meine Erkrankung wurde sehr früh […]

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Hallo! Ich bin Sabrina und ich lebe mit Hashimoto-Thyreoiditis.

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, die zur chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Eine fehlgeleitete Immunreaktion meines Körpers zerstört fortlaufend gesundes Schilddrüsengewebe und es kommt zur Unterfunktion dieses Organs.

Durch diese Autoimmunerkrankung war ich praktisch mein ganzes Leben lang gezwungen, täglich Hormone einzunehmen. Meine Erkrankung wurde sehr früh erkannt und ich habe schnell die richtige Dosierung des Schilddrüsenhormons gefunden. Ich war also zeitlebens “gut eingestellt”, wie es im ärztlichen Fachjargon heißt. Viele Betroffene haben dieses Glück nicht und leiden zum Teil an dramatischen Veränderungen ihres Körpers. Das blieb mir erspart.

Alle meine behandelnden Ärzte haben stets klar gemacht, dass ich mein gesamtes Leben lang von der Einnahme der Schilddrüsenhormone abhängig sein werde. Sie schienen alle fachkompetent und ich habe ihre Meinung nicht hinterfragt. Es gab weder nähere Erklärungen zu meiner Autoimmunerkrankung noch gezielte Hinweise zur Ernährung oder zu einem bestimmten Lebensstil. Vor allem gab es eines nicht: die Information, dass man Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto mit gezielter Ernährung deutlich lindern kann. Stets hieß es:

Nehmen sie ihre Medikamente, dann können sie gut mit ihrer Krankheit leben!

Mittlerweile habe ich realisiert, dass die Ursachen von Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto noch nicht ausreichend verstanden sind. Niedergelassene Mediziner wissen viel zu wenig über die Hintergründe dieser Erkrankungen!

Auf gezielte Fragen erhält man darum als Betroffener von Ärzten in der Regel nur ausweichende oder gar keine Anworten. Leider sehen die meisten Mediziner aber scheinbar auch keine Veranlassung, sich fortzubilden oder selbst zu forschen. Die Pharmaindustrie hat einen Lösungsansatz für das Phänomen parat: lebenslange Medikamenteneinnahme. Damit ist die Sache klar, Problem gelöst. Ärzte können so den Anforderungen der Wirtschaftlichkeit einer Praxis eher entsprechen als den Bedürfnissen ihrer unaufgeklärten Patienten.

Mit den Jahren habe ich mich gefragt: »Kann man wirklich nichts gegen eine Autoimmunerkrankung tun?« Die zunehmenden Zweifel daran wurden nicht zuletzt auch durch meine positiven Erfahrungen mit unterschiedlichen Ernährungsformen ausgelöst.

Mein Ehemann René ist Personal Trainer mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Er hat Ernährungswissenschaften und Biologie studiert. Mit diesem Hintergrund waren ein gesunder und aktiver Lebensstil sowie qualitativ hochwertige Nahrung vom Anfang unserer Beziehung an Selbstverständlichkeiten.

Mit der Geburt unserer Tochter haben wir uns noch intensiver mit dem Einfluß der täglichen Nahrung auf unseren Körper beschäftigt. Gerade für den noch unbelasteten und schnell wachsenden Körper unseres Kindes wollten wir die bestmögliche Versorgung sicherstellen.

Bei unseren regelmäßigen Recherchen und durch die zunehmende Verbreitung gerade unter Sportlern wurden wir auf das Konzept der Paleo-Ernährung aufmerksam. Paleo entspricht ganz und gar nicht der Standardernährung in Deutschland.

Diese Ernährungsform folgt auch nicht den gängigen Empfehlungen zur gesunden Ernährung hierzulande. Dennoch entspricht das Paleo-Konzept in wesentlichen Zügen unseren persönlichen Idealen einer Ernährung, die den Körper optimal für eine hohe Leistungsfähigkeit und Fitness versorgt.

Gerade in den USA ist die Paleo-Ernährung längst zu einem Trend geworden. Man findet dort sehr viele Informationen und eine große Bandbreite von Autoren.

Unter ihnen befindet sich auch eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern und Autoimmunerkrankten gleichermaßen, die aus dem Paleo-Konzept eine Ernährung zur Behandlung von entzündungsbedingten Autoimmunerkrankungen ableiten.

Nur wenn man sich die Mühe macht, die Ursache von körperlichen Beschwerden zu finden, hat man eine reale Chance, diese auch dauerhaft zu lindern. Darum steht das wissenschaftlich erprobte Konzept einer Ausschlussdiät am Anfang dieser Ernährungsform. Man nennt es das Autoimmunprotokoll (AIP).

Die unglaublichen und weltweiten Berichte vieler Autoimmunerkrankter, die mit dem AIP deutliche Verbesserungen bis hin zu vollständigen Remission ihrer Erkrankungen erreicht haben, ließen meine Zweifel am ärztlichen Umgang mit meiner Krankheit weiter wachsen.

Ein Leben lang abhängig von Medikamenten? Nein, danke!

Durch die Neugier und daraus resultierenden Erfahrungen vieler Betroffener unterschiedlichster Autoimmunerkrankungen ist das Autoimmunprotokoll (AIP) entstanden.

Es beschreibt Richtlinien einer Ausschlussdiät, welche den Körper mit gesunder und nährstoffdichter Nahrung versorgen und gleichzeitig all jene Nahrungsmittel ausschließen soll, welche die eigene Gesundheit und insbesondere das Immunsystem potentiell gefährden.

Viele Betroffene auf der ganzen Welt konnten durch diese Nahrungsumstellung ihre Beschwerden stark mindern und sich zum Teil gänzlich von der Einnahme von Medikamenten befreien!

Im deutschsprachigen Raum ist das AIP bisher kaum bekannt. Auch meine behandelnden Ärzte wissen nichts darüber, sind aber durchaus interessiert an neuen Erkenntnissen. Also teste ich das Autoimmunprotokoll derzeit im Selbstversuch und dokumentiere hier live meine Erfahrungen.

Neben dem Wunsch, meine Symptome damit bis zur Remission zu reduzieren oder zumindest die Menge der notwendigen Medikamente stark herunterfahren zu können, hoffe ich, auch anderen Erkrankten wertvolle Anregungen und Hilfe geben zu können.

Der Einfluß der Nahrung auf den Körper ist vielen Menschen überhaupt nicht bewußt. Mit diesem Blog möchte ich etwas zur Aufklärung betragen und allen Mut machen, die ihre Krankheit nicht akzeptieren wollen. Auch du kannst deine Autoimmunerkrankung selbst aktiv managen! Konzepte und Hilfe dazu findest du hier in weiteren Artikeln.

Ich nehme das Management meiner Autoimmunerkrankung jetzt selbst in die Hand!

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AIP, aber wie? Mit dieser Vorbereitung startest du erfolgreich in die Eliminierung. https://hashimoto-co.de/autoimmunprotokoll-ratgeber-band-1 https://hashimoto-co.de/autoimmunprotokoll-ratgeber-band-1#comments Thu, 22 Aug 2019 16:38:58 +0000 http://hashimoto-co.de/?p=2897 »Wo fange ich nur an?« Wer hierzulande eine Autoimmunerkrankung hat und erstmals vom Autoimmunprotokoll (AIP) hört ist schnell begeistert. Die Erfolgsgeschichten in Bestsellern und Webseiten wecken Hoffnung. Sowohl das Konzept der Paleo-Ernährung als auch das Prinzip einer Eliminationsdiät sind ziemlich einleuchtend. Die Aussicht auf verbesserte Symptome oder gar die Remission einer Erkrankung, lediglich durch simple […]

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»Wo fange ich nur an?«

Wer hierzulande eine Autoimmunerkrankung hat und erstmals vom Autoimmunprotokoll (AIP) hört ist schnell begeistert. Die Erfolgsgeschichten in Bestsellern und Webseiten wecken Hoffnung. Sowohl das Konzept der Paleo-Ernährung als auch das Prinzip einer Eliminationsdiät sind ziemlich einleuchtend. Die Aussicht auf verbesserte Symptome oder gar die Remission einer Erkrankung, lediglich durch simple Nahrungsumstellung, motiviert zum Ausprobieren. Wer sich dann aber auf die Suche nach Informationen macht, ist häufig ganz schnell von der Masse fachwissenschaftlicher Fakten zum AIP erschlagen. Vielleicht geht es dir genauso? Jetzt gibt es einen deutschen Autoimmunprotokoll Ratgeber für die Praxis.

Es ist toll, ganz in die Wissenstiefen des Immunsystems und der Verdauung vordringen zu können, wenn man sich dem gewachsen fühlt und Fragen hat. Was aber, wenn Schmerzen, Brain Fog oder ähnliches dir nicht genügend Energie dafür lassen?  Sehnst du dich stattdessen eher nach einer leicht verständlichen, übersichtlichen und praktischen Anleitung? Fragst du dich, ob du vor dem AIP zum Arzt gehen musst, worauf du konkret beim Nahrungsmittelkauf achten solltest oder wie du überhaupt mit dem ganzen Mehraufwand für Einkaufen, Vorbereiten und Kochen fertig werden sollst? Diese Fragen kennen wir nur all zu gut, denn wir haben vor der gleichen Herausforderung gestanden!

Wäre es nicht schön in dieser Situation jemanden um Rat fragen zu können, der schon einmal durch den ganzen Prozess des Autoimmunprotokolls gegangen ist? Wir meinen, statt das Rad immer wieder neu erfinden zu müssen, sollten Betroffene ihre Erfahrungen teilen und mehr Praktisches voneinander lernen können. Genau aus diesem Grund haben wir begonnen, einen mehrbändigen Autoimmunprotokoll Ratgeber für dich zu schreiben. Der erste Band ist nun fertig und bereitet dich in unseren Augen optimal auf die Eliminierungsphase des AIPs vor.

Unser Autoimmunprotokoll Ratgeber wird dir wie ein guter Freund mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Der deutsche Praxis-Ratgeber zum Autoimmunprotokoll. Kompakt. Umfassend. Leicht verständlich. In 10 Kapiteln Schritt für Schritt durch alle Aspekte einer intensiven Vorbereitung auf das Paleo-Autoimmunprotokoll. Von Betroffenen für Betroffene. Gesünder.Besser.Leben. Autoimmunprotokoll Ratgeber
Deine praktische Anleitung für eine optimale Vorbereitung auf die Eliminierungsphase.

Man könnte meinen jeder wäre mühelos in der Lage das Autoimmunprotokoll zu meistern. Hinsichtlich der Nahrungsmittelauswahl sind die Regeln ja vollkommen klar und ohne Interpretationsspielraum. Lediglich Disziplin ist gefragt, oder?

Ganz so einfach ist es leider doch nicht. Allein mit einer Positivliste gesunder Nahrungsmittel in Händen kommst du eben nicht automatisch zu einer nährstoffdichten und zugleich auch ausgewogenen Ernährung. Der Teufel steckt wie so häufig im Detail.

Wieviel Fleisch oder Fisch ist genug, um den täglichen Eiweißbedarf zu decken? Mit welcher Obstmenge ist der Darm bereits mit Fruktose überfrachtet? Bekomme ich während des AIPs ohne Nahrungsergänzungsmittel genügend Vitamine und Mineralstoffe?

Bevor du dir diese wichtigen Detailfragen stellen kannst, solltest du aber erst einmal mit einer grundlegenden und unter Umständen erfolgsbestimmenden Vorbereitung anfangen. Dafür geben wir dir in 10 Kapiteln viele wertvolle und praktische Hinweise, von der Küchenorganisation bis zum Einkauf, von empfehlenswerten Untersuchungen bis zum optimalen Selbstmanagement.

Wir möchten dir dabei helfen, aus deiner ganz persönlichen Erfahrung mit dem Autoimmunprotokoll eine Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

Seit wir selbst zum ersten Mal vom Autoimmunprotokoll erfahren haben, sind wir vom Potential dieses Konzepts für ein selbständiges Gesundheitsmanagement überzeugt und begeistert. Als Autoimmunerkrankte und Gesundheitsexperte verbringen wir seitdem den größten Teil unserer Freizeit mit sämtlichen Aspekten des AIPs, von der Ernährung bis zum gesamten Lebensstil. Dabei haben wir sehr viel gelernt. Unsere Erfahrungen geben wir im Praxishandbuch an dich weiter, denn wir möchten, dass du mit dem Autoimmunprotokoll gesünder und damit besser leben kannst.

Unser Autoimmunprotokoll Ratgeber enthält viele hilfreiche Tabellen, Listen, Übersichten und Grafiken. Außerdem haben wir auf eine übersichtliche Kapitellänge und leicht verständlichen Texte geachtet.

Ein Blick in unser Autoimmunprotokoll Praxishandbuch Band 1: Vorbereitung auf das AIP

Autoimmunprotokoll Ratgeber
Autoimmunprotokoll Ratgeber

Haben wir dich neugierig gemacht? Hier gibt es noch mehr Informationen für dich.

Hast du Verwandte oder Freunde mit einer Autoimmunerkrankung? Dann erzähle ihnen bitte vom Autoimmunprotokoll, denn es kann ihnen so viel mehr Lebensqualität geben. Vielen Dank dafür!

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Was ist das Autoimmunprotokoll (AIP) und für wen ist es geeignet?

In diesem Artikel findest du alle grundlegenden Informationen zum Thema Paleo-Autoimmunprotokoll, kurz AIP. Du möchtest wissen, wie das Autoimmunprotokoll dir dabei helfen kann, Unverträglichkeiten, Allergien oder Autoimmunerkrankungen zu lindern und aktiv zu managen? Hier erhältst du Antworten. Dieser Artikel ist lang und hat deshalb ein Inhaltsverzeichnis. Mit einem Klick auf die Überschriften darin kannst du direkt an die gewünschte Stelle springen.

Inhalt

Das Autoimmunprotokoll basiert auf den Grundsätzen der Paleo-Ernährung

Der Begriff »Autoimmunprotokoll« klingt im Deutschen etwas technisch und ist zunächst schwer greifbar. Er geht auf die englische Bezeichnung »Paleo Autoimmune Protocol« zurück, wobei »Protocol« im Sinne eines Ernährungsplanes zu verstehen ist. Im amerikanischen wie auch im deutschen Sprachraum wird das Autoimmunprotokoll kurz »AIP« genannt.

Das AIP basiert auf den Grundsätzen der Paleo-Ernährung. Gegessen werden also nur natürliche und unverarbeitete Nahrungsmittel. Die Auswahl ist dabei den Bedingungen der Altsteinzeit (Paläolithikum) nachempfunden, soweit wir dem heute noch entsprechen können.

Das bedeutet den Verzicht auf Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Milchprodukte. Sie spielten vor einer Million Jahren praktisch keine Rolle in der Ernährung unserer Vorfahren. Konsequenterweise wird natürlich auch auf alle industriell verarbeiteten Nahrungsmittel verzichtet. Diese Form der Ernährung verspricht eine optimale Versorgung des Körpers mit Nährstoffen, bei gleichzeitig sehr geringer Aufnahme von Schadstoffen.

Das Autoimmunprotokoll (AIP) ist eine zeitlich begrenzte Ernährungstherapie

Im Gegensatz zum Paleo-Lifestyle-Konzept ist das Autoimmunprotokoll (AIP) nicht zur dauerhaften Umsetzung im Sinne eines gesunden Ernährungsstiles gedacht. Es ist dazu auch nicht geeignet. Vielmehr handelt es sich beim AIP um eine zeitlich begrenzte Ernährungstherapie mit zahlreichen Nahrungsmittelausschlüssen. Man spricht daher auch von einer Eliminationsdiät. Sie wurde für Personen mit Autoimmunerkrankungen und nahrungsmittelbedingten Unverträglichkeitsreaktionen entwickelt.

Bei strikter Umsetzung der Richtlinien lassen sich mit dem Autoimmunprotokoll Nahrungsmittel identifizieren, auf die der Körper zwar nicht allergisch im streng medizinischen Sinne reagiert, die aber diverse Unverträglichkeitssymptome auslösen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen im AIP viel weitreichendere Einschränkungen der Ernährung gefordert werden, als es beim Paleo-Konzept der Fall ist.

Wie der Name schon vermuten lässt, richtet sich das Autoimmunprotokoll (AIP) also vor allem an Personen mit Autoimmunerkrankungen. Das sind allein in Deutschland mehrere Millionen Betroffene – und du bist möglicherweise eine(r) von ihnen.

Die wissenschaftlichen Grundlagen zum Autoimmunprotokoll leicht verständlich

Wie Fremdstoffe dein Immunsystem überlasten

Nach aktuellem Wissensstand haben Autoimmunerkrankungen mehrere Ursachen. Maßgeblich ist eine genetische Veranlagung. Ausschlaggebend für die Intensität möglicher Symptome ist in der Regel eine geschädigte Darmbarriere. Als zusätzliche Auslöser wirken unterschiedlichste Umweltfaktoren. Man nennt sie auch Trigger. Wie hängen diese Faktoren zusammen?

Das Risiko, eine Autoimmunerkrankung bei vorhandener Veranlagung auch tatsächlich auszuprägen, wird durch ein regelmäßiges Eindringen von Fremdstoffen in deinen Organismus stark erhöht. Dabei könnte es sich zum Beispiel um unverdaute Bestandteile deiner Nahrung handeln. Gluten ist hier ein sehr prominentes Beispiel. Ein weiteres Beispiel wären Schwermetalle wie Quecksilber. Diese Substanzen lösen in deinem Körper permanent Abwehrreaktionen des Immunsystems aus. Diese Abwehrreaktionen kennst du unter dem Begriff Entzündung.

Einer Dauerbelastung durch Trigger ist dein Immunsystem langfristig nicht gewachsen. Es beginnt Fehler bei der Erkennung von Fremdstoffen zu machen. Bei entsprechender Fehlinterpretation kommt es plötzlich zum Angriff auf körpereigenes Gewebe. Diesen selbstzerstörerischen Akt nennt man eine Autoimmunreaktion.

Dabei kann grundsätzlich jedes deiner Gewebe Opfer eines solchen Angriffs werden. Im Falle einer Hashimoto-Thyreoiditis wird das Schilddrüsengewebe zerstört, bei rheumatoider Arthritis sind die Gelenke entzündet und bei multipler Sklerose trifft es das Nervensystem.

Der Darm als Tor zum Körperinneren

Die Eintrittspforte für Fremdstoffe in deinen Körper ist der Darm. Dieses wichtige Organ erfüllt die schwierige Aufgabe, sämtliche Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei in deinen Körper zu schleusen. Was biologisch nicht notwendig oder sogar gefährlich ist soll bei diesem Prozess außen vor bleiben.

Die Schleimhaut des Darms bildet dazu eine Barriere zwischen dem Darminhalt und deinem Körperinneren. Ist sie beschädigt, kann sie diese Funktion nicht mehr vollständig ausüben. Es entstehen Lücken in der Abwehrmauer. Der Darm wird sozusagen undicht und lässt nun auch Fremdstoffe passieren. Diesen Zustand eines undichten Darms bezeichnet man als Leaky-Gut-Syndrom.

Aufliegend auf der Darmschleimhaut bilden Bakterien eine weitere schützende Schleimschicht, die Mucosa. Sie verhindert das Eindringen von schädlichen Bakterien, Pilzen, Viren und Allergenen. Gelingen kann das aber nur, wenn die Gesamtheit der im Darm lebenden Mikroorganismen gesund ist. Wir sprechen dann von einer intakten Darmflora.

Jegliche Beeinträchtigung des Darms kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Aus diesem Grund ist hier der größte Teil der Immunabwehr lokalisiert. Dies erklärt, warum allergische Reaktionen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei einer Barrierefunktionsstörung so unmittelbar und intensiv ausfallen können.

Das Autoimmunprotokoll (AIP) dient der Regeneration des Magen-Darm-Trakts und entlastet das Immunsystem

Die Ausprägung von Autoimmunerkrankungen ist eng mit gesundheitlichen Störungen des Darms verbunden. Aus diesem Grund ist das Autoimmunprotokoll sehr stark auf eine Regeneration des Magen-Darm-Trakts ausgerichtet. So wird schließlich auch dein Immunsystem entlastet.

Die Regeneration des Darms beginnt mit der Eliminationsphase. Sie baut auf den Regeln der Paleo-Ernährung auf. Um alle Nahrungsmittel mit bekanntem Reaktionspotential auszuschließen, musst du dich in dieser ersten Protokollstufe aber noch stärker einschränken. Konkret bedeutet das den Verzicht auf Nachtschattengewächse, Eier, Nüsse und Samen. Darüber hinaus sind sämtliche Lebensmittelzusatzstoffe, raffinierte Nahrungsmittel und vor allem darmschädigende Medikamente zu meiden.

Fremdstoffe können schon in geringen Dosen und selbst bei nur einmaliger Aufnahme deutliche und anhaltende Immunreaktionen auslösen. Darum ist es sehr wichtig, dass du während der Eliminationsphase alle geforderten Einschränkungen konsequent und ohne jede Ausnahme erfüllst.

Leider treten in manchen Fällen selbst Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel von der Positivliste auf. Ein häufig genanntes Beispiel ist die Kokosnuss.

Im Autoimmunprotokoll ist eine hohe Nährstoffdichte besonders wichtig

Bei richtiger Zusammenstellung der AIP-konformen Nahrungsmittel ist deine Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen möglich. Das setzt voraus, dass du dich aktiv mit deinen Nahrungsmitteln auseinandersetzt. Dazu gehört einerseits die Entscheidung für eine möglichst hohe Qualität deiner Nahrung. Andererseits stehen auch die Menge und Vielfalt an Mikronährstoffen in deinen Nahrungsmitteln über deinen geschmacklichen Vorlieben. Hier muss es auch nicht notwendigerweise einen Konflikt geben. Unter natürlichen Umständen wird dir schmecken, was dein Körper gerade braucht. Die anfängliche Schwierigkeit liegt vielmehr im Verstehen der Signale deines Körpers.

Trotz allem Bemühen kann es Umstände geben, welche die zusätzliche, zeitweise Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln notwendig machen können.

Die Eliminationsphase gibt deinem Körper Zeit zur Regeneration

Um dein Immunsystem zu beruhigen und eine Regeneration einleiten zu können, solltest du mindestens 30 Tage in der Eliminationsphase bleiben. Wenn du sehr gut mit dem Autoimmunprotokoll (AIP ) zurecht kommst, dann sind drei Monate Elimination noch Erfolg versprechender. In manchen Erfahrungsberichten liest man aber auch von deutlich längeren Zeiträumen. Das ist keine leichte Aufgabe. Darum ist eine gute Vorbereitung auf das Autoimmunprotokoll (AIP) wesentlich für die erfolgreiche Durchführung.

Die Regeln für die Eliminationsphase im Autoimmunprotokoll

Du solltest vor allem jene Nahrungsmittel kennen, die AIP-konform sind. Das sind erstaunlich viele. Wir haben für dich einen praktischen AIP-Lebensmittel-Guide zum Abspeichern oder Ausdrucken vorbereitet. Du erhältst ihn gratis hier.

Der Vollständigkeit halber seien hier noch einmal die Ausschlüsse genannt:

In der Autoimmunprotokoll-Eliminationsphase verzichtest du auf Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, raffinierten Zucker, raffinierte Öle, Eier, Nüsse, Samen, Nachtschattengewächse und die davon abgeleiteten Gewürze, Nahrungsmittel mit potentieller Kreuzreaktion auf Gluten, Alkohol, Nicht-steroidale Entzündungshemmer, kalorienfreie Süßstoffe und sämtliche Lebensmittelzusatzstoffe.

Keine Angst! Das hört sich schrecklich an, ist aber sehr gut auszuhalten. Konzentriere dich auf jene Nahrungsmittel, die AIP-konform sind und lasse deiner Fantasie freuen Lauf. Darüber hinaus gibt es schon eine Vielzahl an Rezeptideen in Blogs und AIP-Büchern. Damit wirst du die Eliminationsphase ganz leicht bewältigen.

Für die optimale Vorbereitung auf das Autoimmunprotokoll (AIP) gibt es jetzt auch endlich ein Buch in deutscher Sprache und speziell für den deutschsprachigen Raum: Autoimmunprotokoll Praxishandbuch Band 1: Vorbereitung auf das AIP . 

In der Wiedereinführungsphase findest du heraus, was du nicht verträgst

Sobald sich deine ursprünglichen Symptome deutlich verbessert haben oder sogar vollkommen abgeklungen sind, kannst du nacheinander Nahrungsmittel für Nahrungsmittel systematisch und stufenweise wieder einführen. Diese zweite Stufe des Autoimmunprotokolls nennt man Wiedereinführungsphase.

In einem mühsamen aber notwendigen Prozess wirst du in dieser zweiten Phase des AIPs schließlich herausfinden, welche Nahrungsmittel du nicht verträgst. Die auftretenden Unverträglichkeitsreaktionen können dabei überraschend deutlich ausfallen. Entsprechende Nahrungsmittel gilt es dann zunächst konsequent zu meiden.

Zu einem späteren Zeitpunkt, nach erfolgter Regeneration oder gar Remission, ist eine erfolgreiche Wiedereinführung aber nicht gänzlich ausgeschlossen. Alle getesteten Nahrungsmittel ohne erkennbare Reaktionen kehren dauerhaft auf deinen Speiseplan zurück.

Dein persönliches Autoimmunprotokoll ist einzigartig

Das Autoimmunprotokoll (AIP) liefert dir mit seinen Regeln lediglich einen Handlungsrahmen. In der individuellen praktischen Ausgestaltung lässt das AIP dir einen großen Spielraum. So vielschichtig die Begleitumstände und Ursachen deiner Symptome sind, so individuell lässt sich auch deine Ernährung im Autoimmunprotokoll (AIP) gestalten und anpassen.

Detailfragen musst du eigenständig für dich beantworten. Du allein legst fest, wie viele Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße du zu dir nimmst. Auch die tägliche Sicherung einer ausreichenden Menge an Mineralstoffen und Vitaminen liegt in deiner Hand. Je mehr Wissen du dir zur Ernährung und zu den besonderen Erfordernissen deiner Erkrankung aneignen kannst, desto einfacher werden dir diese Entscheidungen schließlich fallen.

Die eine und optimale Ernährung für jede(n) Autoimmunerkrankte(n) gibt es nicht. Das Ergebnis deines persönlichen Autoimmunprotokolls ist ganz individuell und nur für dich allein zielführend.

(In Auszügen aus: »Autoimmunprotokoll Praxishandbuch Band 1: Vorbereitung auf das AIP«)

Die vier Säulen im Autoimmunprotokoll (AIP)

Säule 1: Die Nährstoffdichte

Als Nährstoffdichte bezeichnet man das Verhältnis von Nährstoffen auf der einen Seite, zum Energiegehalt eines Nahrungsmittels auf der anderen Seite. Je mehr Nährstoffe pro Mengeneinheit ein Nahrungsmittel enthält, desto wertvoller ist es.

Dabei kommt es neben den Makronährstoffen Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen auch besonders auf die Mikronährstoffe an, also auf Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ein Beispiel:

Eine Kiwi enthält neben Kohlenhydraten in Form von verdaulichen Zuckern und unverdaulichen Ballaststoffen auch geringe Mengen Protein, vor allem aber nennenswerte Mengen der Vitamine A, B1, B2, B3, C und Beta-Carotin. Abgerundet wird das Ganze durch die Mineralien Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Der Energiegehalt von 100g ist mit 61 kcal dagegen relativ klein. Kiwis sind also wahre Nährstoffbomben.

100g einer Butterbrezel liefern dagegen 19g Fett, 42g Kohlenhydrate, 6g Eiweiß und 366 Kalorien, sonst nichts. Damit hat die Brezel nur eine geringe Nährstoffdichte.

Eine ungleiche oder mangelhafte Nährstoffversorgung beeinträchtigt das Immunsystem, verhindert Heilungsprozesse und fördert damit vorhandene Autoimmunerkrankungen.

Säule 2: Die Darmgesundheit

Unser Darm ist ein hochkomplexes Ökosystem. Seine bakterielle Besiedelung entscheidet über Wohl und Übel. Auch hier gibt es noch viel Forschungsbedarf. Klar ist aber, eine bakterielle Fehlbesiedelung steht oft am Anfang einer Autoimmunerkrankung.

Ohne gesunde Bakterienflora geht es nicht! Im Normalfall bilden die für uns vorteilhaften Bakterien auf der Darmschleimhaut eine zusätzliche schützende Schleimschicht, die Mucosa. Gleichzeitig verhindern sie durch ihre Präsenz eine Besiedelung durch schädliche Bakterien oder Pilze. Doch damit nicht genug. Unsere gesunden Darmbakterien produzieren sogar Fettsäuren, mit denen sie die Zellen der Darmschleimhaut füttern.

Die Darmschleimhaut bildet ihrerseits die Barriere zwischen dem Darminhalt und dem Blutkreislauf. Ist sie beschädigt, kann sie diese Barrierefunktion natürlich nicht mehr ausüben. Es entstehen gefährliche Lücken in der Abwehrmauer. Diesen Zustand bezeichnet man als »undichten Darm« oder auch als »Leaky Gut«.

Fremdstoffe gelangen durch die undichten Schleimhautareale in den Organismus, was sofort Abwehrreaktionen des Immunsystems in Form von Entzündungsreaktionen auslöst. Dauert dieser Zustand über lange Zeiträume an und haben diese Fremdstoffe Ähnlichkeit mit körpereigenen Strukturen, dann kann es zu Verwechselungen kommen. Das überlastete Immunsystem greift nun irrtümlich auch die eigenen Zellen an und die Autoimmunkrankheit ist da.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen inzwischen den Zusammenhang zwischen Leaky Gut Syndrom und Autoimmunerkrankungen wie Rheuma (Morbus Bechterew, rheumatoide Arthritis), Schuppenflechte (Psoriasis), Neurodermitis, Reizdarm, Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS), Diabetes Typ 1, Zöliakie, Multiple Sklerose und vielen weiteren.

Das Autoimmunprotokoll (AIP) hilft, Nahrungsmittel zu vermeiden, die den Darm in seiner Funktion beeinträchtigen oder schädigen könnten. Alle im AIP empfohlenen Nahrungsmittel sollen die natürliche Darmflora unterstützen und die Wiederherstellung einer normalen Darmfunktion bzw. deren Aufrechterhaltung befördern.

Säule 3: Die Hormon-Regulation

Hormone sind wichtige Botenstoffe unseres Körpers. Sie steuern über die Kommunikation mit den unterschiedlichsten Drüsen sämtliche Regelkreisläufe des Körpers.

So sind etwa die Schilddrüsenhormone u.a. für den Stoffwechsel, den Kreislauf und das Wachstum verantwortlich. Die Nebennierenhormone steuern neben dem Mineralstoffwechsel auch den Wasserhaushalt. Darüber hinaus wirken sie als Stresshormone. Die Bauchspeicheldrüse reguliert über die Freisetzung von Insulin und Glucagon den Blutzucker.

Diese elementaren Abläufe lassen sich von außen beeinflussen, positiv wie negativ! Insbesondere die Art und Menge der aufgenommenen Nahrungsmittel spielt hier eine große Rolle. Aber auch Faktoren wie Uhrzeit und Häufigkeit der Nahrungsaufnahme, die Menge und Qualität an Schlaf, Bewegung, Sonnenlicht und natürlich das Ausmaß an Stress in jeder Form beeinflussen unser Hormonsystem. Stresshormone wiederum haben unmittelbaren Einfluß auf unser Immunsystem.

Die durch das Autoimmunprotokoll (AIP) empfohlenen Nahrungsmittel sollen die Wiederherstellung einer ausbalancierten Hormonsituation fördern oder diese erhalten.

Säule 4: Das immunologische Gleichgewicht

Mit dem Autoimmunprotokoll (AIP) läßt sich auf natürliche Weise ein immunologisches Gleichgewicht aufbauen. Dazu ist es notwendig, eine gesunde Darmflora wiederherzustellen und in ausreichender Zahl zu etablieren. Das immunologische Gleichgewicht ist wiederhergestellt, sobald die Darmschleimhaut ihre Schutzfunktion vollständig erfüllen kann, alle notwendigen Mikronährstoffe vorhanden sind, um das Immunsystem optimal zu unterstützen und wenn das hormonelle System letztlich wieder ausbalanciert ist.

Die Ursprünge des Autoimmunprotokolls

Die nachfolgenden Personen haben mit ihren Arbeiten die Entwicklung des Autoimmunprotokolls (AIP) in seiner derzeitigen Form maßgeblich beeinflußt. Sie alle sind international anerkannte Wissenschaftler, erfolgreiche Publizisten und zum Teil selbst Autoimmunerkrankte. Auf ihren Blogs und in ihren Büchern findest du enorm viele Informationen zum Thema Ernährung und Autoimmunerkrankungen.


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Hähnchenleber mit roten Zwiebeln, Süßkartoffel-Püree und Feldsalat (AutoimmunprotokollPaleoGlutenfrei)

Ein AIP-Rezept mit Leber darf auf unserer Seite natürlich nicht fehlen. Nur wenige Nahrungsmittel können schließlich mit so einer Vielfalt an Nährstoffen punkten wie Hähnchenleber und andere Innereien. Auch heute noch ziehen Jäger- und Sammlergemeinschaften sie darum dem uns viel vertrauteren Muskelfleisch deutlich vor.

Im Autoimmunprotokoll gehören Innereien deshalb regelmäßig auf den Tisch: Je öfter desto besser, gerne mehrmals in der Woche. Auch bei Innereien ist auf Abwechslung und Qualität zu achten. Herz, Leber, Niere, Lunge – die Auswahl ist groß. Die Herkunft aus Weidehaltung ist der Goldstandard, Bio-Ware sollte es aber in jedem Falle sein.

Nose to Tail – Alle Nährstoffe in Balance

Mit dem Verzehr von Hähnchenleber und Co. tust du nicht nur deinem Körper etwas Gutes. Du leistest auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Tierhaltung, indem du alle essbaren Teile deiner Nutztiere konsumierst. Mit diesem Nose-to-Tail-Prinzip stellst du sicher, dass du keine Nährstoffmängel durch zu einseitige Ernährung entwickelst. Übrigens, entgegen weit verbreiteter Irrtümer enthält Leber natürlich keine Giftstoffe. Sie ist zwar ein Entgiftungsorgan, aber kein Gift-Speicherorgan!

Hähnchenleber ist eine der besten Quellen für Vitamin B12 und leicht verfügbares Eisen

Schon mit dem Verzehr von nur 50 Gramm Leber entfesselst du in deinem Körper eine wahre Nährstoffexplosion. Die täglich notwendige Menge an Vitamin A und B12 bekommst du damit sogar gleich mehrfach. Neben hohen Anteilen der übrigen B-Vitamine liefert Leber dir vor allem sehr viel Eisen, Kupfer, Mangan, Selen und Zink. Noch nicht überzeugt? Innereien vorsorgen dich natürlich auch mit viel Protein. Die Aminosäuren liegen dabei in einem Mengenverhältnis vor, welches das von Muskelfleisch sehr gut ergänzt. Das alles bekommst du bei kaum nennenswerter Kalorienmenge.

Innereien haben einen attraktiven Preis

Für dein Budget sind Innereien ein wahrer Segen. Selbst allerhöchste Qualität bekommst du zu einem sehr moderaten Preis. Wenn der Fleischlieferant deines Vertrauens keine Innereien in der Auslage haben sollte, dann ist das ein Ergebnis der geringen Kundennachfrage. Auch wir bestellen darum unsere Innereien entweder direkt beim Produzenten oder im Biomarkt. Ein weiteres Plus: Man kommt so leicht ins Gespräch mit seinem Metzger, der die Höfe seiner Lieferanten in der Regel sehr gut kennt. Auch ungewöhnliche Bestellungen hochqualitativer tierischer Produkte lassen sich so realisieren, ganz unabhängig vom klassischen Angebot. Probiere es selbst einmal aus!

Leber schmeckt viel besser als du glaubst – Selbst unser Kind liebt Innereien

Nährstoffe hin oder her, was auf dem Teller liegt soll auch schmecken. Naturgemäß sind wir erst einmal misstrauisch allem gegenüber, was wir nicht kennen. Innereien gehören nicht gerade zur angesagten Mainstream-Ernährung. So mancher betritt hier also Neuland. Uns ging es damit nicht anders. Unsere persönlichen Erfahrungen mit Innereien sind rundum positiv. Den ersten kulinarischen Versuch haben wir zusammen mit einem Weihnachtsgänsebraten gewagt. Das volle Aroma und die zarte Konsistenz von Magen, Leber, Herz und Nieren der Gans haben uns vollkommen überrascht und sofort begeistert. In Bezug auf die Leber haben wir dann schnell auch einmal Rind und Hähnchen ausprobiert. Inzwischen machen wir regelmäßig Leberpastete daraus. Der Geschmack von Rinderleber ist etwas strenger. Darum haben wir uns für dieses Innereien-Einsteiger-Rezept für die Hähnchenleber entschieden. Sie wird dich hoffentlich genauso begeistern wie uns.

Guten Appetit!

Wir schätzen deine Meinung! Wenn dir dieses Rezept gefällt, dann hinterlasse gerne eine Sternebewertung und einen Kommentar am Ende dieser Seite. Vielen herzlichen Dank dafür.

Hähnchenleber mit roten Zwiebeln, Süßkartoffel-Püree und Feldsalat (Autoimmunprotokoll∗Paleo∗Glutenfrei)*

Vorbereitungszeit: 5 Minuten

Kochzeit: 40 Minuten

Gesamtzeit: 45 Minuten

Kategorie: Hauptmahlzeit

Cuisine: Innereien

Portionen: 2-3 Personen

Hähnchenleber mit roten Zwiebeln, Süßkartoffel-Püree und Feldsalat

Dieses Rezept für Hähnchenleber eignet sich sehr gut zum sanften (Wieder) Einstieg in die Ernährung mit Innereien. Die Konsistenz der Leber ist sehr zart und der Geschmack mild.

Zutaten

    TIPP: Weitere AIP-freundliche Nahrungsmittel und vieles mehr findest Du in unserem AIP-Shop.

Anleitung

    Der Salat
  1. Wasche den Salat und pflücke ihn wenn nötig in mundgerechte Stücke.
  2. Gib etwas Olivenöl und Zitronensaft hinzu.
  3. Salze nach Belieben.
    Das Püree
  1. Schäle die Süßkartoffel und schneide sie in Würfel.
  2. Gib die Würfel in einen Kochtopf mit Deckel.
  3. Füge 1 TL Salz und so viel kochendes Wasser hinzu, bis die Kartoffelstücke vollständig bedeckt sind.
  4. Lass die Kartoffel abgedeckt für etwa 25 Minuten köcheln oder so lange, bis sie schön weich geworden ist.
  5. Gieße das Wasser ab. TIPP: Wir füllen das Wasser in ein verschließbares Glas und nutzen den Sud später als Ansatz für eine Suppe.
  6. Lass die Süßkartoffel bei ganz schwacher Hitze noch ein paar Minuten abdampfen.
  7. Zerquetsche sie anschließend im Topf mit einem Kartoffelstampfer. Alternativ kannst du natürlich auch eine einfache Gabel nehmen. Füge dabei 2 Prisen Knoblauchpulver und 1 Prise Macis hinzu.
  8. Lasse das Püree im geschlossenen Topf bis zum Servieren ruhen.
    Die Leber
  1. Schäle und halbiere die Zwiebeln.
  2. Schneide anschließend die halbierten Zwiebeln in dünne Ringe.
  3. Gib Olivenöl in eine Pfanne und erwärme diese bei mittlerer Hitze. Brate die Leber darin von beiden Seiten an, bis sie leicht braun ist. Beim Anschneiden sollte kein Blut mehr austreten.
  4. Lagere die Leber auf einem Teller zwischen und gib statt dessen nun die Zwiebeln in die Pfanne.
  5. Brate die Zwiebeln unter gelegentlichem Rühren bis zur leichten Bräune.
  6. Stelle den Herd aus. Gib die Leber für die restlichen Minuten bis zum Servieren auf das Zwiebelbett.
  7. Richte alles zügig auf Tellern an, salze nach Belieben und genieße warm.
    Wir wünschen dir einen guten Appetit und eine gute Gesundheit! Sabrina & René

Anmerkungen

*Dieses Rezept enthält Amazon-Partner-Links. Wenn du über einen Partnerlink einkaufst, zahlt Amazon uns eine kleine Provision. Du bezahlst in diesem Fall selbstverständlich NICHT mehr – du unterstützt uns dadurch aber bei unserer Arbeit an diesem Blog. Lieben Dank für deine Wertschätzung!

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Reisen mit dem Autoimmunprotokoll: Thailand https://hashimoto-co.de/fernreisen-autoimmunprotokoll-thailand https://hashimoto-co.de/fernreisen-autoimmunprotokoll-thailand#respond Mon, 05 Aug 2019 12:35:01 +0000 https://hashimoto-co.de/?p=6918 Fernreisen mit dem Autoimmunprotokoll – Was wir aus unserem Urlaub in Thailand mitgenommen haben Sommerzeit ist Urlaubszeit. Körper, Geist und Seele können endlich auftanken. Genügend Schlaf, regelmäßiges und gesundes Essen, viele positive Emotionen – das alles ist von unschätzbarem Wert. Für uns wird ein Urlaub erst so richtig perfekt mit vielen neuen Eindrücken und intensiven […]

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Fernreisen mit dem Autoimmunprotokoll – Was wir aus unserem Urlaub in Thailand mitgenommen haben

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Körper, Geist und Seele können endlich auftanken. Genügend Schlaf, regelmäßiges und gesundes Essen, viele positive Emotionen – das alles ist von unschätzbarem Wert. Für uns wird ein Urlaub erst so richtig perfekt mit vielen neuen Eindrücken und intensiven Naturerfahrungen. Auf unseren Fernreisen mit dem Autoimmunprotokoll tanken wir viel Kraft und jede Menge Lebensfreude. So können wir uns anschließend wieder voller Tatendrang in neue Projekte stürzen.

In diesem Jahr hat uns die Fertigstellung unseres neuen Buches doch mehr abverlangt als wir erwartet hatten. Erst in letzter Minute haben wir den zweiten Band unseres Autoimmunprotokoll-Praxishandbuchs veröffentlicht. Danach waren wir mehr als urlaubsreif und traten unsere erste Reise nach Thailand an.

Das Cover zu unserem neuen Ratgeber "Autoimmunprotokoll Praxishandbuch Band 2: Die Eliminationsphase"
Das Autoimmunprotokoll Praxishandbuch Band 2: Die Eliminationsphase. Unser Ratgeber ist der ideale Begleiter für die praktische Durchführung der Eliminationsphase des Paleo-Autoimmunprotokolls (AIP). Ein Buch von Betroffenen für Betroffene.

Thailand – Land des Lächelns

Schon beim ersten Verlassen des Flugzeuges in Thailand haben wir Gewissheit endlich wieder in den Tropen zu sein. Wir lieben diese regenschwangere warme Luft und das allgegenwärtige Grün. Die sehr freundlichen Thais bestechen durch ihr Lächeln und ihre Unaufgeregtheit. Überall begegnet man uns extrem zuvorkommend, ohne das es aufgesetzt wirkt.

Auf der zweistündigen Fahrt zum Hotel bekommen wir erste Eindrücke vom Land. Die Menschen leben bescheiden und in tiefer Verbundenheit mit ihrer Religion. Unser Hotel liegt eher abgeschieden an einem sehr langen, menschenleeren Strand. Genau das Richtige für unser Bedürfnis nach Ruhe und Abstand von der hektischen Welt einer Großstadt wie Berlin.

Wie gut eignet sich Thailand für Fernreisen mit dem Autoimmunprotokoll?

Bei aller Freundlichkeit müssen wir sehr schnell feststellen, dass die meisten Thais denen wir begegnen kaum mehr als ein paar Brocken Englisch sprechen, sowohl im Hotel als auch außerhalb. Für unsere Ernährung bedeutet das ein Fischen im Trüben. Wir können entweder auf nahezu alle Speisen verzichten und uns mit Grundnahrungsmitteln über Wasser halten oder einige Risiken eingehen. Wir entscheiden uns für Letzteres.

So machen wir uns zunächst das Küchenteam im Hotel zu Freunden und kochen sogar gemeinsam. Auf diese Weise erhalten wir etwas Einblick in die Rezepturen. Doch die Zutaten der meisten Gerichte bleiben für uns ein Rätsel. Wir selektieren so gut es eben geht, genießen erst einmal das schmackhafte Essen und stellen uns aber auf mögliche Unverträglichkeitsreaktionen ein. Im schlimmsten Fall werden wir durch Probieren und anschließende Reaktionen des Körpers lernen müssen. Doch darauf sind wir bei Fernreisen mit dem Autoimmunprotokoll ohnehin immer vorbereitet.

Sabrina kocht in Thailand
Sabrina kocht thailändisch mit dem Hotelteam.

Bei Fernreisen mit Hotelaufenthalt bemühen wir uns stets um den bestmöglichen Kontakt zur Küchenleitung. Für den Fall zu großer Sprachbarrieren und plötzlicher Unverträglichkeitsreaktionen haben wir in unserer Reiseapotheke immer auch Kohletabletten, Probiotika und Pulver für Elektrolytlösung.

Die regenerierende Wirkung von Social-Media-Verzicht, thailändischer Massage, Bewegung und viel Sonne

Über unsere Website, Instagram und Facebook stellen wir dir viele wertvolle Informationen zum Paleo-Autoimmunprotokoll zur Verfügung. Was du in wenigen Minuten hier lesen kannst bedeutet für uns sehr viel Arbeit. Da sich Urlaub für uns auch als vorübergehende Abwesenheit von beruflichen Verpflichtungen definiert, verzichten wir für diese wertvolle Zeit vollständig auf Social Media. Auf diese Weise können wir wirklich gut entspannen, im Hier und Jetzt leben und das ungefilterte echte Leben genießen. Sehr empfehlenswert!

Auch in Thailand haben wir viel Zeit aktiv und unter freiem Himmel verbracht. Es wird im Allgemeinen vollkommen unterschätzt wie viel Energie man bereits mit leichten Alltagsbewegungen verbraucht. Wir lieben es zum Beispiel weite Strecken am Strand zu spazieren, uns dabei gut zu unterhalten und uns gelegentlich im Meer abzukühlen. Das fühlt sich in keiner Weise nach Sport an, verbrennt aber leicht 1000 Kilokalorien. Für ein gesundes Körpergewicht muss man also nicht zwingend ins Fitnessstudio. Es reicht in Bewegung zu bleiben. So sind etwa beim Schwimmen im Pool nach nur 30 Minuten auch schon wieder einige hundert Kilokalorien verbraucht. Ausgestattet mit einem 120 Meter langen Pool haben wir entsprechend viel Zeit im Wasser verbracht. Darüber hinaus haben wir aber auch das vorhandene Fitnessstudio genutzt und täglich ein kleines aber gezieltes Training gemacht.

In Kombination mit entspannten, gesunden Mahlzeiten und regelmäßigen Massagen war dieser Urlaub fast wie eine Kur für uns. Auch eine natürliche Vitamin-D-Produktion auf Hochtouren wirkt auf uns immer extrem regenerativ. Wir meiden aber konsequent die direkte Sonne zwischen 12 und 15 Uhr, am Äquator auch länger. In dieser Zeit kann man dann wunderbar ins Gym gehen oder einfach mal ein gutes Buch lesen.

Mit diesem Lifestyle geht es uns wunderbar und oft kehren wir von unseren Reisen nicht nur erholt sondern auch mit mehr Muskelmasse, weniger Körperfett und einer guten Fitness zurück.

Auf Tuchfühlung mit Thailands sanften Riesen

Inmitten der Natur fühlen wir uns zuhause. Wir lieben Regenwälder und Korallenriffe. Beides konnten wir auf dieser Reise zwar nicht genießen, dennoch haben wir einen beeindruckenden Vertreter der thailändischen Tierwelt fest in unser Herz geschlossen.

Elefanten sind seit der Antike ein integraler Bestandteil der thailändischen Kultur und bis heute von großer spiritueller Bedeutung im Buddhismus und Hinduismus. Wir haben ein Dorf in Thailand besucht, in dem mehrere Kwan Chang’s (Thai für “Mahout” oder “Elefantenführer”) mit ihren Familien und zusammen mit ihren Elefanten leben.

Sabrina mit Elefanten-Dame Duong-Jai
Sabrina mit Elefanten-Dame Duong-Jai im Phang Nga Elephant Park, Thailand.

Wir durften die beiden Elefantendamen Duong-Jai – auf Deutsch Herz – und Preuksa – auf Deutsch Flora – kennenlernen. Die beiden haben uns sehr beeindruckt und spätestens nach dem gemeinsamen Herumtollen im Wasser waren wir verzaubert. Diese Tiere sind hoch intelligent. Trotz ihrer gewaltigen Größe sind sie sehr sanft mit uns umgegangen. Wir haben uns mit biologisch angebauten Bananen und Ananas revanchiert und konnten uns mit intensiver Hautpflege für die unvergesslichen Stunden bedanken.

Die wilden Elefanten Thailands sind bedroht. Das war uns auch schon zuvor bewusst. Wie überall auf der Welt schrumpfen die natürlichen Rückzugsgebiete wilder Tiere. Die großen Arten haben es dabei besonders schwer. Duong-Jai und Preuksa haben als Botschafter ihrer Spezies eine weitere emotionale Brücke zwischen uns und der Natur geschlagen. Die Begegnung mit diesen sanften Riesen hat uns einmal mehr vor Augen geführt, was für die Welt und uns bei der zunehmenden Umweltzerstörung auf dem Spiel steht.

Unweigerlich fragen wir uns, was wir persönlich für mehr Artenschutz und eine gesunde Umwelt tun können. Eine der unmittelbarsten Möglichkeiten für jeden von uns ist die Unterstützung einer regenerativen Landwirtschaft und des ökologischen Landbaus. Mit dem Verzehr von Bio-Nahrungsmitteln können wir alle nicht nur etwas Gutes für die eigene Gesundheit sondern auch für die Umwelt tun.

Nicht alle Fernreisen mit dem Autoimmunprotokoll verlaufen ohne gesundheitliche Folgen

Unverträglichkeitsreaktionen können sehr unmittelbar oder zeitlich verzögert eintreten. Die Menge und Häufigkeit spielen beim Verzehr von auslösenden Nahrungsmitteln eine große Rolle. Auch bei Sabrina dauerte es einige Tage bis sich infolge ihrer kulinarischen Experimente erste Reaktionen einstellten. Es traten Symptome wie Unwohlsein, Magenschmerzen, Übelkeit und Verdauungsprobleme auf. Auch ein leichter Brain Fog setzte wieder ein. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Sabrina heute viel deutlicher wahrnehmen kann wenn sich Symptome einstellen, weil sie den Zustand der Symptomfreiheit kennt. Das wird ganz besonders deutlich beim Thema Brain Fog. Dieses Gefühl der verschleierten Wahrnehmung wird erst für denjenigen deutlich, der auch die ungetrübte Wahrnehmung kennt. Daher wissen viele Betroffene gar nichts von ihrer Einschränkung, bis sich der Schleier endlich legt.

Als erste Maßnahmen gegen die aufgetretenen Symptome nahm Sabrina die mitgebrachten Kohletabletten und Probiotika ein. Kulinarische Experimente gab es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr. Mit einer Rückkehr zu frischem Obst, Gemüse und etwas Fisch ließen die akuten Symptome aber schnell nach. Zurück in Deutschland ging Sabrina dann sofort in eine Phase der Elimination und das Wohlbefinden kehrte augenblicklich zurück.

Eine vorübergehende Rückkehr für ein bis vier Wochen in die Eliminationsphase des Autoimmunprotokolls kann unter verschiedenen Bedingungen sinnvoll sein. Neben unserem Beispiel ungewollter Kontaminationen auf Reisen zählen dazu auch Phasen hoher Stressbelastung, Krankheit und natürlich autoimmune Schübe. Dabei solltest du die Lebensstilfaktoren nicht außer Acht lassen. Ausreichend Schlaf und Bewegung sind wichtige Faktoren für deine Gesundheit. Stress gilt es zu minimieren.

Auch die Blutuntersuchung zeigt gesundheitliche Folgen unserer Reise – die Quecksilberwerte sind explodiert

In Thailand haben wir regelmäßig Garnelen, Tintenfisch und Sardellen gegessen. Einige Male konnten wir nicht klären um welche Fischart es sich handelte. Uns war klar, dass wir mit einer erhöhten Quecksilberbelastung rechnen mussten. Doch auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung waren wir nicht gefasst. Die Hg-Werte von René haben sich in nur zwei Wochen um knapp 400 Prozent erhöht.

Verlaufsdiagramm Quecksilber mit Stand Juli 2019
Verlaufsdiagramm von René Stand Juli 2019. Dargestellt ist der Verlauf der Belastung mit Quecksilber. Der hohe Wert aus 2017 ist das Ergebnis eines Eigenversuches mit handelsüblichem Fisch ohne gezielte Artenwahl. Der zweite Peak ist die Folge eines zweiwöchigen Auslandsaufenthaltes mit regelmäßigem Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten.

Das Diagramm zeigt sehr eindrucksvoll wie zwei Jahre Arbeit an der Normalisierung der Quecksilberwerte in wenigen Tagen mit Fischkonsum egalisiert wurden. So heißt es auch für René erst einmal wieder zu verzichten. Fisch kommt nicht mehr auf den Tisch und erneut stellt sich uns die Frage, ob man gerade im Autoimmunprotokoll nicht besonders vorsichtig mit dem Verzehr von Fisch sein sollte.

Bei Fernreisen mit dem Autoimmunprotokoll ist die Versorgung mit hochwertigem Eiweiß nicht immer einfach. Nach unseren persönlichen Erfahrungen würden wir eher zum Verzehr von Fleisch statt Fisch raten. Wer die Herkunft des Fleisches im Urlaub nicht klären kann und große Bedenken wegen der Art der Tierhaltung hat kann auf Reisen auch vollkommen auf Fisch und Fleisch verzichten. Für die Versorgung in der Eliminationsphase würde das allerdings ein deutliches Nährstoffdefizit bedeuten. Darum raten wir weiterhin von Fernreisen in der Eliminationsphase ab.


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Fisch Curry https://hashimoto-co.de/fisch-curry https://hashimoto-co.de/fisch-curry#respond Sun, 04 Aug 2019 18:09:41 +0000 https://hashimoto-co.de/?p=6969 Rezept für Fisch Curry (AIP∗Paleo∗Laktosefrei∗Glutenfrei) Eine Reise nach Thailand hat uns zu diesem Rezept inspiriert. Currys sind ein fester Bestandteil der asiatischen Küche. Sie erhalten ihre Schärfe vor allem durch Chili und werden mit Reis serviert. Damit scheint diese Küche so gar nicht zum Autoimmunprotokoll mit seinen Ausschlüssen von Nachtschattengewächsen und Getreide zu passen. Doch […]

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Rezept für Fisch Curry (AIPPaleoLaktosefreiGlutenfrei)

Eine Reise nach Thailand hat uns zu diesem Rezept inspiriert. Currys sind ein fester Bestandteil der asiatischen Küche. Sie erhalten ihre Schärfe vor allem durch Chili und werden mit Reis serviert. Damit scheint diese Küche so gar nicht zum Autoimmunprotokoll mit seinen Ausschlüssen von Nachtschattengewächsen und Getreide zu passen. Doch genau darin sahen wir den Reiz und die Herausforderung.

Galgant und Thai-Basilikum geben unserem Fisch Curry sein Aroma und eine leichte Schärfe

Frischen Galgant haben wir vor Ort in Thailand kennengelernt. Er gehört zu den Ingwergewächsen, ist in Asien beheimatet und bekannt für seine entzündungshemmende, antibakterielle und krampflösende Wirkung. Schon im Mittelalter schrieb die Benediktinerin Hildegard von Bingen:

Wer im Herzen Schmerzen leidet und wem von Seiten des Herzens ein Schwächeanfall droht, der esse sogleich eine hinreichende Menge Galgant und es wird ihm besser gehen. Und ein Mensch, der ein hitziges Fieber in sich hat, trinkt Galgantpulver in Quellwasser und er wird das hitzige Fieber löschen.

Hildegard von Bingen

Die zweite wesentliche Zutat für unser Fisch Curry ist frisches Thai-Basilikum. Sein Geschmack ist prägend für unser Rezept. Da sein Aroma schnell verfliegt sollte es erst kurz vor Fertigstellung des Currys frisch gepflückt beigemengt werden.

Guten Appetit!

AIP Fisch Curry (AIP∗Paleo∗Laktosefrei∗Glutenfrei)*

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Kochzeit: 30 Minuten

Gesamtzeit: 45 Minuten

Kategorie: Autoimmunprotokoll (AIP)

Cuisine: Thailändisch

Portionen: 2 Personen

Fisch Curry (AIP, Paleo, Glutenfrei, Laktosefrei)

Unser Autoimmunprotokoll-freundliches Curry ist eine nur leicht scharfe Adaption des Originals.

Zutaten

    Zutaten:
  • 400 ml Kokosmilch (ohne Emulgatoren)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 2 Schalotten, fein gewürfelt
  • 1 EL gemahlener Galgant, gehäuft
  • 1 TL Kurkumapulver, gehäuft
  • ⅓ TL gemahlener Zimt
  • 200 g Alaska-Seelachs (Pollack), in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 200 g Karotte, in Scheiben
  • 200 g Brokkoliröschen
  • 150 g Champignons, in Scheiben
  • 200 g Blumenkohlröschen
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Fischsauce (glutenfrei, ohne Zusatzstoffe)
  • Saft 1 Limette
  • 30 Thai-Basilikum Blättchen
    TIPP: Weitere AIP-freundliche Nahrungsmittel und vieles mehr findest Du in unserem AIP-Shop.

Anleitung

  1. Gib 3 EL Kokosmilch in deine Pfanne und erhitze es bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren.
  2. Füge Knoblauch und Schalotten hinzu. Brate sie unter regelmäßigem Rühren 2–3 Minuten lang an.
  3. Gib die Gewürze hinzu und vermische gut. Verdampft zu viel Flüssigkeit dann füge einen weiteren EL Kokosmilch hinzu.
  4. Gib Seelachs, Karotten, Brokkoli und Champignons in die Pfanne und rühre erneut gut durch.
  5. Gieße die restliche Kokosmilch hinzu und koche kurz auf.
  6. Lass das Curry zunächst bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel für 10 Minuten köcheln. Nimm den Deckel ab und koche dann für weitere 10 Minuten.
  7. In der Zwischenzeit zerkleinere die Blumenkohlröschen mit einem Multizerkleinerer zu Blumenkohl-Reis. Alternativ kannst du die Röschen auch mit einer Vierkantreibe auf den mittelgroßen Löchern verarbeiten.
  8. Nimm die zweite Pfanne, gib etwas Olivenöl hinein und brate den Blumenkohl-Reis darin bei leichter bis mittlerer Hitze für ca. 5 Minuten an. Rühre regelmäßig um.
  9. Nach Ablauf der Garzeit verfeinere dein Curry mit Fischsauce, Limettensaft und Thai-Basilikum. Vermenge alles noch einmal gut und serviere zusammen mit dem Blumenkohl-Reis.

Anmerkungen

*Dieses Rezept enthält Amazon-Partner-Links. Wenn du über einen Partnerlink einkaufst, zahlt Amazon uns eine kleine Provision. Du bezahlst in diesem Fall selbstverständlich NICHT mehr – du unterstützt uns dadurch aber bei unserer Arbeit an diesem Blog. Lieben Dank für deine Wertschätzung!

https://hashimoto-co.de/fisch-curry

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Zwetschgen-Apfel-Streusel (AIP∗Paleo∗Glutenfrei∗Vegan) https://hashimoto-co.de/aip-streusel-rezept https://hashimoto-co.de/aip-streusel-rezept#comments Wed, 31 Jul 2019 13:09:59 +0000 https://hashimoto-co.de/?p=3837 Zwetschgen-Apfel-Streusel AIP∗Paleo∗Glutenfrei∗Vegan Manchmal muss es eben doch etwas Kuchen sein. Gelegenheiten gibt es viele und die Versuchungen sind groß. Da kommt ein Rezept mit frischen Früchten und kurzer Zubereitungszeit genau richtig. Backen ohne klassisches Mehl Eine der Herausforderungen im Autoimmunprotokoll ist das Backen. Getreidemehl kommt nicht in Frage. Auch Nussmehle sind nicht AIP-konform. Viele Rezepte […]

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Zwetschgen-Apfel-Streusel

AIPPaleoGlutenfreiVegan

Manchmal muss es eben doch etwas Kuchen sein. Gelegenheiten gibt es viele und die Versuchungen sind groß. Da kommt ein Rezept mit frischen Früchten und kurzer Zubereitungszeit genau richtig.

Backen ohne klassisches Mehl

Eine der Herausforderungen im Autoimmunprotokoll ist das Backen. Getreidemehl kommt nicht in Frage. Auch Nussmehle sind nicht AIP-konform. Viele Rezepte basieren daher auf Kokosmehl oder Bananenmehl. Beide bringen allerdings auch einen Eigengeschmack mit und werden zudem nicht von jedem vertragen.

Wir haben eine gute Alternative zu Getreide im Erdmandelmehl gefunden. Damit backen wir zum Beispiel unsere Ananas-Limetten-Tarte. Doch für unseren Streusel haben wir ein weiteres Mehl entdeckt.

Maniokmehl – 100 Prozent AIP und toll im Geschmack

Maniok, auch bekannt als Cassava, liefert ein wunderbares Mehl für das Backen im AIP. Maniokmehl ist glutenfrei und kommt dem Geschmack von Getreidemehl sehr nah. Das macht Maniokmehl unserer Meinung nach extrem attraktiv. Mit unserem Rezept kannst du es gleich einmal ausprobieren.

Wir wünschen dir viel Freude beim Backen und natürlich guten Appetit. 🙂

Maniokmehl? Wo bekomme ich das denn?

Wir benutzen RUUT Maniokmehl. Mit einem Klick hier kannst du es ganz bequem online bestellen.

Zwetschgen-Apfel-Streusel mit Maniokmehl
Unser Zwetschgen-Apfel-Streusel mit Maniokmehl

Rezept für Zwetschgen-Apfel-Streusel

AIPPaleoGlutenfreiVegan*

Vorbereitungszeit für die Füllung:

ca. 15 Minuten

TIPP: Bereite die Füllung schon am Vortag zu, dann kann sie gut durchziehen.

Zubereitungsszeit:

ca. 20 Minuten

Küchenzubehör:

Zutaten für 6 Personen:

Für die Füllung:

Für die Streusel:

TIPP: Weitere AIP-freundliche Nahrungsmittel und vieles mehr findest Du in unserem AIP-Shop.

Zubereitung der Füllung:

  • Wasche und entkerne die Äpfel und Zwetschgen. Schneide sie anschließend in mundgerechte Stücke und gib alles in deine Ofenform.
  • Füge den Saft einer halben Zitrone hinzu.
  • Gib den Kokosblütenzucker, Zimt und Macis ebenfalls in deine Ofenform. Mische alles gut durch.

TIPP: Für ein volles Aroma lasse die Füllung einige Stunden im Kühlschrank ziehen. Alternativ kannst du sie aber auch sofort weiterverwenden.

Zubereitung der Streusel:

  • Gib das Maniokmehl und das Salz in eine Rührschüssel.
  • Füge unter stetigem Rühren das Wasser, das flüssige Kokosöl, den Ahornsirup und den Vanilleextrakt hinzu, bis sich Streusel bilden. Falls notwendig, gib noch ein wenig mehr Wasser hinzu.

Letzte Schritte:

  • Heize den Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vor.
  • Gib die Streusel auf die Füllung in der Ofenform und verteile sie gleichmäßig.
  • Backe für 30 Minuten.

Der Zwetschgen-Apfel-Streusel schmeckt am besten, wenn er noch warm ist. Bon Appetit!

* Dieses Rezept enthält Amazon-Partner-Links. Wenn du über einen Partnerlink einkaufst, zahlt Amazon uns eine kleine Provision. Du bezahlst in diesem Fall selbstverständlich NICHT mehr – du unterstützt uns dadurch aber bei unserer Arbeit an diesem Blog. Lieben Dank für deine Wertschätzung!

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