So stellst du ganz einfach dein eigenes Sauerkraut her – Fermentation leicht gemacht.

 

AIP Sauerkraut selbst herstellen
Der Ansatz für ein Sauerkraut auf Weißkohl-Basis. Nach 4 -wöchiger Fermentation ist es verzehrfertig.

Selbst hergestelltes Sauerkraut ist ein überaus gesundes Nahrungsmittel. Es hat einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt und wirkt vor allem probiotisch auf die Darmflora. Mehr Informationen zum Thema Fermentation und Probiotika findest du in unserem Blogbeitrag.

Fermentation ist eines der ältesten Konservierungsverfahren und denkbar einfach in der Umsetzung.
Tatsächlich ist es so einfach, dass wir uns mittlerweile fragen, warum unpasteurisierte fermentierte Produkte fast vollständig aus den Haushalten verschwunden sind.
Wir sind auf jeden Fall total begeistert und probieren inzwischen die verschiedensten Varianten aus.
Da wir die Fermentation über einige Wochen ablaufen lassen, stellen wir immer sicher, dass wir mehrere Ansätze in unterschiedlichen Phasen vorrätig haben.
Auf diese Weise sichern wir unsere tägliche Portion Probiotika. 🙂

 

Sauerkraut ganz einfach selbst herstellen

 

Zutaten und Materialien

 

  • 1 kleiner Kohlkopf (Weiß-, Spitz,- Rot- oder Chinakohl etc.)
  • 25g Meersalz (pro Kilogramm Weißkohl)
  • 1L Fido-Glas
  • Eine Küchenmaschine erleichtert das feine Zerkleinern des Kohls sehr, ist aber nicht zwingend notwendig.

 

Zubereitung

 

  • Wasche deine Hände und stelle sicher, dass dein Equipment ebenfalls wirklich sauber ist.
  • Halbiere den Kohl, entferne den Strunk und die äußeren Blätter.
  • Wiege die übrig gebliebene Kohlmasse ab und notiere das Gewicht.
  • Schneide den Kohl in möglichst kleine Teile. Das geht am leichtesten mit einer Küchenmaschine. Du kannst den Kohl natürlich auch mit einem Messer in feine Stücken schneiden.
  • Gib den zerkleinerten Kohl in eine große Schüssel.
  • Füge pro Kilogramm Kohl 25g Salz hinzu und arbeite das Salz mit zwei Löffeln ordentlich unter.
  • Gebe den Kohl nun in ein Fido Glas. Wir nutzen einfach unsere gereinigten 1 Liter Kokosöl-Gläser.
  • Decke sowohl das Fido Glas als auch die Schüssel mit eventuell restlicher Kohlmasse mit einem sauberen Küchentuch ab. Das Glas nicht verschließen!
  • Lasse den Kohl 30 Minuten schwitzen.
  • Drücke den Kohl im Fido Glas vorsichtig mit einem Löffel nach unten. Dadurch wird der Saft des Kohls freigegeben und die Masse komprimiert. So entsteht mehr freier Raum, den du mit dem restlichen Kohl aus der Schüssel auffüllen kannst.
  • Lass den Ansatz weitere 30 Minuten schwitzen.
  • Drücke den Kohl ein weiteres mal nach unten. Der Saft sollte nun über dem zerkleinerten Kohl stehen. Sollte dem nicht so sein, gib ein wenig Wasser hinzu bis der Kohl vollständig bedeckt ist. Lass ca. 3cm Luft zum Glasrand.
  • Schließe jetzt das Fido Glas. Achte darauf das der Gummiring richtig sitzt. In der ersten Woche der Fermentation treten vermehrt Gase aus, die dafür sorgen, dass der Kohl sich nach oben bewegt. Sollte dein Glas also sehr voll sein, stelle am besten einen Teller unter, denn machmal kann Flüssigkeit austreten. Das beeinträchtigt die Qualität des Sauerkrauts aber nicht.
  • Notiere auf dem Glas das Datum für das Ende der Fermentation.
  • Stelle dein Glas an einen schattigen Platz. Die beste Qualität erzielst du bei Temperaturen zwischen 15 – 25 °C. Darüber sollten die Temperaturen nicht liegen.
  • Nach 30 Tagen ist dein Sauerkraut fertig und muss in den Kühlschrank. Damit wir den Zeitpunkt nicht verpassen nutzen wir eine Smartphone-Erinnerung. 😉
  • Teile dein Sauerkraut in kleinere Behältnisse auf und lagere sie im Kühlschrank.

Wir essen unser frisches Sauerkraut innerhalb von zwei Wochen auf. Es soll sich aber bis zu 6 Monate im Kühlschrank halten.

Die amerikanische Autoimmun-Bloggerin Eileen Laird weist darauf hin, dass selbst zubereitetes Sauerkraut sehr viele gute Bakterien enthält. Aus diesem Grund sollte man die Verzehrmenge anfangs sehr langsam steigern. Wir empfehlen mit einem Teelöffel pro Tag zu beginnen und langsam auf 1-2 Esslöffel pro Mahlzeit zu erhöhen.

Und jetzt Guten Appetit! 🙂 😀 🙂

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