AIP Erfolgsgeschichten – Lisa hat Hashimoto

Unsere AIP Erfolgsgeschichten geben Hoffnung, Mut und Kraft. Sie zeigen dir aber auch den oft langen und steinigen Weg von Betroffenen auf – von den ersten Symptomen bis zur finalen Diagnose und zu einem zielführenden Therapieansatz. So findest du dich vielleicht in einigen Szenarien wieder und kannst aus unseren Berichten lernen. Eine Autoimmunerkrankung musst du nicht einfach hinnehmen und ertragen. Mit dem Autoimmunprotokoll (AIP) kannst du viel für dein Wohlbefinden tun und deine Lebensqualität enorm verbessern. In diesem Bericht lernst du Lisa kennen. Mit der Diagnose Hashimoto Thyreoiditis hat sie das AIP ausprobiert. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen.

Lisa spricht über ihre Hashimoto Thyreoiditis und ihre ganz persönliche AIP Erfolgsgeschichte

Welche Autoimmunerkrankung hast du?

Bei mir wurde im Februar 2017 eine Hashimoto Thyreoiditis diagnostiziert.

Wann hast du mit dem AIP angefangen and was war deine Motivation?

Die Diagnose hatte keinen Einfluss auf mein Leben, da sich durch die Erkrankung die Lebenserwartung nicht verändert und ich „nur“ eine Tablette am Morgen nehmen muss. Ich habe es einfach akzeptiert und nicht daran gedacht das Ganze zu hinterfragen. Gründe dafür waren, dass meine Symptome schnell besser wurden, ich nicht mehr so müde war und einige Freundinnen seit Jahren Tabletten wegen einer Schilddrüsenunterfunktion nahmen. 

Im Sommer 2020 wurde ich durch den Podcast von Madame Moneypenny auf das Thema Ernährung im Zusammenhang mit Hashimoto Thyreoiditis aufmerksam. Sie hat von der Website hashimoto-co.de gesprochen und so fing ich an mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich kaufte mir Bücher, las im Internet und hab mir den günstigsten Zeitpunkt (wenigste Geburtstage und Feiern) ausgesucht. Anfang Januar habe ich dann mit der Eliminationsphase des AIP´s gestartet, da ich wissen wollte, ob ich weg von den Tabletten komme.

Autoimmunprotokoll Erfolgsgeschichten: Lisa und ihre Hashimoto Thyreoiditis

Welche Symptome hattest du vor dem AIP?

Müdigkeit/Erschöpfung, einen deutlich erhöhten Schlafbedarf und Motivationslosigkeit. Wobei ich meine Symptome vorher nie als besonders einschränkend empfunden habe und definitiv nicht mit der Krankheit in Zusammenhang gebracht hätte, ich nahm ja schließlich Tabletten dagegen.

Welche Symptome sind mit dem Paleo-Autoimmunprotokoll verschwunden?

Ich brauche eindeutig weniger Schlaf, um ausgeschlafen zu sein. Natürlich bin ich hin und wieder müde, aber ich habe nicht mehr dieses generelle Müdigkeitsgefühl. 

Meine Motivationslust hat sich generell verbessert. Das bezieht sich zwar nicht auf alle Bereiche und ich schiebe die eine oder andere Sache auch weiter vor mir her, aber ich bin viel motivierter mich körperlich zu betätigen und Sport zu machen. In dem Zusammenhang habe ich auch gemerkt, dass ich viel bessere Kondition habe, ohne was dafür gemacht zu haben.

Falls du überhaupt noch Symptome hast, welche sind es?

Nichts, was ich benennen könnte.

Wie lange warst du in der Eliminationsphase?

Ich habe es 45 Tage durchgezogen.

Auf welche Nahrungsmittel hast du in der Wiedereinführung reagiert? Was hat deine Krankheit verschlimmert?

Ich habe Pistazien und Sesam nicht gut vertragen. Da ich aber noch am testen bin, kann ich noch keine abschließenden Ergebnisse benennen.

Gibt es AIP konforme Nahrungsmittel, die du nicht tolerierst? Oder gibt es Nahrungsmittel, die im AIP nicht erlaubt sind, die du aber heute wieder essen kannst?

Nachtschattengewächse bekommen mir (zum Glück!!!!) gut und kann ich in Maßen essen.

Ziegen- und Schafsmilchprodukte sind kein Problem für meinen Körper.

Hast du Veränderungen an deinem Lebensstil vorgenommen? Fühlst du dich dadurch anders?

Ich esse Fleisch und tierische Erzeugnisse jetzt quasi nur noch aus biologischer Haltung. Und meine Auswahl an Gemüse hat sich erweitert, da ich mich mal an was Neues rangetraut habe (jede Woche wird ein neues Rezept ausprobiert).

Da frisch Kochen auch vorher schon zu meinem Alltag gehörte, hat sich nicht so viel verändert. Es gab schon immer einen Wochenplan, sodass wir auch nur in ganz wenigen Fällen mal was wegwerfen mussten.

Neben der Ernährung mache ich mehr Ausdauersport. Ich mache nur noch das, worauf ich Lust habe und biete meine Hilfe nicht mehr jedem an, um Energie für anderes zu haben. Außerdem verlasse ich mich mehr auf meine Gedanken und lasse mich weniger von Aussagen von anderen beeinflussen.

Hast du vor dem AIP Medikamente genommen und nimmst du jetzt noch etwas ein?

Ich konnte meine L-Thyroxin-Dosis von 100 mg auf bisher 50 mg verringern. Zusätzlich nehme ich alle drei Tage Vitamin D3.


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Machst du Sport und wenn ja, hat sich dein Training in irgendeiner Weise verändert?

Ich habe (wieder) angefangen zu laufen und es fällt mir deutlich leichter und macht mir das erste Mal sogar Spaß.

Was ist dir im AIP am einfachsten gefallen?

Erstaunlicherweise war es entgegen aller meiner Erwartungen gar nicht schlimm für mich jeden Tag Fleisch zu essen. Ich habe vorher nur zwei bis drei kleine Portionen gegessen und dass nur, weil ich wusste, dass es gut für meinen Körper ist, nicht weil ich es sonderlich gerne mochte.

Was ist dir im AIP am schwersten gefallen?

Ich hatte zwar das „Glück“, dass wir den Corona-Lockdown hatten und wir fast keine Kontakte hatten, doch ich fand es sehr störend, dass ich zu anderen immer alles mitbringen musste.  

Haben dich deine Familie und Freunde unterstützt? Falls nicht, haben sie ihre Meinung später geändert?

Ja und nein. Mein Freund und ich haben Teile der Mahlzeiten zusammen gegessen und zusätzlich hat sich jeder noch etwas dazu gemacht. Im erweiterten Umfeld war es für Alle ok, dass ich eine Extrawurst brauchte und mir mein Essen mitgebracht habe. Aber außer wenigen Ausnahmen haben wir nicht zusammen gekocht. 

Das hat mich aber kein bisschen gestört, da das AIP schon erhebliche Einschränkungen mit sich bringt und ich mich manchmal selber gewundert habe, wie konsequent ich sein kann.

Wenn du das AIP heute noch einmal von vorne beginnen müsstest, würdest du etwas anders machen?

Das Blutbild am Anfang habe ich nicht weit genug gefasst. Das würde ich jetzt definitiv anders machen und deutlich klarer kommunizieren, dass ich auch bereit bin alles selbst zu zahlen. Daran ärgert mich vor allem, dass ich mir wieder von Anderen habe reinreden lassen.

Würdest du das AIP an andere Personen mit einer Autoimmunerkrankung weiterempfehlen?

Mache ich tatsächlich andauernd. Ich finde es so erstaunlich, was Ernährung verändern kann. Ich bin der Meinung, dass Ernährung und die Auswirkungen von Ärzten und Krankenkassen viel mehr thematisiert werden müssten und Förderungsprogramme entstehen sollten.

Danke Lisa, für diesen offenen und sehr persönlichen Erfahrungsbericht. Wir freuen uns mit dir über deine tollen Erfolge! 🙂


Porträt Sabrina und René Bergmann
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