🕐 Update März 2026
Dieser Artikel entstand im August 2019, zwei Jahre nachdem ich im März 2017 mit dem Paleo Autoimmunprotokoll gestartet bin.
Heute, neun Jahre später, kann ich sagen, dass das AIP mein Leben grundlegend verändert hat. Mit 43 habe ich mehr Energie als je zuvor und fühle mich vitaler als in meinen Zwanzigern.
Was als verzweifelter Selbstversuch begann, wurde zum Startschuss für ein vitaleres, energiegeladenes Leben. Deshalb teile ich hier meine Erfahrungen, damit auch du deinen Weg finden kannst.
Hi! Ich bin Sabrina und ich lebe mit Hashimoto-Thyreoiditis.
Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Die Folge ist eine Schilddrüsenunterfunktion, die dein ganzes Leben beeinflussen kann. Hashimoto ist die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion in Deutschland.
Autoimmunerkrankungen nehmen weltweit zu – ob Hashimoto, Rheuma, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Lupus, Zöliakie. Die Liste ist lang und internationale Studien belegen diesen besorgniserregenden globalen Trend. Viele Betroffene bekommen die gleiche Antwort: „Nehmen Sie lebenslang Ihre Medikamente, dann können Sie gut damit leben.“
Aber ist das wirklich alles?
Ich war zeitlebens „gut eingestellt“, wie es im ärztlichen Fachjargon heißt. Aber „gut eingestellt“ bedeutete für mich nicht „symptomfrei“.
Ich war dauerhaft müde, energielos, ständig erschöpft. Brain Fog vernebelte mein Denken und ich brauchte 12 Stunden Schlaf – manchmal mehr. An Wochenenden schlief ich oft bis weit in den Tag hinein.
Wenn ich heute an diese Zeit zurückdenke, wird mir schwer ums Herz, denn meine Tochter hat aus dieser Phase kaum Erinnerungen an gemeinsame Vormittage. Ich war nicht wirklich da – nicht als Mutter, nicht als Partnerin, nicht als Mensch. Ich verschlief unser Familienleben. Doch genau dieses schmerzhafte Gefühl wurde zu meinem größten Antrieb, nach echten Lösungen zu suchen.
Meine Ärzte sagten: „Nehmen Sie Ihre Medikamente, dann können Sie gut mit Ihrer Krankheit leben!“
Das war nicht „gut leben“. Das war Überleben.
Mit den Jahren fragte ich mich immer häufiger: Kann man wirklich nichts tun? Meine Zweifel wuchsen – nicht zuletzt durch positive Erfahrungen mit unterschiedlichen Ernährungsformen.
Mein Mann René, Personal Trainer mit Hintergrund in Ernährungswissenschaften und Biologie, stieß bei seinen Recherchen auf das Paleo Autoimmunprotokoll (AIP).
Eine Ausschlussdiät, entwickelt von Wissenschaftlern und Betroffenen, die mit gezielter Ernährung die Symptome ihrer Autoimmunerkrankungen deutlich lindern konnten.
Die Berichte waren vielversprechend: Viele Menschen mit Autoimmunerkrankungen berichteten von spürbaren Verbesserungen. Meine Zweifel am ärztlichen Umgang mit meiner Krankheit wuchsen weiter.
Mein Start mit dem Autoimmunprotokoll
2017 war das AIP im deutschsprachigen Raum kaum bekannt. Also startete ich im März 2017 meinen Selbstversuch und dokumentierte jeden Schritt.
Mein Wunsch: meine Symptome lindern und nicht länger machtlos meiner Erkrankung gegenüberstehen.
Der Einfluss von Ernährung und Lifestyle auf deinen Körper ist dir vielleicht noch nicht bewusst. Mit dieser Website möchte ich zur Aufklärung beitragen und dir Mut machen. Du kannst durch Ernährung und Lifestyle selbst aktiv zu deinem Wohlbefinden beitragen.
2017 sagte ich: „Ich nehme das Management meiner Autoimmunerkrankung jetzt selbst in die Hand!“
2026 sage ich: Es war die beste Entscheidung meines Lebens.
✨ Was das AIP für mich verändert hat
Früher: 12 Stunden Schlaf, trotzdem erschöpft. Brain Fog. Chronische Müdigkeit. Ich verschlief das Leben meiner Familie.
Heute: 7 Stunden Schlaf, voller Energie. Klarer Kopf. Eigenverantwortliches Gesundheitsmanagement. Mit 43 vitaler als in meinen Zwanzigern.
Das AIP war nicht die Lösung – es war der Startschuss für ein selbstbestimmtes Leben mit Hashimoto.
📚 Meine AIP-Reise
Von den ersten Schritten 2017 bis heute:
- ✓ Die 12 Wochenberichte der Eliminationsphase
- ✓ Zwischenfazits (6 Wochen, 3 Monate, 12 Monate)
- ✓ Der 9-Jahres-Bericht: Mein Leben heute
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine medizinische, therapeutische oder ernährungstherapeutische Beratung dar. Es ersetzt nicht die Konsultation eines Arztes oder Heilpraktikers. Individuelle Ergebnisse können variieren. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an dein Behandlungsteam.
Liebe Sabrina,
Mir ging es genauso. Als erstes bekam ich eine Arthrose im Daumengrundgelenk – Kommentar des Arztes „wenn die Schmerzen zu groß sind, denken wir an einen operativen Eingriff“. Ich stellte meine Ernährung auf vegetarisch, basisch um. Das half meinem Gelenk und kam mir entgegen – ich liebe Vollkornprodukte, Müslis, Haferbrei etc.
Dann nahm ich unerklärlicherweise konstant zu, war ständig müde – die klassischen Hashimotosymptome. Das wurde dann auch diagnostiziert, mit den selben Anmerkungen, wie bei dir. Ich forschte weiter und las mich durch die gesamte amerikanische Paleoliteratur. Ich verzichtete auf Gluten in Form von Weizen, Roggen, Gerste. Mir ging es entschieden besser und ich nahm 15 Kilo ab. An meinen Schilddrüsenwerten änderte sich allerdings nicht viel, die Gelenke taten immer mal wieder weh und ich befürchtete, dass das Fleisch doch nicht das richtige wäre. Ich ernährte mich jetzt deshalb glutenfrei und vegan mit viel Hülsenfrüchten und selbstgebackenem Buchweizen-, Hirse-, Hafersauerteigbrot. Es ging mir radikal immer schlechter. Ich bekam Muskel-, Gelenks- und Knochenschmerzen, konnte kaum noch eine Stufe hinauf gehen oder mich nachts von links nach rechts drehen. Ich stieß auf die Bücher von Dr. Osborne, O’Bryan und Ballantyne. Seitdem ernähre ich mich nach dem Autoimmunprotokoll völlig getreidefrei, verzichte auf Nachtschattengewächse, Milchprodukte, Eier und Nüsse. Eine Woche nach der Ernährungsumstellung waren die Symptome weg. Letzte Woche versuchte ich es mit Walnüssen und bezahlte dieses Abenteuer mit stahlharten Muskelverspannungen, migräneartigen Kopfschmerzen und brain fog.
Ich danke dir und all denen, die sich die Mühe machen dieses Ernährungskonzept in Deutschland zu verbreiten.
Herzliche Grüße
Kirsten
Liebe Kirsten, vielen Dank für diesen tollen Kommentar! Gemeinsam können wir noch vielen weiteren Betroffenen zeigen, dass sie selbst Tag für Tag sehr viel für ihre Gesundheit und Lebensqualität tun können. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit dem AIP und eine gute Gesundheit. 😉
Liebe Sabrina,
ich bin soeben auf deinen Blog gestoßen und bin begeistert! Ich bin 30 Jahre alt und seit nun ca. 4 Jahren beschäftige ich mich sehr intensiv mit Ernährung und ernährungsbedingten Krankheiten, da ich selbst sehr krank wurde und mir kein einiziger Artz helfen konnte. Ich leider an einer Schilddrüßenuntrfunktion und nehme seit 8 Jahren L-Thyroxin 50. Aus Eigenrecherche habe ich endeckt, dass ich auch an einem Leaky Gut Syndrom leide, dies wurde mir auch dann von einer Heilpraktikerin bestätigt. Ich habe fast ein ganzes Jahr glutenfrei und vegan gelebt, jedoch festgestellt, dass diese Art von Ernährung mich nicht gesund macht. Ich bin durch einige andere englisch Post dann auf das AIP Protocol gestroßen und werde einen Selbstversuch wagen.
Ich danke dir jetzt schon einmal für deine tolle Arbeit und Mühe alles nieder zu schreiben. In Deutschland sollte es mehr solche Blogger geben!
Herzlichen Gruß aus Frankfurt am Main
Edona
Liebe Edona,
vielen lieben Dank für deinen netten Kommentar!
Um Menschen wie dir zu helfen, haben mein Mann und ich angefangen über dieses Thema zu bloggen.
Das Autoimmunprotokoll bietet so viel Potential und kann bestimmt auch dir weiterhelfen.
Mir geht es seit dem Start 2017 stetig besser. Allmählich verstehe ich meinen Körper und erkenne, was er braucht.
Ganz viel Erfolg wünsche ich dir! Über ein Update würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.
Auf beste Gesundheit und mit herzlichen Grüßen aus Maui
Sabrina