Nutrivore – Essen mit Herz und Verstand

Nutrivore [nutʁiˈvoːʁə]

Was bedeutet der Begriff Nutrivore?

Der Begriff »Nutrivore« setzt sich zusammen aus dem lateinischen »nutrio« (ernähren, pflegen) und »vorare« (fressen).

Wie ernährt sich ein Nutrivore?

Ein Nutrivore ernährt sich gezielt von allem, was seinen Körper mit vielen Nährstoffen versorgt und ihn dabei pflegt. Die Nahrungsmittel sollten entweder aus ökologisch-regenerativer Landwirtschaft und artgerechter Tierhaltung oder aus Wildpflückung bzw. Wildfang stammen. Weitere wichtige Auswahlkriterien für den Nutrivore sind Saisonalität, Regionalität, Frische und eine hohe Nährstoffdichte.

Was bietet das Nutrivore-Konzept?

Das Nutrivore-Konzept liefert eine rationale Lösung für ein Problem der menschlichen Zivilisationsgesellschaft, dass es in der Zeit vor der neolithischen Revolution noch nicht gab: die richtige Wahl zu treffen zwischen unnatürlichen, also industriell verarbeiteten und künstlichen Ernährungsangeboten und echter, sprich artgerechter und gesunder Nahrung.


In diesem Artikel erfährst du, wie wir zur Nutrivore-Ernährung gelangt sind und welche Rolle das Autoimmunprotokoll dabei gespielt hat. Was ist ein Nutrivore? Welche Vorteile bietet dieses Ernährungskonzept? Wie hat es unser Leben bereichert? Dies und noch viel mehr erfährst du im folgenden Text. Aber Vorsicht: Dieser Artikel könnte deine Gesundheit nachhaltig positiv verändern. Eine Erhöhung deiner Lebensqualität kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Bitte lies nur weiter, wenn du damit einverstanden bist.

Auf die inneren Werte kommt es an, besonders beim Essen!

Die meisten von uns lernen kaum etwas über Ernährung. Das gilt leider oftmals für den Kreis der Familie gleichermaßen wie für die Ausbildung in der Schule oder sogar im Medizinstudium. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Ernährungsformen und eine Menge Gründe, sich für oder gegen die eine oder andere zu entscheiden. Mitunter wird sogar heftig unter den Anhängern unterschiedlicher Strömungen gestritten.

Während manche etwa durch den Verzicht auf Fleisch das Klima retten oder einfach Teil einer sinnstiftenden Bewegung sein wollen, streben andere nach dem artgerechten Ursprung menschlicher Ernährung oder nach dem Idealgewicht. Natürlich essen viele Menschen auch ganz einfach was ihnen schmeckt oder preislich attraktiv erscheint. Andere wiederum wählen gezielt aus. Wir gehören zu letzteren. Beim Essen liegt unser Fokus auf Naturbelassenheit und Nährstoffdichte – wir sind eine Nutrivore-Familie. 

Das Nutrivore-Konzept favorisiert besonders nährstoffdichte natürliche Nahrungsmittel, so wie diese frisch gepflückten Beeren.
Das Nutrivore-Konzept favorisiert besonders nährstoffdichte natürliche Nahrungsmittel, so wie diese frisch gepflückten Beeren.

Ein Barbecue mit Freunden

Vor kurzem hatten wir Freunde zu Gast und haben – wie so häufig bei uns – gegrillt. Wir lieben diese einfache Form der Zubereitung. Zunächst landeten Pilze, Rote Bete und Fenchel auf dem Rost, danach Süßkartoffel, Zucchini und auch ein paar Würstchen. Dazu hatten wir einen großen Salat mit viel Grün, bunten Karotten, Rotkohl, Kräutern und natürlich Olivenöl vorbereitet. Wir aßen gemeinsam während der Grill lief und hatten eine gute Zeit.

Im weiteren Verlauf des Essens legten wir statt der üblichen Steaks diesmal Leber auf den Grill – für uns mittlerweile eine ganz normale Sache. Wir lieben Leber als fantastische Ressource von hochwertigem Protein, Mineralstoffen und Vitaminen. Doch unseren Freunden war die Überraschung anzusehen. Zum Kosten ließen sie sich zwar noch überreden, aber Liebe auf den ersten Biss wurde es nicht. Zu ungewohnt war ihnen der Gedanke an Innereien als Mahlzeit, zu unvertraut der Leber-typische Geruch. Daran konnte auch die unerwartet zarte Konsistenz der Leber zunächst nichts ändern. Wir wollten einerseits natürlich unsere Gäste glücklich machen, andererseits aber auch Interesse für unsere Art der Ernährung wecken. So bereiteten wir kurzerhand ein Leber-Paté zu und wurden mit begeisterten Kommentaren belohnt.

Unser Weg zum Nutrivore-Konzept war nicht nur lang, sondern auch von Versuch und Irrtum begleitet

Es sind Augenblicke und Situationen wie die oben beschriebene, in denen wir daran erinnert werden, dass auch wir nicht immer so gegessen haben wie wir es heute tun. Unsere Ernährung ist, wie unser gesamter heutiger Lebensstil, das Ergebnis einer langen Reise. Vieles von dem was wir heute wissen und täglich tun halten wir für selbstverständlich. Wir glauben oft, alle Menschen um uns herum würden die Dinge ganz genau wie wir betrachten. Doch diese Annahme ist weit von der Realität entfernt. Der Eindruck entsteht durch die eigene gefilterte Wahrnehmung und die Blase, in der wir alle uns bewegen. Das gilt ganz besonders bei den Themen Ernährung und Bewegung.

Fertigprodukte, Low-Fat-Wahn und die Omnipräsenz von Getreide

Schon als Teenager haben wir uns mit Ernährung beschäftigt. Damals lag die Motivation weniger in der eigenen Gesundheit als vielmehr in der wesentlich offensichtlicheren optischen Erscheinung und der sportlichen Leistungsfähigkeit. Die wenigen Informationen aus Sportmagazinen und Publikationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung brachten uns einen hohen Konsum an Vollkornprodukten und Geflügelfleisch ein. Ganz dem Trend der 90er Jahre folgend kauften wir Light-Produkte mit sehr geringem Fettanteil und viele industriell verarbeitete Nahrungsmittel. Die Bandbreite an verzehrtem Gemüse war überschaubar. Für die Vitaminversorgung setzten wir eher auf exotische Früchte und Multivitaminpräparate.

Sabrina und René Bergmann – Zu unserem Nutrivore-Lifestyle gehört auch viel Bewegung, am liebsten draußen in der Natur.
Zu unserem Nutrivore-Lifestyle gehört auch viel Bewegung, am liebsten draußen in der Natur.

Wenn wir heute auf diese Zeit zurückblicken erscheint es uns, als wären das nicht wir gewesen, irgendwie unwirklich, so wie wenn man einen Film ansieht. Damals waren wir im guten Glauben das Richtige für unseren Körper zu tun. Unser jugendlicher Stoffwechsel und viel Sport bewahrten uns vor Übergewicht. Wir waren leistungsfähig und sportlich erfolgreich, aber nie vollkommen zufrieden mit unserer körperlichen Performance.

Der Verzicht auf Getreide und Milch war ein wichtiger Meilenstein für uns

Eine Dekade später begannen wir zu ahnen, dass wir mit unserem Ernährungsstil nicht richtig liegen konnten. Es fiel uns immer schwerer in wirklich guter Form zu bleiben. Wir hatten zunehmend Probleme bei der Verdauung von Vollkornbrot und Kuhmilch. Es mangelte uns spürbar an Eisen und gesunden Fetten. Durch Erfahrung, Versuch und Irrtum gelangten wir ganz natürlich zu einer Ernährung ohne Getreide und Kuhmilch. Statt dessen gab es jetzt mehr Gemüse und öfter rotes Fleisch. Convenience-Produkte verschwanden schleichend aus unserer Küche.

Als das Konzept der Paleo-Ernährung die Medien eroberte stellten wir fest, dass wir uns schon relativ ähnlich ernährten. Plötzlich hatte unser Ernährungsstil einen Namen und eine wachsende Bewegung. Der anthropologische Ansatz erschien uns logisch. Beim Fleisch gerieten wir jedoch zunehmend in Diskussion. Innerhalb der Familie prallten ethische Aspekte auf körperliche Bedürfnisse und sportliche Ansprüche.

Mit dem Autoimmunprotokoll zurück zur artgerechten und natürlichen Ernährung

Mitten in dieser Zeit – kurz vor dem Entschluss zu einer vegetarischen Ernährung – stießen wir auf das Konzept des Autoimmunprotokolls. Es veränderte nicht nur radikal unsere Sicht auf die verschiedenen Autoimmunerkrankungen innerhalb der Familie, es ließ uns schließlich sämtliche Aspekte unseres bisherigen Lebensstils kritisch hinterfragen: Ernährung, Schlaf, Stress, Kosmetika und Haushaltswaren, bis hin zu nachhaltigem Konsum und Recycling.

Die in unseren Augen weitreichendste und nachhaltigste Lebensstiländerungen war unsere vollständige Umstellung auf biologisch erzeugte Nahrungsmittel

Mit der Entscheidung für ökologisch erzeugte Nahrungsmittel konnten wir auf einen Schlag sowohl einen direkten Beitrag zum Schutz unserer Böden, unseres Grundwassers und der sterbenden Insekten leisten als auch gleichzeitig unseren Körper mit der gesündesten verfügbaren Nahrung versorgen – ein wunderbares Gefühl. Schnell erkannten wir, dass auch Bio nicht gleich Bio ist. Darum suchten wir zunehmend nach Nahrungsmitteln aus regenerativer Landwirtschaft und Weidehaltung. Immer mehr orientierten wir uns dabei an saisonalen und regionalen Produkten. Gleichzeitig begannen wir nach der höchstmöglichen Ausbeute und Vielfalt an Nährstoffen zu suchen.

Fleisch vom Weiderind passt sehr gut in das Nutrivore-Konzept.
Fleisch vom Weiderind passt sehr gut in das Nutrivore-Konzept. Artgerecht gehaltene Tiere liefern gesunde Fleischprodukte mit überragender Nährstoffdichte.

Mit dem Nutrivore-Konzept essen wir abwechslungsreicher und sind experimentierfreudiger in der Küche

Das Warenangebot im Biohandel ist sehr viel abwechslungsreicher als wir es aus dem konventionellen Handel kannten. So probierten wir uns erst einmal durch das gesamte Spektrum der angebotenen Obst- und Gemüsearten. Das machte und macht uns sehr viel Spaß. Vor allem aber schmeckt es uns fantastisch. Gleichzeitig begannen wir damit, sehr viel mehr in der Küche zu experimentieren. Wir sprechen miteinander auch sehr viel über unser Essen, planen und kochen gemeinsam und genießen noch viel mehr.

Unsere Nährstoffversorgung ist so gut, dass wir Autoimmunerkrankung, Vollzeitjob, Familie und Sport sehr gut miteinander vereinbaren können. Wir fühlen uns mit dem Nutrivore-Konzept so wohl, dass wir uns eine andere Art zu essen nicht mehr vorstellen können. Dabei vermissen wir nichts und haben auch nicht das Gefühl uns einschränken zu müssen. Wir genießen ganz einfach das Gefühl, in einem gesunden und leistungsfähigen Körper zu leben. Da ist gar kein Platz für wehmütiges Verlangen nach Convenience-Produkten.

Was wir unter dem Nutrivore-Konzept verstehen

Viele Menschen in den Industrienationen dieser Welt wählen ihre Nahrung nach dem Bauchgefühl. Sie lassen sich dabei von Kriterien wie Geschmack, verknüpften Emotionen, anregender bzw. beruhigender Wirkung oder auch nach dem besten Sättigungsgefühl für den geringsten Preis leiten. Der Nutrivore folgt darüber hinaus aber auch einem klar rationalen Ansatz. Sensorische Faktoren wie Geschmack oder Geruch bleiben wichtige Kriterien. Zusätzlich betrachtet ein Nutrivore aber auch die Nährstoffdichte eines Nahrungsmittels und stellt einen Bezug zum eigenen aktuellen Versorgungsstatus und zum eigenen Nährstoffbedarf her. Dafür braucht man ein gutes Körpergefühl und natürlich ein abrufbares Wissen über die wesentlichen Inhaltsstoffe in den verfügbaren Nahrungsmitteln.

Eine nutrivore Ernährung, so wie wir sie betrachten, strebt also nach der bestmöglichen Nährstoffversorgung in Relation zur körperlichen Belastung und zum Gesundheitszustand. Die Ziele sind Gesundheit und Leistungsfähigkeit für Körper und Geist bis ins hohe Alter. Durch gezielte Komposition lassen sich sehr schmackhafte und zugleich nährstoffreiche, gesunde Mahlzeiten kreieren, die in ihren einzelnen Komponenten vollständig natürlich und für uns Menschen artgerecht sind. Das Nutrivore-Konzept wird dem eigentlichen Sinn des Wortes „Ernährung“ erst vollständig gerecht, denn es ernährt, versorgt und pflegt unseren Körper mit allen notwendigen Nährstoffen für die Anforderungen des Lebens in unserer jeweiligen Umwelt.

Zu essen wie ein Nutrivor bedeutet, sich mit seiner Ernährung auseinanderzusetzen und wohlschmeckende Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen

Das Nutrivore-Konzept liefert eine rationale Lösung für ein Problem der menschlichen Zivilisationsgesellschaft, dass es in der Zeit vor der neolithischen Revolution noch nicht gab: Die richtige Wahl zu treffen, zwischen unnatürlichen – industriell verarbeiteten und künstlichen – Ernährungsangeboten und echter – artgerechter und gesunder – Nahrung. In unserer industrialisierten Welt können wir uns leider nicht mehr auf evolvierte Entscheidungsmuster verlassen. So haben wir etwa eine angeborene Leidenschaft für alles Süße – ein Erbe aus einem Zeitalter, in dem es kaum stärkehaltige Knollen, süße Früchte oder Honig für uns gab. Das ungezügelte Nutzen einer seltenen Gelegenheit konnte über Leben und Tod entscheiden. Heute ernährt sich der moderne Mensch hauptsächlich von Zucker und könnte damit nicht weiter vom Ursprung seiner natürlichen Ernährung entfernt sein. Wer sich heute ungezügelt jeder Gelegenheit zum Zuckerkonsum hingibt, muss früher oder später mit seiner Gesundheit dafür zahlen.

Sich für eine nutrivore Ernährung zu entscheiden bedeutet, sich auf eine spannende Reise zu begeben. Man lernt sehr viel über den eigenen Körper, über Nahrungsmittel – deren Herkunft und deren Inhaltsstoffe – , über regenerative Landwirtschaft und Umweltschutz. Der Nutrivore-Lebenstil ist ein sehr erfüllender und nachhaltiger. Er schärft das Bewusstsein für sich selbst, die Umwelt und die Auswirkungen des eigenen Handelns.

Wie wir das Nutrivore-Konzept Tag für Tag leben

Für uns ist die Basis einer Nutrivore-Ernährung die bewusste Entscheidung für Produkte aus ökologischem Anbau. So stellen wir sicher, dass unser Essen frei von Schadstoffen ist. Gleichzeitig leisten wir mit dem Verzehr von Bio-Produkten einen enormen Beitrag für unsere Umwelt, was uns persönlich sehr wichtig ist.

Insgesamt essen wir überwiegend unverarbeitete und frische Nahrungsmittel. Bei Obst und Gemüse achten wir heute sehr darauf, das die Produkte möglichst aus unserer Region stammen und gerade Saison haben. Durch minimale Lagerzeit, kurze Transportwege und einen optimalen Reifegrad verliert unsere Nahrung nur sehr wenig Nährstoffe. Das bedeutet in der Praxis, dass wir mehrmals innerhalb einer Woche einkaufen müssen.

Dabei nehmen wir uns bewusst Zeit. So können wir in Ruhe die beste Qualität auswählen, uns vom aktuellen Angebot für die nächsten Mahlzeiten inspirieren lassen und manchmal auch Neues entdecken. Gerade weil wir in einer hektischen Großstadt leben und oft selbst einen engen Zeitplan haben, versuchen wir den Einkauf als Zeit der Entspannung und der Wertschätzung für unsere Nahrung zu begreifen. Die vielfältigen Angebote aus der Gastronomie nehmen wir kaum noch wahr. Nahezu alles, was wir an einem Arbeitstag essen, nehmen wir entweder gleich von zuhause mit oder kaufen es direkt zur Mahlzeit im Biomarkt. Nur so können wir tagtäglich eine hohe Qualität und Vielfalt sicherstellen.

Buntes Gemüse aus der Region, Weidefleisch und saisonale Highlights

Bei der Auswahl achten wir sehr auf ein umfangreiches Farbspektrum unserer Nahrungsmittel, denn es steht für die vielen wertvollen sekundären Pflanzenstoffe darin. So gibt es bei uns neben tiefgrünem Blattsalat etwa auch roten Radicchio oder Rotkohl. Außer den klassischen orangefarbenen Karotten kaufen wir auch die gelben und violetten Sorten. Auch Zucchini, Beete, Broccoli, Blumenkohl und Süßkartoffeln stehen fest auf unserem Einkaufszettel. Zur richtigen Saison gibt es diverse Pflücksalate wie Löwenzahn oder Bärlauch, viel frischen Grünkohl, gerne auch Kürbis und Kohlrabi.

Ein bunter Sommersalat nach dem Nutrivore-Konzept.
Ein Sommersalat ganz nach dem Nutrivore-Konzept: Frisch, saisonal, regional, vielfältig und bunt.

Wir essen überwiegend Gemüse, Obst eher weniger aber regelmäßig. Wir lieben vor allem frische und möglichst dunkle Beeren. Bei den Exoten greifen wir auf rote Grapefruits und Kiwis zurück. Außerdem haben Pilze einen festen Platz in unserem Speiseplan. Wir nutzen innerhalb der Woche verschiedene frische Pilzarten und essen sie sowohl roh als auch in warmen Gerichten. Auch einige Löffel Fermentiertes, zum Beispiel Sauerkraut oder milchsaure Beete, gehört einmal täglich zu unserem Essen.

Unser Fleisch beziehen wir von einer Farm, auf der Rinder in Weidehaltung aufgezogen werden. Wir sind überzeugt davon, dass nur artgerecht gehaltene Tiere gesundes Fleisch liefern. Darum haben wir uns vor Ort angesehen, wie die Rinder leben. Wir haben die Menschen kennen gelernt, die dort tagtäglich für das Wohl der Tiere sorgen und auch den Betrieb, wo noch in Handarbeit unsere Fleischprodukte hergestellt werden. Heute bekommen wir Fleisch und Innereien tiefgefroren bequem nach Hause geliefert. Zur Jagdsaison ergänzen wir mit Wildfleisch.

Als Nutrivore essen wir nicht irgendetwas und nicht nebenbei

Wir kochen nahezu täglich, aber sehr einfach. Den meisten Aufwand haben wir lediglich mit dem Waschen und Schneiden unserer Zutaten. Danach legen wir häufig Gemüse und Fleisch einfach auf den Grill. Das machen wir übrigens das ganze Jahr hindurch. Gerne braten wir in einer große Eisenpfanne, backen im Ofen oder machen riesige, bunte Salate. Mit der Zeit haben wir auch viel in der Küche gelernt: die Herstellung von Leberwurst zum Beispiel oder das Fermentieren von Gemüse. Das macht tatsächlich riesigen Spaß und gibt uns die Gewissheit, nur beste Qualität verarbeitet zu haben.

Das Nutrivore-Konzept steht für Nachhaltigkeit, Bewusstsein und ein wunderbares Körpergefühl

In unseren Augen ist das Besondere am Nutrivore-Konzept die rationale Auseinandersetzung mit dem, was wir an das Innerste unseres Körpers lassen. Sowohl die Auswahl als auch das Essen selbst sind bestimmt von Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ruhe. Wir essen nicht irgend etwas und nicht nebenbei. Als schnellen Snack gibt es bei uns zum Beispiel Nüsse, eine Avocado oder Karotten mit Tahin. (AIP-Reintro!)

Das Nutrivore-Konzept ist vollständig familientauglich

Tatsächlich genießen wir unser Essen heute viel mehr und was besonders wichtig ist: es schmeckt uns allen fantastisch. Wir folgen keiner zeitlich limitierten Diät, müssen uns nichts versagen und vermissen nichts. Wir leben mit dem Nutrivore-Konzept einen nachhaltigen und gleichzeitig sehr erfüllenden Ernährungsstil. Besonders deutlich wird uns das vor Augen geführt, wenn wir sehen, dass unserer Tochter dieses Konzept vollständig verinnerlicht hat. Wir müssen sie nicht drängen und ihr nichts verbieten. Sie hat Spass an einer gesunden Ernährung und sie reflektiert sehr kritisch die Ernährung ihrer Schulfreunde. Das finden wir bemerkenswert. Zugleich macht es uns sehr stolz und glücklich.

Unser Nutrivore-Konzept ist sehr familientauglich.
Die Ernährung nach dem Nutrivore-Konzept ist sehr familienfreundlich. Wir essen mit Herz und Verstand. So können wir den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Familienmitglieder gerecht werden.

Das gemeinsame Abendessen ist unsere liebste Zeit des Tages. Hier kochen und genießen wir gemeinsam, sprechen über den Tag und alles, was uns bewegt. Diese Mahlzeit ist für uns also emotional sehr fest verknüpft mit einem guten Gefühl im Magen und einem harmonischen Zusammensein mit unseren liebsten Menschen. Auch das ist für uns Teil der Nutrivore-Philosophie.

Ein Lebensgefühl, als könnte man Bäume ausreißen

Der Prozess der Nahrungsmittelauswahl mag zunächst umständlich klingen, aber in der Praxis fühlt er sich für uns ganz natürlich und unverkrampft an. Was hatte ich heute noch nicht ausreichend oder gar nicht? Hatte ich genügend Protein, genügend Gemüse, Saures, Bitterstoffe, Chlorophyll, Vitamine, Minerale? Die Entscheidung fällt mit etwas Routine ganz selbstverständlich.

Ein Nutrivore zu sein bedeutet auch eins sein mit dem eigenen Körper – ihn zu lieben, zu pflegen und ihm alles zu geben, was er für ein langes Leben in Gesundheit und Leistungsfähigkeit braucht. Das sollte eigentlich für jeden von uns selbstverständlich sein, doch in der Praxis ist es das für ganz viele von uns leider nicht. Uns persönlich ist es sehr wichtig aktiv zu sein, das Leben in vollen Zügen zu genießen und im übertragenen Sinne Bäume ausreißen zu können. Das Nutrivore-Konzept bietet uns – tagtäglich spürbar – die Basis dafür. Darum sind wir so begeistert davon und möchten dich, ganz gleich ob mit oder ohne Autoimmunerkrankung, dazu ermutigen, es auszuprobieren.


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