Erfahrungen mit der Wiedereinführung (Reintro) von Nahrungsmitteln im AIP

Die Wiedereinführung (Reintro) von Nahrungsmitteln ist die Phase im Autoimmunprotokoll, vor der viele am meisten Respekt haben und auf die zugleich die meisten am sehnsüchtigsten warten. Vielleicht stehst du gerade selbst kurz vor diesem Schritt und fragst dich, was auf dich zukommt. Vielleicht hast du die Reintro auch schon einmal versucht und bist an einer Reaktion gescheitert, ohne sie wirklich einordnen zu können. In diesem Artikel teile ich meine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem AIP. Was mich überrascht hat, was mich getroffen hat und was ich aus jeder einzelnen Reaktion gelernt habe. Lesezeit: 11 Minuten I Aktualisiert: 01.05.2026

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Update Mai 2026: Dieser Artikel wurde grundlegend überarbeitet. Die ursprüngliche, detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Wiedereinführung von Nahrungsmitteln ist heute Teil meiner individuellen Begleitung rund um das Autoimmunprotokoll. Was du hier findest, ist die ehrliche Geschichte einer Reintro mit allen Höhen und Tiefen, die diese Phase mit sich bringt. Und das Verständnis dafür, warum gerade dieser Abschnitt des Autoimmunprotokolls so viel Aufmerksamkeit verdient.

Endlich findest du heraus, welche Nahrungsmittel du nicht verträgst. Doch der Weg dorthin ist alles andere als geradlinig. Die Wiedereinführung, kurz Reintro, ist die Phase im Autoimmunprotokoll, die geprägt ist von Hoffnungen, Ängsten, Erfolgen und Enttäuschungen. Sie erfordert Geduld, Konsequenz und Mut. Und sie führt, wenn sie sorgfältig durchgeführt wird, zurück in eine Normalität, in der du wieder die Kontrolle über deine Gesundheit und dein Wohlbefinden hast.

Die drei Phasen des Autoimmunprotokolls

Bevor es um die Reintro selbst geht, lohnt sich ein Blick auf das größere Ganze. Das Autoimmunprotokoll besteht aus drei aufeinander aufbauenden Phase und jede ist wichtig.

Die erste Phase ist die Vorbereitung. Sie wird oft unterschätzt, ist aber entscheidend für den späteren Erfolg. In dieser Zeit geht es um die Recherche guter Bezugsquellen für Lebensmittel, um eine küchentaugliche Routine, um die innere Haltung, mit der du in den Prozess hineingehst und idealerweise auch um Blutbilder.

Daran schließt sich die Eliminationsphase an. Über mindestens 30 Tage wird die Ernährung nach klaren Regeln limitiert. Diese Umstellung ist für viele eine echte Herausforderung, doch sie hat einen Sinn. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein überstimuliertes Immunsystem zur Ruhe kommen kann und dass ein angegriffener Darm Zeit zur Regeneration bekommt. Ziel ist eine vollständige Versorgung des Körpers mit allen notwendigen Nährstoffen bei gleichzeitiger Entlastung von potenziellen Triggern.

Die dritte Phase ist die Wiedereinführung, also die Reintro. Sie ist es, die dem Autoimmunprotokoll seinen eigentlichen diagnostischen Wert gibt. Denn erst hier findest du heraus, welche Nahrungsmittel dein Körper langfristig verträgt und welche nicht. Ohne diese Phase bliebe das AIP eine Eliminationsdiät, die niemals dauerhaft gedacht war.

Was ein Provokationstest in der Reintro bedeutet

Das Prinzip der Reintro klingt zunächst simpel. Du nimmst jeweils nur eines der ausgeschlossenen Nahrungsmittel wieder zu dir, beobachtest deinen Körper genau und entscheidest dann, ob du es wieder in deinen Speiseplan integrieren kannst. Treten keinerlei Unverträglichkeitssymptome auf, dann gehört dieses Lebensmittel künftig wieder zu deiner Ernährung. Treten Reaktionen auf, weißt du, woran du bist.

So weit die Theorie. In der Praxis wirft dieses Vorgehen eine Reihe an Fragen auf, die man sich vorher nicht stellt. Welches Nahrungsmittel testet man zuerst? Wie lange wartet man zwischen zwei Tests? Was zählt eigentlich als Reaktion? Und wie geht man damit um, wenn die Symptome nicht eindeutig sind? Genau an dieser Stelle wird aus einem einfachen Konzept ein sehr individueller Prozess.

Unverträglichkeitsreaktionen, die große Unbekannte

Während der Eliminationsphase habe ich mich immer wieder gefragt, welche Art von Reaktionen im Provokationstest wohl zu erwarten wären. Fühlt man sich irgendwie unwohl, oder treten gar intensive Schmerzen auf? Worauf ist überhaupt zu achten? Was, wenn gar nichts wahrnehmbar ist? Welche Organe werden reagieren, vielleicht die Schilddrüse, der Magen oder doch eher der Darm?

Über dieses sensible Thema konnte ich damals nur sehr wenige Informationen und kaum Erfahrungsberichte finden. So verwundert es auch nicht, dass manche Betroffene regelrecht Angst davor haben, die Eliminationsphase wieder zu verlassen. Sie fürchten schlicht die Rückkehr überwunden geglaubter Symptome. Doch die Eliminationsphase im AIP ist ausdrücklich nicht für eine dauerhafte Anwendung konzipiert. Sie bildet lediglich die Voraussetzung für den Erkenntnisgewinn, der in der Reintro auf dich wartet.

Meine persönlichen Erfahrungen mit der Reintro

Vor dem Start der Reintro lohnt sich ein Rückblick und die Bestimmung des Status Quo. Die Umstellung auf die Ernährungsregeln in der Eliminationsphase war für mich eher unproblematisch. Der Unterschied zu meinem gewohnten Lebensstil war nicht sehr groß. Mit der Aussicht auf Verbesserungen meiner Lebensqualität habe ich mich von vornherein auf drei Monate Elimination festgelegt. Ich wollte es einfach schon beim ersten Versuch richtig machen. Mit einem Zeitraum deutlich über der Minimalforderung von 30 Tagen ging ich auf Nummer sicher.

Nach Ablauf von 90 Tagen Eliminationsdiät fiel mir eine Beurteilung meiner gesundheitlichen Fortschritte erst einmal gar nicht so leicht. Drei Monate sind eine lange Zeit. Viele Veränderungen treten schleichend und unmerklich auf. An Gutes gewöhnt man sich außerdem sehr schnell. Eine Reihe gesundheitsrelevanter Aspekte hatten sich für mich aber klar positiv verändert. Ich fühlte mich gesund und fit.

Mein erster Test war ein Erfolg, fast zu reibungslos

Für meinen ersten Provokationstest habe ich Erbsenprotein gewählt. Dabei ging es mir um eine alternative Eiweißquelle für mein Frühstück. Während der Eliminationsphase hatte ich gemerkt, dass ich mit Fisch und Fleisch zur ersten Mahlzeit des Tages nicht vollständig glücklich war. Ich habe meine Auswahl also nach dem größten emotionalen Nutzen für mich getroffen.

Die Tage des Tests verliefen ohne jede Symptome. Auf anfängliche Freude folgten sehr schnell Selbstzweifel und eine gewisse Unsicherheit. Verstehe ich die Signale meines Körpers überhaupt? Nehme ich wahr, wenn mir etwas nicht gut tut? Am Ende war ich mir aber doch ziemlich sicher, dass meine Wiedereinführung von Erbsenprotein erfolgreich war. Ich war erleichtert und freute mich auf den nächsten Versuch.

Mein zweiter Versuch hat mich regelrecht geschockt

Auch für den zweiten Versuch entschied ich mich für ein Nahrungsmittel, bei dem ich die Wahrscheinlichkeit von Unverträglichkeitsreaktionen als relativ gering einschätzte. Ich brauchte unbedingt mehr Eiweißquellen und ich vermisste Eier. Damit war die Sache für mich klar. Furchtlos und mit sehr viel Vorfreude wagte ich den Test von gekochtem Hühner-Eigelb.

Doch dieses Mal musste ich mir die Frage nach der Wahrnehmung eventueller Symptome nicht stellen. Innerhalb von nur 30 Minuten nach dem ersten halben Löffel Eigelb hatte ich verstanden, was es mit dem Begriff Provokation auf sich hat. Die Reaktionen meines Körpers waren ungeahnt heftig. Ich litt unter Übelkeit und Aufstoßen, hatte regelrecht eine Faust im Magen. Dazu kamen Durchfälle und eine enorme Müdigkeit. Fassungslos und unglaublich enttäuscht musste ich diesen Test abbrechen. Noch für Tage fühlte ich mich unwohl.

Vom Hühner-Eigelb musste ich mich also erst einmal verabschieden. 10 Tage später fühlte ich mich endlich wieder fit und wohl, und wagte den Test mit gekochtem Eiweiß. Ich wollte Eier so verzweifelt wieder in meine Ernährung integrieren, dass ich einfach nicht widerstehen konnte. Doch nach den Erfahrungen mit dem Eigelb hätte ich lieber für eine Weile ganz die Finger von Hühnereiern lassen sollen. Die Reaktionen waren identisch und trafen mich mit gleicher Härte. Jetzt war ich wirklich traurig und wehmütig und hatte das Gefühl, ein deutliches Stück Lebensqualität verloren zu haben.

Manche Reaktionen kommen erst schleichend

Meine Wiedereinführung von Paranüssen verlief nicht so eindeutig wie die zuvor beschriebenen. Zunächst glaubte ich sie erfolgreich getestet zu haben. Zur besseren Selenversorgung entschied ich mich daraufhin für eine tägliche Aufnahme von zwei Paranüssen und dachte für eine Weile nicht mehr über mögliche Reaktionen nach.

Im weiteren Verlauf traten dann Gelenkschmerzen auf, vorrangig an Händen und Füßen. Da ich familiär vorbelastet bin, ließ ich mich vorsorglich auf Rheumamarker testen. Die Ergebnisse waren negativ. Bei meinen Überlegungen zu möglichen Ursachen für meine Beschwerden fielen mir dann die Paranüsse wieder ein. Drei Tage nach Aufnahmestopp waren meine Beschwerden tatsächlich abgeklungen. Offenbar hatten sich die Symptome durch den täglichen Konsum sehr langsam, aber stetig aufgebaut. Auch so ein Verlauf ist also möglich.

Ei ist nicht gleich Ei

Trotz der bitteren Erfahrungen bei der versuchten Wiedereinführung von Hühnereiern hat mich das Thema Ei einfach nicht in Ruhe gelassen. Bei der Auseinandersetzung mit einer artgerechten und nährstoffdichten Ernährung bin ich auf Wachteleier gestoßen, und mit ihnen habe ich tatsächlich eine Lösung gefunden. Wachteleier vertrage ich vollständig und sehr gut. Als Omelette sind sie heute ein fester und regelmäßiger Teil meiner Eiweißversorgung.

Was ich im Laufe der Zeit zurückgewinnen konnte

Zusätzlich zu den genannten Nahrungsmitteln konnte ich im Laufe der Zeit grüne Bohnen, Zuckerschoten, Pfeffer, Senf, Fenchelsamen, Kardamom, Linsen, Kichererbsen, Kakao, Cashews, Pistazien, Mandeln, Sesam, Haferflocken, Kaffee sowie Ziegen- und Schafsmilchprodukte wieder in meinen Speiseplan aufnehmen. Damit lässt es sich schon ganz vorzüglich leben.

Was ich in der Reintro gelernt habe

So bitter manche Erfahrungen bei der Wiedereinführung auch sein mögen, für mich hat die Bandbreite an Signalen zwischen Körper und Geist auch etwas Faszinierendes. Mit der Zeit lerne ich meinen Körper immer genauer kennen. Es gelingt mir zunehmend besser, in mich hineinzuhorchen und schließlich auch die richtigen Entscheidungen für meine Gesundheit zu treffen. Das macht durchaus Spaß und gibt Selbstvertrauen.

Was ich mittlerweile wirklich verstanden habe, ist die Notwendigkeit, sich Zeit bei der Wiedereinführung neuer Nahrungsmittel zu lassen. Alles läuft wesentlich entspannter, wenn ich eher rational an die Sache gehe. Ich habe einen Plan und eine Erwartungshaltung. Ich teste und werte möglichst rational aus. Das ist in der Umsetzung natürlich nicht so einfach, wie es hier klingt. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, man wächst da hinein.

Heute habe ich durch die gemachten Erfahrungen keine Angst mehr, Symptome eventuell nicht wahrzunehmen. Die Erwartung von Beschwerden oder Schmerzen durch einen weiteren Provokationstest kann nicht nur blockierend wirken, sondern regelrecht Angst machen. Mir hilft dann der Gedanke an die Verbesserungen meiner Lebensqualität, die ich mir mit jeder neuen Provokation erhoffe. So kann ich besser mit meinen Gefühlen umgehen.

Mit Provokationstests zurück in die Normalität

Wer mit dem AIP seine Symptome stark verringern konnte oder gar in Remission kommt, wird vielleicht darüber nachdenken, einfach in der Eliminationsphase zu bleiben. Bei wohl überlegter Auslegung der Regeln ist die Versorgung mit Nährstoffen sehr gut und vollkommen ausreichend. Doch wer nutzt wirklich die gesamte Bandbreite des Möglichen im AIP und ist sich sicher, alle Nährstoffe gut ausbalanciert zu haben? Dazu gehört einiges an Aufwand, an Information und an regelmäßigem Nachmessen, zum Beispiel mittels Blutbildern.

Für mich stellte sich die Frage nach einer dauerhaften Elimination nicht. Ich wollte unbedingt einige Nahrungsmittel wieder einführen. Vor allem ging es mir um eine breitere Palette an Eiweißquellen. Heute fühle ich mich im AIP sehr wohl. Mir fehlt nichts. Das Bedürfnis nach weiteren Wiedereinführungen lässt deutlich nach.

Dennoch werde ich damit weitermachen. Solange ich mich in meinem eigenen Mikrokosmos bewege und alles rund um mein Essen selbst kontrollieren kann, sind die Dinge relativ einfach. Doch es gibt ja noch ein Leben außerhalb der eigenen vier Wände. Freunde und Familie treffen, auswärts essen gehen oder Reisen können doch recht schnell zu nicht unerheblichen Problemen führen. Mit jeder erfolgreichen Wiedereinführung kommt ein Stück Normalität zurück in mein Leben. Das ist nicht nur gut für mich, sondern auch für mein soziales Umfeld.

Aus heutiger Sicht bin ich der Meinung, dass ich bei weitem nicht alles testen werde. Rückblickend glaube ich bei einigen Nahrungsmitteln schon vor Jahren deutliche Unverträglichkeitssymptome gefühlt zu haben, die ich aber nicht zu deuten wusste. Das trifft zum Beispiel auf Nachtschattengewächse zu. Ich sehe keinerlei Notwendigkeit, mich diesen Reaktionen wieder auszusetzen.

Update Mai 2026: Inzwischen habe ich gelernt, dass auch hier feine Nuancen möglich sind. Tomatensauce, also gekochte und verarbeitete Tomate, konnte ich wieder erfolgreich integrieren. Rohe Tomaten dagegen funktionieren bei mir nach wie vor nicht. Genau das macht die Reintro so spannend und so individuell. Es geht selten um ein klares Ja oder Nein, sondern oft um die Frage, in welcher Form, in welcher Menge und in welcher Kombination ein Nahrungsmittel verträglich ist.

Dein nächster Schritt

Wenn du wissen möchtest, wie sich das AIP über viele Jahre entwickelt und was wirklich davon bleibt, lies meinen Erfahrungsbericht nach 9 Jahren AIP. Dort schreibe ich darüber, was sich tatsächlich verändert hat, was geblieben ist und welche Erkenntnisse erst mit der Zeit gekommen sind.

Wenn du das Gefühl hast, dass du durch das Autoimmunprotokoll nicht alleine gehen möchtest, dann findest du auf meiner Seite Gemeinsam starten verschiedene Formate, in denen ich dich rund um das Autoimmunprotokoll unterstützen kann. Vom kurzen 1:1 Gespräch über ein längeres Begleitpaket bis hin zum strukturierten AIP Mentoring in der Gruppe. So findest du das Format, das gerade zu deiner Situation passt.

N E W S L E T T E R

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Über die Autorin Sabrina Bergmann

20 Jahre lebte ich mit Hashimoto, bevor ich verstand, dass meine Schilddrüse trotz Medikamenten immer weiter an Funktion verliert, solange der autoimmune Prozess dahinter nicht deutlich vermindert wird. Brain Fog, chronische Erschöpfung, das Gefühl, von meinem eigenen Körper im Stich gelassen zu werden – das war meine Normalität.

2017 kam der Wendepunkt: Ich entdeckte das Paleo Autoimmunprotokoll und nahm meine Gesundheit in die eigenen Hände. Heute geht es mir besser denn je.

Auf Hashimoto & Co. teile ich meine Erfahrungen und das Wissen, das ich mir über Jahre angeeignet habe – als Mentorin für Menschen mit Autoimmunerkrankungen, die bereit sind, die Ursachen hinter autoimmunen Prozessen zu verstehen und ihre Vitalität zurückzugewinnen.


Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine medizinische, therapeutische oder ernährungstherapeutische Beratung dar. Es ersetzt nicht die Konsultation eines Arztes oder Heilpraktikers. Individuelle Ergebnisse können variieren. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an dein Behandlungsteam.

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8 thoughts on “Erfahrungen mit der Wiedereinführung (Reintro) von Nahrungsmitteln im AIP”

  1. Hey,
    Ich würde das AIP selbst gerne ausprobieren, ich bin aber in den nächsten Monaten (also in der reintro Phase) im Urlaub, auf Hochzeiten oder auf einem Festival über mehrere Tage. Dort ist es unmöglich mich an die Regeln nur einzelne Dinge hinzuzufügen zu halten. Könnte man für ein Wochenende eine „Pause“ bzw Ausnahme machen um danach langsam mit dem nächsten Lebensmittel wieder zu starten oder würde man danach eine neue eliminierungsphase machen müssen ?
    Liebe Grüße

    1. Hey Sophie,
      ich würde immer eine Phase von mindestens 30 Tagen in der Elimination durchführen, bevor ich anfangen würde Lebensmittel wieder einzuführen. So wird es eindeutiger bei der Beurteilung, ob du etwas nicht verträgst. Deswegen würde ich eine Pause versuchen zu vermeiden und wenn das nicht möglich ist, danach noch mal 30 Tage in die Elimination gehen (plus eventuell schon erfolgreich eingeführte Lebensmittel).
      Alles Gute und liebe Grüße
      Sabrina

  2. Hallo an Euch aus Österreich,

    ich habe mich 10 Wochen nach den Autoimmunprotokoll ernährt (Vit. B 12 Aufnahme gestört – perniziöse Anemie) und befinde mich in der Phase der Wiedereinführung. Ich backte vorher 2 Jahre lang unser Roggensauerteigbrot selber, es fehlt mir am meisten von allen Lebensmitteln.
    Warum sind überhaupt keine Getreideprodukte in der Tabelle der Wiedereinführung vorhanden, oder wie gehe ich am besten dabei vor. Soll ich einmal mit Glutenfreien Mehlen experimentieren. Und wie sieht das mit Milchprodukten aus?

    Freue mich auf Euer Feedback,

    Nick

    Danke für Euer Feedback!

    1. Hallo Nick,
      wir haben uns bei der Übersicht der Wiedereinführungen an Artikeln von Dr. Sarah Ballantyne und Eileen Laird orientiert. Aufgrund der häufigen Glutenproblematik bei Autoimmunerkrankungen sind keine glutenhaltigen Lebensmittel aufgeführt. Bei Milchprodukten würde ich mit Schafs- und Ziegenmilchprodukten starten. Am Ende ist es aber deine Entscheidung. Achte nur darauf wirklich jeweils nur ein neues Lebensmittel wieder einzuführen, um eventuelle Unverträglichkeiten richtig deuten zu können.
      Alles Gute und viele Grüße nach Österreich!
      Sabrina

  3. Liebe Sabrina,
    Ich hätte interessehalber eine Frage: Gibt es einen Grund, warum du erst nur Eigelb und dann nur Eiweiß probiert hast? Hast du auch Ei als Ganzes probiert?
    Ich hatte dies auch mal ausprobiert und es ging mir nicht gut. Mein Hausarzt meinte, ich solle Eier nur komplett essen, dann wären sie verträglicher.
    Gibt es einen Grund für diese Trennung von Eigelb und Eiweiß bei der Eliminationsphase?

    Ich finde deinen Blog positiv und wünsche dir alles Gute
    Liebe Grüße
    Marion

    1. Liebe Marion,

      vielen Dank für dein Lob und deine Frage.

      Eier sind in der Eliminationsphase vollkommen ausgeschlossen.

      Eiweiß und Eigelb haben ein unterschiedlich hohes Reaktionspotential. Die Wahrscheinlichkeit auf das Eiweiß zu reagieren ist deutlich höher. Vor der Aufnahme in den Blutkreislauf können sich bakterielle Eiweißfragmente an das Hühnereiweiß binden, die dann nach der Darmpassage das körpereigene Immunsystem alarmieren. Eigelb wird insgesamt besser vertragen und aufgrund seiner wertvollen Nährstoffe nach der Eliminationsphase möglichst früh auf Verträglichkeit getestet.

      Wir wünschen dir viel Erfolg mit dem AIP und eine gute Gesundheit!

  4. Hallo Sabrina,
    ich hab da mal ein paar Fragen. Klassische Weißmehle, Nudeln, andere Mehlsorten, Brot und so weiter, hast du irgend etwas von diesen Sachen wieder aufgenommen? Und warum eigentlich Kaffee weglassen ? Trinkst du jetzt wieder Kaffee? Medikamente könnte ich leider aus ärztlicher Sicht nicht weglassen, habe ich dadurch automatisch keine Eliminierungsphase? Vielen Dank für deine Rückantwort und
    Ganz viele Grüße
    Mandy

    1. Liebe Mandy,
      alle klassischen Getreidemehle habe ich dauerhaft eliminiert. Brot backe ich nur gelegentlich, und dann mit Maniokmehl oder auch Kochbanane, Erdmandelmehl und Kokosmehl.

      Kaffee wird in der Eliminationsphase ausgeschlossen, da er neben den vielen bekannten positiven Effekten auch das Immunsystem stimuliert. Das kann individuell sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Die Mechanismen dahinter sind wissenschaftlich bis dato noch nicht geklärt. Um jedes Risiko zu vermeiden, wird Kaffee daher zunächst ausgeschlossen, kann dann aber später wieder eingeführt werden, sofern keine Beschwerden auftreten. Ich habe im AIP Matcha lieben gelernt und vermisse Kaffee nicht.

      Viele Betroffene sind nicht in der Lage, alle Medikamente für das AIP abzusetzen. Du solltest dich aber kritisch mit der tatsächlichen Notwendigkeit und dem Wirkmechanismus des jeweiligen Medikamentes auseinandersetzen. Manchmal gibt es ggf. Alternativen, die weniger oder keinen Einfluß auf die Darmgesundheit nehmen. Möglicherweise stellst du auch fest, dass du Medikamente im Laufe des AIPs mengenmäßig reduzieren oder sogar ganz absetzen kannst. Kurz: Medikamente, die du unbedingt benötigst, nimmst du natürlich auch während des Autoimmunprotokolls.

      Wir wünschen dir viel Erfolg und eine gute Gesundheit! 🙂

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