Meine AIP Reise
Im März 2017 startete ich das Paleo Autoimmunprotokoll. Eine Entscheidung, die mein Leben von Grund auf verändern sollte. Was als 90-tägiges Experiment begann, wurde zum Startschuss für ein vitaleres, gesünderes Leben. Hier dokumentiere ich meine komplette AIP-Reise: von den ersten herausfordernden, aber auch inspirierenden Wochen über messbare Erfolge bis hin zu meinem Leben heute, fast ein Jahrzehnt später.

AIP im Praxistest
Hier findest du alle Einträge zum Autoimmunprotokoll Praxistest. Alles rund um die praktische Durchführung der Eliminationsphase des AIP, vom ersten bis zum letzten Tag, ausführlich dokumentiert.
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Dieses Online-Wochenprotokoll soll den Entwicklungsprozess in der Eliminationsphase des AIP auf allen Ebenen dokumentieren und nachvollziehbar machen. Dabei geht es aber um weit mehr als nur um die Ernährung. Vielmehr ist der gesundheitliche Status ein Ausdruck des gesamten Lebensstiles.
Um den unterschiedlichen Aspekten des Lebens gerecht zu werden und für eine bessere Übersicht teile ich meine Notizen jeweils in 5 verschiedene Kategorien ein: ERNÄHRUNG, BEWEGUNG, FREIZEIT, FREUNDE & FAMILIE, STRESSMANAGEMENT sowie SCHLAF & REGENERATION. Diese 5 Kategorien greifen letztlich alle in einander.
Ernährung
Im Autoimmunprotokoll dreht sich natürlich zunächst einmal alles um die Ernährung. Auch wenn die Auswahl der zur Verfügung stehenden Lebensmittel eingeschränkt ist, gibt es dennoch großen Spielraum für die Ausgestaltung. Persönlich achte ich beispielsweise schon lange auf den Anteil an Kohlenhydraten in meiner Ernährung. Schon vor dem Start des AIP habe ich eine Clean Eating & Low Carb Ernährung etabliert.
Gesundheit ist für mich untrennbar auch mit körperlicher Fitness verbunden. Dazu gehört auch ein Körperfettgehalt im Bereich von Sportlern. Mit einer kohlenhydratbetonten Ernährung ist es langfristig recht schwer, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Selbst manche Sportler wundern sich, dass sie trotz Ernährung mit viel Obst und Gemüse statt mit Fertigprodukten und Süßigkeiten dennoch Mühe haben athletisch auszusehen. Die Menge an Zucker ist der entscheidende Faktor. Da im AIP Getreide vollständig entfällt, spielen also Obst und Gemüse eine große Rolle. Eine ungehemmte Aufnahme kann hier jedoch Tücken haben. Zucker bleibt Zucker, sei es aus Obst oder aus Schokoriegeln.
Gedanken habe ich mir auch darüber gemacht, wieviel Eiweiß mein Körper täglich benötigt, um meine Muskulatur optimal zu erhalten und idealerweise sogar aus zubauen. Darüberhinaus achte ich auf Fette in ausreichender Menge. Potentiell fehlende Energie plane ich mit Kohlenhydraten aus zugleichen. Mein erster Ansatz ist deshalb eine Verteilung der Makronährstoffe von 20 Prozent Eiweiß, 20 Prozent Kohlenhydraten und 60 Prozent Fett. Im Verlauf des AIP werden sich eventuell Veränderungen dieser Einteilung ergeben. Zur Protokollierung meiner Ernährung verwende ich eine Smartphone-App. Mit dieser praktischen Unterstützung habe ich einen ungefähren Überblick über die Nährstoffaufnahme und kann gezielt Veränderungen vornehmen.
Bewegung
Bewegung hatte schon immer einen großen Stellenwert in meinem Leben. Als Kind war ich Leichtathletin und Synchronschwimmerin. Während des Studiums habe ich regelmäßig im Fitnessstudio trainiert und bin gejoggt. Heute versuche ich, wenigstens zweimal wöchentlich gezielt zu trainieren. Mein Mann René ist Personal Trainer und wir haben uns im Fitnessstudio kennengelernt – die Leidenschaft für Bewegung verbindet uns also schon von Beginn an.
Im Tagesgeschehen achte ich darauf viel zu Fuß zu gehen und keine Treppe auszulassen. Sitzen ist das neue Rauchen und auch ich gehe einer Bürotätigkeit nach. Viele Erkrankungen in den Industrieländern stehen im Zusammenhang mit Bewegungsmangel. Dem versuche ich vorzubeugen.
Die gemeinsame Freizeit mit der Familie spielt sich viel in der Natur ab. Wir lieben Regenwälder und Ozeane gleichermaßen und erkunden die Welt gerne aktiv.
Diese aktive Lebensführung hat mental und physisch einen großen Beitrag geleistet, um meine Hashimoto-Erkrankung in den vergangenen Jahren zumindest zu stabilisieren.
Freizeit, Freunde & Familie
Freunde und Familie und soziale Kontakte ganz allgemein, spielen eine große Rolle für das Wohlbefinden. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Auf eine gute Balance zwischen intensiver Zeit mit meiner Familie und gemeinsamer Zeit mit Freunden achte ich dabei besonders.
Stressmanagement
Stress kann man nicht vollständig vermeiden. Manche Dinge schafft man unter Druck sogar besser. Zumindest versuche ich, nicht all zu viel persönlich zu nehmen, versuche gelassener zu sein. Vieles kann ich mir bei meinem Ehemann von der Seele reden. Das ist super wichtig.
Das AIP bringt natürlich einen erhöhten Organisationsaufwand mit sich. Das beginnt mit dem Planen der Einkäufe, dem Zubereiten der Mahlzeiten und dem vorausschauendem Kochen und Einfrieren. Spontan Essen vom Lieferdienst bestellen ist praktisch kaum noch möglich. AIP-freundlich ist für mich nur Sashimi. Aber glücklicherweise sind wir im Organisieren echte Profis. Arbeitsteilung wird in meiner Familie groß geschrieben und wir sind in unseren Abläufen schon von Berufs wegen sehr effizient.
Schlaf & Regeneration
Schlafdauer und Schlafqualität sind von enormer Wichtigkeit. Wir regenerieren im Schlaf. Wer auf Dauer zu wenig schläft, wird krank. Leidet man an einer Autoimmunerkrankung, ist Schlaf oft ein Schlüsselfaktor. Ich selbst habe vor einigen Jahren noch regelmäßig 12 Stunden und mehr geschlafen, tief und am Stück. Das mag zunächst nach Luxus klingen, war aber das Gegenteil – es hat mein Leben massiv eingeschränkt. Ein halber Tag war weg, bevor er überhaupt begonnen hatte. Termine vor dem Mittag waren undenkbar. Soziale Aktivitäten am Vormittag? Ausgeschlossen. Dieses extreme Schlafbedürfnis war ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr mein Körper um Regeneration kämpfte. Heute komme ich wochentags mit durchschnittlich 7 Stunden ganz gut aus, sofern ich am Wochenende ausgiebig nachhole. Darauf achte ich sehr.
In regelmäßigen Abständen genieße ich mit meiner Familie kleine Ausflüge, Wellness-Optionen oder auch mal Reisen in tropische Länder. Da tanken wir alle dann richtig auf.
🆕 Neuester Praxistest-Bericht – März 2026
9 Jahre Autoimmunprotokoll: Das Langzeit-Fazit
Fast ein Jahrzehnt nach dem Start meines AIP-Praxistests ziehe ich Bilanz. Was ist geblieben vom Autoimmunprotokoll? Welche meiner 5 Säulen tragen heute meine Gesundheit? Und was würde ich heute anders machen? Mein persönlicher Langzeit-Bericht.
Alle Praxistest-Berichte im Überblick
Von der Vorbereitung über die 12 Wochen Eliminationsphase bis zum Langzeit-Fazit nach 9 Jahren – hier findest du alle Erfahrungsberichte aus meinem Autoimmunprotokoll Praxistest.
📚 Die Eliminationsphase
⏱️ Erste Zwischenfazits
🌟 Das Langzeit-Fazit
NEU • MÄRZ 2026
9 Jahre später
Wie ich heute mit Hashimoto lebe
Was vom AIP geblieben ist, welche 5 Säulen heute mein Leben tragen und was ich heute anders machen würde. Mein ungeschönter Langzeit-Bericht.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und hoffe, du findest Inspiration und kannst von meinen Erfahrungen profitieren.
Die Berichte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine medizinische, therapeutische oder ernährungstherapeutische Beratung dar. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Heilpraktikers. Individuelle Ergebnisse können variieren. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an dein Behandlungsteam.