Ist ein erhöhter Fischkonsum im AIP unbedenklich?

 

In diesem Artikel findest du Informationen zum Thema Schwermetallbelastung von Speisefischen und deren Relevanz für das Autoimmunprotokoll (AIP).

 

Ich liebe Fische!

 

Fische habe ich am liebsten frei schwimmend in einem gesunden Korallenriff, farbenprächtig, immer in Bewegung, als einzelne Räuber oder friedlich im Schwarm Algen grasend.

So lieben wir Fisch am meisten. Tropische Fische am Gun Beach, Guam.
So liebe ich Fisch am meisten. Tropische Fische am Gun Beach, Guam.

Als ich vor vielen Jahren mit dem Sporttauchen begonnen habe war ich total überwältigt von dieser Welt unter Wasser. Den Reiz hat es für mich bis heute nicht verloren. Doch so gern ich Fische in ihrem natürlichen Lebensraum betrachte, so gerne esse ich sie auch.

In der Auseinandersetzung mit dem Autoimmunprotokoll (AIP) hat Speisefisch noch einmal eine intensivere Bedeutung für meine Ernährung erlangt. Protein aus Fisch aufzunehmen schien aus vielerlei Gründen sehr attraktiv für mich.

Was macht Fisch für die menschliche Ernährung so wertvoll?

 

Wertvolles und leicht verdauliches Eiweiß, Jod und Omega-3-Fettsäuren – Fisch als idealer Proteinlieferant im AIP?

Fisch enthält viel hochwertiges Eiweiß. Darüber hinaus liefert er Jod, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D. Das sind gute Gründe für einen regelmäßigen Fischkonsum.

Nationale Gremien und internationale Organisationen bis hin zur WHO empfehlen zwei Portionen Fisch wöchentlich. Eine Portion entspricht dabei einer Menge von 150 Gramm.

In Deutschland ist Fisch sowohl als Frischware wie auch geräuchert in einem breiten Angebot erhältlich. Das macht ihn für die Proteinversorgung im AIP zusätzlich attraktiv.

Weidefleisch als alternative Option ist hierzulande bisher leider kaum verfügbar oder nur unter erheblichen Kosten zu beschaffen.

Ist Fisch im Autoimmunprotokoll also die optimale Alternative zum Weidefleisch oder gibt es gesundheitliche Risiken?

 

Leider enthält Fisch nicht nur wünschenswerte Substanzen. Seit langem wird die Belastung von Fisch mit Schwermetallen wie Quecksilber diskutiert. Auch Umweltgifte wie Dioxin oder Chlorverbindungen wie PCB werden in hohen Dosen im Fisch nachgewiesen.

Fische nehmen aus dem sie umgebenden Wasser und aus ihrer Nahrung Quecksilber auf. Im Meerwasser ist dieser Effekt deutlich höher als im Süßwasser. Das aufgenommene Quecksilber wird im Muskelfleisch der Fische als organische Verbindung Methylquecksilber (MeHg) eingelagert.

Raubfische reichern durch den Verzehr anderer Fische potentiell mehr MeHg an als Friedfische. Dieser Vorgang wird auch Bioakkumulation genannt und wirkt sich umso stärker aus, je höher ein Räuber in der Nahrungskette steht und je älter er wird.

Methylquecksilber greift das Nervensystem an. Heranreifende Kinder im Mutterleib sind dabei besonders gefährdet.

Laut der European Food Safety Authority (EFSA) wird MeHg mit einer Rate von 80 Prozent resorbiert. Im Blut bindet Methylquecksilber dann an die roten Blutkörperchen und kann sowohl die Blut-Hirn-Schranke als auch die Plazenta überwinden.

Methylquecksilber aus Fisch kann also ins Gehirn gelangen. Darüber hinaus kann es über die Muttermilch auch von Säuglingen aufgenommen werden. Eine Anreicherung im Haar ist ebenfalls nachweisbar.

Aufgenommenes MeHg wird aber auch von der Darmflora zu zweiwertigem Quecksilber umgewandelt, welches im Darm nur wenig rückresorbiert wird. Im Ergebnis werden insgesamt circa 90 % des absorbierten Methylquecksilbers beim Stuhlgang wieder ausgeschieden.

Die Halbwertszeit von MeHg im menschlichen Körper beträgt laut EFSA 70 – 80 Tage. Im Zentralnervensystem kann die Halbwertszeit jedoch mehr als 100 Tage betragen. (1)

Ein erhöhter Fischkonsum kann sich also auch gesundheitsgefährdend auswirken, oder doch nicht?

 

Fisch und Meeresfrüchte liefern auch einen guten Beitrag zur Versorgung mit Selen.

Zu der Frage, ob die Aufnahme von Fisch und Meeresfrüchten wegen einer möglichen Quecksilberbelastung nun gedrosselt oder erhöht werden sollte, schreibt Dr. Sarah Ballantyne, eine der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet des Autoimmunprotokolls, auf ihrem Blog:

„Die Antwort liegt im Selengehalt der verzehrten Meeresfrüchte.“ (2)

Also alles nur eine Frage der Selenversorgung?

 

Selen erfüllt in unserem Körper eine Vielzahl unterschiedlichster Enzymfunktionen. Im Stoffwechsel der Schilddrüse ist beispielsweise das selenabhängige Enzym Jodthyronin-Dejodase für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 in die stoffwechselaktive Form T3 zuständig.

Selen wirkt auch als Antioxidans und schützt so unser Gehirn vor oxidativen Schäden.

Die Schädigung des Nervensystems durch Methylquecksilber führt Dr. Sarah Ballantyne auf die Eigenschaft des Selen zurück, mit MeHg irreversible Verbindungen einzugehen. Damit stünde Selen nicht mehr ausreichend für seine antioxidative Schutzwirkung zur Verfügung.

Weiterführend weist sie darauf hin, dass die meisten Meeresfischarten und etwa 97 Prozent der Süßwasserarten so viel Selen enthielten, dass das Methylquecksilber bereits im Fisch an Selen gebunden sei und somit nicht vom menschlichen Körper aufgenommen würde.

Sarah Ballantyne warnt lediglich vor dem Verzehr folgender Arten:

Pilotwal, Tarpun, Schwertfisch, Hai, Marlin, Königsmakrele und Torpedobarsch.

In ihrem Schlusswort empfiehlt Sarah Ballantyne 5-6 Portionen Fisch pro Woche und eine erhöhte Selenaufnahme. Auch Schwangeren rät sie zu mehr Fischmahlzeiten. (2)

Geräucherter Heilbutt an gegrilltem Spargel mit Garnelen. Eine Platte für Zwei wie diese haben wir während des Testzeitraumes mehrfach verzehrt.

Das Thema hat Sabrina und mich schließlich so sehr beschäftigt, dass wir beschlossen haben mit Hilfe von Bluttests mehr Informationen über unsere persönliche Quecksilberbelastung zu erhalten. Die Ergebnisse sind beunruhigend.

 

Mineralstoffprofil wenige Wochen nach Start des Autoimmunprotokoll (AIP)
Sabrinas Mineralstoffprofil 9 Wochen nach Start des Autoimmunprotokoll (AIP) mit erhöhter Fischaufnahme.

Mittels Mineralstoffanalyse im Vollblut hat Sabrina eine Woche vor dem Start des Autoimmunprotokoll, am 02.03.2017, unter anderem auch den Gehalt an Selen und Quecksilber analysieren lassen.

Dieser Test wurde am 11.05.2017, nach 9 Wochen AIP und 6-7 Portionen Fisch wöchentlich, wiederholt.

Die Ergebnisse zeigten eine Steigerung des Quecksilberwertes von 1,7 µg/l auf 5,7 µg/l. (Der Referenzbereich wird mit < 1,0 µg/l angegeben.) Das entspricht einem Anstieg von 335 Prozent in nur 9 Wochen!

Im selben Zeitraum haben sich die Selenwerte ohne jedes zusätzliche Präparat von guten 109 µg/l auf grenzwertige 147 µg/l erhöht.

 

Diese Ergebnisse zeigen, dass selbst bei sehr hoher Selenversorgung durchaus relevante Mengen an Quecksilber über den Verzehr von Fisch aufgenommen werden können.

Meine eigenen Blutanalysen zeigten ähnliche Tendenzen.

Am 05.12.2016 wurde mein Quecksilberwert mit 2,0 µg/l bestimmt. Eine Kontrolluntersuchung am 06.03.2017 bestätigte diesen Wert. Da diese Werte bereits 100 Prozent über dem Referenzbereich lagen, beschloss ich durch Einnahme eines Chlorella-Algen-Präparates das Quecksilber auszuleiten. Zu diesem Zeitpunkt lag mein Selenwert bei guten 120 µg/l.

Gleichzeitig habe ich zusammen mit Sabrinas Ernährungsumstellung auf das AIP ebenfalls mehr Fisch aufgenommen. Die Kontrolluntersuchung am 17.05.2017, also nach ca. 10 Wochen, ergab einen Quecksilberanstieg auf 4,4 µg/l.

Trotz Algenpräparat zur Ausleitung hatten sich meine Quecksilberwerte also um 220 Prozent erhöht.

Gleichzeitig lag mein Selenwert nun bei 151 µg/l und damit über dem Referenzbereich von 85 – 147 µg/l. Die Ergebnisse von Sabrinas Blutwerten ließen sich also auch bei mir nachvollziehen.

Mein Fazit: die Dosis macht das Gift und die Fischart ist entscheidend.

 

Wie gehen wir nun also mit dieser Situation um?

Unsere Literaturrecherchen (3) haben ergeben, dass die Fischart sehr ausschlaggebend für den Gehalt an Quecksilber ist.

Aufgrund der guten Verfügbarkeit hatten wir uns leider für die falschen Fischspezies entschieden: Heilbutt, Makrele, Sardellen und auch gelegentlich Thun. Diese Fischarten haben wir jetzt aus unserer Ernährung gestrichen. Aufgrund der vielen guten Eigenschaften wird Fisch aber ganz klar ein Bestandteil unserer Ernährung bleiben.

Süßwasserfisch wie dieses Forellenfilet auf Spitzkohl enthält vergleichsweise niedrige Mengen an Schwermetallen. Für das AIP ist Forelle eine gute Wahl.

Doch insgesamt wählen wir nun wiederum bewußter aus und beschränken uns auf Fischarten, die weniger belastet sind.

Dazu gehören bespielsweise Lachs, Sardinen und auch der Hering.

Die Veröffentlichung der österreichischen AGES (3) bietet in diesem Zusammenhang eine sehr gute Übersicht über die Schadstoffbelastungen der verfügbaren Speisefische.

Im veröffentlichten Dokument heisst es: „Besonders niedrige Mittelwerte von 20 – 40 μg/kg (MeHg) wurden bei Alaska-Seelachs, Sprotten, Sardinen und Heringen beobachtet. In diesem Bereich lag auch der Mittelwert für Lachse…“. (3)

Insgesamt haben wir die Portionsmenge pro Woche halbiert und durch Hühnchen und Rindfleisch ersetzt.

Die Ergebnisse unserer Blutuntersuchungen haben uns noch einmal vor Augen geführt, wie groß der Einfluß von Nahrungsmitteln auf unseren Körper sein kann. Ganz ohne Präparate haben sich unsere Selenwerte in wenigen Wochen in obere Grenzbereiche entwickelt. Die gleiche Tendenz haben wir aber ebenso mit dem Schadstoff Quecksilber feststellen müssen.

Mehrfach haben wir schon Berichte von Autoimmunerkrankten gelesen, die über Monate und sogar Jahre das Autoimmunprotokoll angewandt haben. In Bezug auf die Aufnahme von Seefisch hätte das in unserem Falle bei fehlender Blutuntersuchung ganz sicher nicht zu einer Gesundheitsverbesserung geführt.

Unserer Meinung nach bleibt es also wichtig, Informationen zum AIP kritisch zu hinterfragen und alle Möglichkeiten der Diagnostik auszuschöpfen. Damit kann das Autoimmunprotokoll wunderbare gesundheitliche Erfolge bringen.

Über die weiteren Veränderungen unserer Blutwerte werden wir in späteren Beiträgen berichten.

Update vom 13.09.2017

 

Seit der ersten Veröffentlichung dieses Artikels sind fast vier Monate vergangen. Wie haben wir auf unsere Quecksilber-Werte reagiert und welche Ergebnisse konnten wir erzielen?

Zunächst haben Sabrina und ich die Fischaufnahme konsequent auf 3 Portionen wöchentlich á 85 Gramm beschränkt. Wir nehmen ausschließlich Sardinen in Olivenöl der Marke MINERVA, da die Büchsen frei von Bisphenol-A (BPA) sind und AIP-konformes Olivenöl enthalten. (Wir stehen in keinerlei Verbindung zum Produzenten und erhalten keinerlei Provision für die Nennung. Wir geben hier lediglich detailliert Auskunft über unsere Vorgehensweise!) 

Da ich, René, nicht im AIP bin, habe ich testweise Chlorella-Algen zur Unterstützung der Quecksilberausleitung zu mir genommen. Innerhalb von 15 Wochen habe ich dabei insgesamt 2000 Presslinge á 500mg Chlorella eingenommen. Das entspricht durchschnittlich ca. 10 Gramm pro Tag, aufgeteilt in 2-3 Portionen. Meine Quecksilber-Blutwerte haben sich während dieser Zeit von 4,4 µg/l auf 2,7 µg/l abgesenkt.

Um die Wirksamkeit des Algenpräparates beurteilen zu können, habe ich unmittelbar nach Erstellung des Zwischen-Blutbildes die Einnahme von Chlorella beendet. Nach weiteren 9 Wochen ohne jegliche Präparate ergab mein Blutbild eine erneute Absenkung des Quecksilberwertes von den zuvor gemessenen 2,7 µg/l auf nunmehr 1,9 µg/l. Damit habe ich meinen  Ausgangswert vom 06.03.2017 mit 2,0 µg/l Quecksilber erreicht.

Das Mineralstoffprofil zeigt, die Quecksilberbelastung ist deutlich gesunken.
Der Quecksilberwert ist nach der Ernährungsumstellung deutlich reduziert.
Mineralstoffanalyse vom September 2017
Auch ohne die Einnahme eines Algen-Präparates ist die Quecksilberbelastung weiter deutlich gesunken.

Sabrinas Werte bestätigten meine Erfahrungen.

Aufgrund der strickten Ausschlüsse während des Autoimmunprotokolls hatte Sabrina keine Option für die Anwendung der Chlorella-Algen. Sie setzte daher ganz auf die Vermeidung einer weiteren Quecksilberaufnahme und hoffte auf einen zeitnahen natürlichen Abbau im Körper.

Erfreulicherweise reduzierten sich ihre Quecksilberwerte auf diese Art innerhalb der ersten 8 Wochen von 5,7 µg/l auf 3,1 µg/l. In weiteren 9 Wochen viel der Wert auf nunmehr 2,2 µg/l. Damit ist der Ausgangswert von 1,7 µg/l aus März 2017 wieder in greifbarer Nähe.

Unser Fazit zum Abbau von Quecksilber:

 

Das wichtigste zuerst. Man wird das Quecksilber auch wieder los! 😀

Finde die Quelle! Unsere hier geschilderten Erfahrungen und Vergleichswerte legen nahe, dass zur Absenkung der Schwermetallbelastung im Blut vor allem auf eine Vermeidung weiterer Kontaminationen zu achten ist. In unserem Falle war die Quelle einfach zu identifizieren. Das mag aber nicht in jedem Falle gegeben sein.

Durch strikten Ausschluss aller großen räuberischen Meeresfische aus der Ernährung konnten wir unsere erhöhten Quecksilberwerte wieder normalisieren.

Wie beurteilen wir den Einsatz von Chlorella-Algen-Präparaten zur schnelleren Ausleitung von Quecksilber?

Chlorella ist unbestritten ein guter Lieferant von Vitamin B12, Eisen und Jod. Darüber hinaus soll sie Schwermetalle binden. Gerade für Autoimmunerkrankte ist jedoch bei Aufnahme von Chlorella eine weitere Aktivierung des Immunsystems nicht ausgeschlossen. Robb Wolf hat hier einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Ganz sicher zählen Süßwasseralgen nicht zu unseren evolutionär begründeten Grundnahrungsmitteln. Für das Autoimmunprotokoll sind sie auch aus diesem Grund ungeeignet.

Die erzielten Verbesserungen bei der Abbaurate des Quecksilbers unter Einsatz von Chlorella sind nicht überwältigend. Daher ist im Einzelfall abzuwägen, ob die Vorteile tatsächlich die potentiell möglichen Nachteile überwiegen. Ohne eine Autoimmunkrankheit ist der Einsatz möglicherweise unbedenklich. Da fehlt es aber noch an gesicherten empirischen Daten.

Mit einer Autoimmunerkrankung würden wir persönlich von einer Chlorella-Einnahme absehen.

Wie geht es jetzt weiter?

 

Aktuell beschäftigt uns die Frage, ob sich bei gleichbleibender Ernährung unsere Quecksilberwerte noch weiter reduzieren lassen. Momentan sind sie ja noch immer nicht in einem guten Bereich. Das kann an Umweltfaktoren wie der Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke liegen, auf die wir unmittelbar keinen Einfluss nehmen können.

Ein Update zu diesem Thema folgt entsprechend in einigen Wochen.

Literatur

 

(1) EFSA (European Food Safety Authority), 2012: Scientific Opinion on the risk for public health related to the presence of mercury and methylmercury in food. EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM). EFSA Journal 2012;10(12):2985. 1-241.

(2) Sarah Ballantyne, 2012: The Importance of Fish in Our Diets

(3) AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH. 2016: Aufnahme von Quecksilber über Lebensmittel. AGES Wissen aktuell, Ausgabe 3, 2016.

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Ist ein erhöhter Fischkonsum im AIP unbedenklich?

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5 Gedanken zu „Ist ein erhöhter Fischkonsum im AIP unbedenklich?

  1. Interessanter Artikel.
    Ich bin neu in der Thematik AIP oder Wahls Protokoll.
    Ich möchte auch offen sagen ich lebe seit 5 Jahren vegan und habe erstens nicht vor das zu ändern und damit schon einiges bei meiner Gesundheit erreicht.
    So vielleicht kann mir jemand ganz sachlich sagen warum ihr glaubt durch solche Mengen an Fisch und Fleisch gesund zu werden.
    Ich selber möchte nun weiter gehen Richtung Pegan also PaleoVegan oder Rohkost.

    Von meinen bisherigen Informationen her legen Paleo AIPler etc Wert beim Fleisch dass es Tiere sind die natürlich essen die Kuh Gras.
    Und dann esst ihr bestimmte Organe wo sich die vom Gras aufgenommen Werte gut anreichern Innereien. ….
    Meine Frage hier… Ganz logisch wo bezieht die Kuh ihre Nahrung her? Aus Gras und deren Mikroorganismen. Ich glaub da sind wir uns einig.
    Warum presst ihr das Gras nicht direkt aus und trinkt es?
    Gibt es lt. Paleo Studien die meinen Denkansatz widerlegen?

    Bei Fisch…. Klar ist der Quecksilbervergiftet. Was essen Fische. .. Außer größer. .. Algen. Hier also genau das gleiche.
    Warum esst ihr nicht direkt Algen die man auch aus zB Deutschland geprüfte unbelastet beziehen kann?

    Und zum Seen … Paranüsse.
    Gut ich glaube Nüsse sind bei einigen von euch verboten wegen Unverträglichkeit?

    Ich meine meinen Kommentar NICHT böse! !! Und wünsche jeden wirkliche Gesundheit!

    Ich möchte das nur gerne verstehen aus eurer Sicht.
    Dazu zählen logischerweise keine ‚Argumente ‚wie Fleisch und Fisch schmeckt so gut😉

    Als Hintergrund über mich bis vor 5Jahre war ich ne verdammt große Fleischfresserin. Ich bezeichne mich ganz bewusst so. Ich rede über mich und darf das😉

    Bin gespannt.
    LG Susana

    1. Liebe Susana,

      dein Eindruck zur Fleisch- und Fischmenge täuscht. Die Paleo-Ernährung und im besonderen das AIP sind nicht zwangsläufig stark proteinlastig. Die Verteilung der Makronährstoffe bestimmt letztlich jeder individuell für sich. Wir selbst favorisieren 3/4 eines Tellers mit Gemüse, 1/4 mit einem proteinhaltigen Lebensmittel. So kommen wir auf eine Verteilung von 50% Fett, 25% KH und 25% Eiweiß. Im Übrigen ist das gar nicht so weit entfernt vom Peganismus.

      Bei dem Verzehr von Weidefleisch geht es nicht um die Aufnahme von Bestandteilen des Grases, sondern um eine artgerechte und medikamentenfreie Tierhaltung und damit um gesunde Fleischprodukte. Insbesondere geht es um ein gesundes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren.

      Fisch liefert besonders viele Minerale und Spurenelemente sowie ein ideales Omega-Fettsäuren-Verhältnis. Algen sind für Autoimmunerkrankte darüber hinaus mit einem hohen allergenen Potential behaftet und scheiden im AIP daher aus.

      Wir hoffen dir damit etwas geholfen zu haben und wünschen dir eine gute Gesundheit!
      Sabrina & René

  2. Ich habe Zöliakie und mein Quecksilberwert liegt bei 1,88 µg/L, wobei der Referenzbereich mit <2 µg/L angegeben wird. Und das bei einem täglichen Fischkonsum von abwechselnd Lachs, Alaska-Seelachs, Kabeljau, Forelle, Scholle, Saibling usw. Wirklich sehr spannend. Das werde ich nun alle halbe Jahr mal testen lassen.

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