AIP Erfahrungsbericht Woche 1

AIP Erfahrungsbericht – Woche 1: Wow, die erste Woche in der Eliminationsphase des Autoimmunprotokoll (AIP) liegt schon hinter mir. Ich bin erstaunt, wie gut sich die Umstellung in der Praxis realisieren lies und bin nach dieser ersten Bewährungsprobe sehr glücklich!

ERNÄHRUNG

Aus Gründen der Zeiteinteilung und meiner Bedürfnisse nach Nahrungsaufnahme hat es sich ergeben, dass ich nun täglich drei Mahlzeiten einnehme und Snacks dazwischen bewusst vermeide. Auch wenn Gemüse rein massemäßig meine Ernährung im AIP dominiert, nehme ich die größte Energiemenge derzeit aus Fetten auf. Daran muss sich der Körper scheinbar auch erst gewöhnen. Die ersten Tage der Woche waren vollkommen unauffällig. Aber seit zwei Tagen kommt Bewegung in meinen Darm. Die Ballaststoffe aus Obst und Gemüse unterstützen hoffentlich die Darmtätigkeit ausreichend. Vorsorglich werde ich die Fettmenge etwa 10 Prozent reduzieren und Kohlenhydrate und Eiweiß gleichgewichtig erhöhen.

Eine auffällige Begleiterscheinung der Fettmenge ist, dass ich praktisch keinen Hunger habe. Schon das Frühstück sättigt mich so sehr, dass ich mittags nur esse, weil es zeitlich vernünftig erscheint. Appetit habe ich eigentlich nicht. Daher entscheide ich mich in der Regel für Salat. Praktischerweise habe ich ein Restaurant ganz in der Nähe meines Arbeitsplatzes, wo ich mir frische Salate selbst zusammenstellen kann. Damit habe ich volle Kontrolle darüber, was ich esse. Außerdem muss ich nichts mit zur Arbeit nehmen und dafür auch nichts vorbereiten. Wenn ich nicht ins Restaurant gehe, versorge ich mich im Biomarkt mit frischem Gemüse. Berlin liefert hier glücklicherweise eine große Auswahl an Möglichkeiten. Zur Ergänzung habe ich mir ein kleines Depot aus Makrelen- und Sardinenfilets in Olivenöl am Arbeitsplatz eingerichtet. So habe ich immer ein vollwertiges und AIP-freundliches Mittagessen.

Rezepte für das Autoimmunprotokoll findest du hier.

Grundsätzlich verbringe ich jetzt viel mehr Zeit in der Küche. Zum Einen koche ich vor und friere ein, zum Anderen esse ich jetzt abends mit der Familie quasi immer warm. Fisch und Meeresfrüchte stehen oft auf dem Speiseplan. Rinderbuletten habe ich eingefroren und esse sie morgens.

Einige Experimente waren in dieser Woche auch schon dabei. So habe ich erstmals Vulkanspargel gebraten, Brei aus Kochbananen gekocht und ein Kokos-Erdmandel-Porridge eingeführt.

Ganz allgemein kann ich sagen, dass ich nur wenige Dinge vermisse, vor allem schwarzen Tee mit Milch und Cappuccino. Ich bin eigentlich immer satt und fühle mich gut.

BEWEGUNG

Seit einiger Zeit versuche ich bewußt mehr zu Fuß zu gehen. Auch wenn ich etwas Zeit verliere bin ich damit mehr an der frischen Luft und ich verbrenne eine ganze Menge zusätzlicher Kalorien. Insgesamt gehe ich täglich etwa sechs bis sieben Kilometer. Ich benutze keine Fahrstühle und lasse keine Treppe aus.

Wenn Zeit und Wetterlage es zulassen kommen noch einmal 30 Minuten leichtes Joggen hinzu. Momentan ist das aber nur einmal wöchentlich. Zweimal wöchentlich mache ich dagegen noch ein leichtes Fitnesstraining von 30 bis 45 Minuten Dauer.

Im Laufe dieser Woche habe ich etwa ein Kilogramm Körpergewicht verloren. Ich strebe keinen Gewichtsverlust an, dokumentiere hier aber die Veränderungen!

FREIZEIT, FREUNDE & FAMILIE

Meine kleine Familie ist mir sehr wichtig und ich verbringe den größten Teil meiner Freizeit mit ihr.

Zusammen sind wir viel in der Natur. Das Berliner Wetter macht es uns als Tropenfans momentan nicht gerade einfach, aber wir freuen uns über den Frühling und nutzen jedes Sonnenloch. Freunde sehen wir auch innerhalb der Woche. Am Wochenende versuchen wir einen Tag nur für die Familie frei zu halten.

Meine Mittagspause nutze ich gerne, um mit Freunden gemeinsam zu essen. Das kann auch schon mal den Tag retten!

STRESSMANAGEMENT

Ganz allgemein hält sich der gefühlte Stress in Grenzen. Ich versuche auch etwas gelassener durchs Leben zu gehen. Das klappt an manchen Tagen besser als an anderen. Bewegung und Freizeit schaffen da einen guten Ausgleich.

Tägliche Arbeiten verteilen wir in der Familie. Wir sind ein eingespieltes Team. Den vermehrten Aufwand in der Küche gleichen wir durch Experimentierfreunde aus. Meine Familie unterstützt mich toll bei allen Vorbereitungen für das AIP. Grundsätzlich besprechen wir viel und planen gut. Das hält mir den Rücken frei.

SCHLAF & REGENERATION

Innerhalb der Woche komme ich auf 6,5 bis 7,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Da könnte ich mehr gebrauchen, schaffe ich aber zeitlich nicht. Das scheitert an den Realitäten unseres Lebens. Seit Einführung des AIPs fühle ich mich aber grundsätzlich ein wenig vitaler. Ich komme etwas besser aus dem Bett.

Am Wochenende brauche ich dann aber schon mehr Zeit zum Schlafen, etwa zehn Stunden pro Nacht. Im Vergleich zu den ersten Jahren nach meiner Hashimoto-Diagnose ist das aber noch immer vergleichsweise wenig.

Für weitere Regeneration gab es in dieser Woche leider keinen Spielraum. 

N E W S L E T T E R

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Über die Autorin Sabrina Bergmann

20 Jahre lebte ich mit Hashimoto, bevor ich verstand, dass meine Schilddrüse trotz Medikamenten immer weiter an Funktion verliert, solange der autoimmune Prozess dahinter nicht deutlich vermindert wird. Brain Fog, chronische Erschöpfung, das Gefühl, von meinem eigenen Körper im Stich gelassen zu werden – das war meine Normalität.

2017 kam der Wendepunkt: Ich entdeckte das Paleo Autoimmunprotokoll und nahm meine Gesundheit in die eigenen Hände. Heute geht es mir besser denn je.

Auf Hashimoto & Co. teile ich meine Erfahrungen und das Wissen, das ich mir über Jahre angeeignet habe – als Mentorin für Menschen mit Autoimmunerkrankungen, die bereit sind, die Ursachen hinter autoimmunen Prozessen zu verstehen und ihre Vitalität zurückzugewinnen.


Dieser Wochenbericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine medizinische, therapeutische oder ernährungstherapeutische Beratung dar. Es ersetzt nicht die Konsultation eines Arztes oder Heilpraktikers. Individuelle Ergebnisse können variieren. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an dein Behandlungsteam.